Autor: florian

Die Vollendung

Nach dem Schützenfest beim gestrigen Spiel um Platz drei geht es endlich ans Eingemachte – es ist Finale, Baby!

Vor dem Anpfiff

Los geht’s mit einer fulminant tollpatschigen Eröffnungssequenz bei der amerikanischen Hymne. Denn beim „Star Spangled Banner“ passt die Hintergrundmusik der Trachtenkapelle nicht zum Gesang der Sängerin und das Bild der TV-Übertragung nicht zum Ton. Vielleicht war es aber auch Jazz und/oder Kunst und ich habe es nicht verstanden.  Die angekündigte F16-Staffel kommt eine Minute zu spät zu ihrem Überflug, just in dem Moment als Glitzer-Trainingshosen-Robbie mit Glitzer-Laura-Pausini die offizielle und ultrafade WM-Hymne singt. Danach geht es Schlag auf Schlag: Andres Iniesta und Mario Kempes betreten das Spielfeld mit einem Louis Vitton Koffer und bringen den goldgelb-grünen Phallus mit, um den es heute geht. Tom Cruise macht Werbung wie toll die Welt ist und wie lieb wir uns alle haben. Dann zwei weitere Showeinlagen mit irgendwelchen oiden Hadern aus Argentinien und Spanien, letztere sogar ohne Text. Fad, keine Konsummöglichkeit, gähn. Ich will shoppen. Jetzt. Die Buffer-Brüder dürfen auch noch ihr Gsätzle sagen („Let’s get ready to rrrrrrrrrumble“) und dann geht es pünktlich um 21.06 Uhr mit dem Zwischenprogramm vor der nächsten Werbepause los.

Erste Halbzeit

Und der Beginn dieses Finales ist von der flotten Sorte. Lamine Yamal hat bereits nach fünf Minuten eine super Abschlusschance, doch der Winkel ist zu spitz. Im direkten Gegenstoß gleich eine erste gefährliche Konterchance der Argentinier, doch Unai Simon ist aufmerksam und verhindert die Chance von Messi. Spanien bleibt gefährlich und hat 2-3 Möglichkeiten auf einen scharfen Querpass zur Mitte doch diese werden allesamt entweder geblockt oder von Martinez entschärft.

Doch dann zum Glück die Hydration Break und wir dürfen uns endlich wieder dem Konsum widmen. Vielleicht sollte ich mir bald den Schriftzug „Live, laugh, love“ beim Nix-Nix-Nix-Nutz kaufen, denn die dort wohnhafte Familie machte einen äußerst sympathischen Eindruck. Oder doch lieber 10.000 Euro bei Libido-Sportwetten auf Österreich als Weltmeister?  Ich glaub ich mach einfach beides, die Wirtschaft muss leben.

Nach dem BIP-Förderungs-Päuschen bleibt Spanien am Drücker und kombiniert sich nach vorne mit ein paar Halbchancen. Am Ende haut Oyarzabal Messi volle Pulle ins Schienbein und die erste Hälfte ist vorbei. Insgesamt ist Spanien der gefühlte Sieger, aber bis auf zwei kleinere Chancen war wenig Zwingendes dabei. Argentinien findet nicht statt – kein Torschuss in Halbzeit eins – aber das war schon gegen England der Fall. Man merkt, es geht um die Würschte.

Halbzeitshow

Getreu den amerikanischen Gepflogenheiten kommt die Welt in den Genuss einer Halftimeshow, die einen staunend und visuell übersättigt – wie die Rainbow Road bei Mario N64 – zurücklässt. Den Auftakt bildet „Miss Daisy“ Madonna, die von ihren schwarzen Chauffeuren Ronaldo und Ronaldinho in einem Mad-Max Karren aus den Katakomben ins Stadion gefahren wird. Danach folgt „Seven Nation Army“ intoniert von einem Orchester und den Muppets, wie immer mit Anima“ an den Drums. Der hat zumindest bereits Bühnenerfahrung, hat er doch eines der besten Duette der Welt mit Rita Moreno hinter sich gebracht. Es folgt BTS, der lebende Beweis das „Korean Skincare“ wirklich funktioniert und im Anschluss wechselt Ted Lasso, ein Fussballtrainer bekannt aus Funk und Fernsehen, Justin Bieber ein. Doch der hat seine Aufgabe missverstanden und bringt eine Akustikgitarre zu einem Fußballspiel mit. Kein Bier, kein Ball, keine Trainingsleiberl, nein, eine Gitarre. Toll, Justin, ganz toll. Dann sumst er uns noch ca. 42 „Hallelujas“ ins Ohr, bevor es endlich Shakira ihre Latino-Ritmos präsentieren darf. Und zum Abschluss heißt es endlich: Kann denn nicht wenigstens einer an die Kinder denken? Chris Martin hat Erbarmen mit uns und schickt eine frohlockende Kinderschar aufs Parkett, die eine Hymne zum Thema „Love“ singt. Ist eine gute Botschaft. Wichtig wär halt, wenn sich die Kackbratzen von World-Leaders an diese Botschaft endlich halten würden. Nach 28 Minuten ist die Show dann vorbei, der Rasen wird noch 7 Sekunden gewässert und weiter geht der werbefreie Block.

Zweite Halbzeit

Argentinen startet giftig in die zweite Hälfte und knüpft nahtlos an die ersten 20 Minuten des England-Spiels an. Hart, immer an der Grenze des Unfairen, und am Lamentieren wie der berüchtigte „Ende Riedmann“ aus Luschnau. Doch es hilft nix – Spanien bleibt überlegen, Argentinien blass wie das kalbende Schelfeis vor Patagonien. In der 66. Minute dann die erste Topchance der zweiten Hälfte. Lamine Yamal erreicht gerade noch so einen Ball und flankt auf den eingewechselten Ferran Torres, der aber auch ein bisschen überrascht ist und den Ball zu zentral aufs Tor bringt. In der 70. Minute erschöpft dann der argentinische Coach Scaloni sein Wechselkontingent, er muss einen weiteren Verteidiger verletzungsbedingt auswechseln und bringt zusätzlich eine frische Kraft. Damit ist die komplette Vierer-Kette der Südamerikaner umgebaut, und das bei einem WM-Finale. In der 75. Minute dann eine Doppelchance der Spanier. Zuerst durch Pedri von der Strafraumgrenze und dann durch Rodri aus ähnlicher Distanz. Argentinien findet nicht statt, weder auf dem Feld noch auf den Falklandinseln. Zu guter Letzt fliegt der Argentinier Lucas Hernandez vom Platz, nach einer unfassbar dämlichen ersten gelben Karte wegen Lamentierens zerlegt er in einem wilden Duell seinen Gegenspieler und sieht vollkommen zurecht Rot. In der 94. Minute noch eine gute Chance per Freistoß von Yamal, aber Martinez hält und die Partie geht in die Verlängerung. Auch in Halbzeit zwei hat Argentinien keinen einzigen Torschuss. Wahnsinn.

Verlängerung

Das Spiel bleibt wie es war. Spanien drückt. Und drückt. Doch Argentinien kommt dem Elfmeterschießen immer näher. Nico Williams dann aus dem Nichts mit einem Tor – doch ein non-existentes Foul führt dazu dass der Treffer aberkannt wird. Warum der VAR sich nicht einschaltet? Man weiß es nicht. Ein weitere Chance durch Superjoker Merino geht knapp an der Stange vorbei. Die erste Hälfte der Verlängerung ist vorbei, Argentinien wartet immer noch auf den ersten Torschuss. Und dann….Tooooooooooooooooooooooooooooooooooooor durch Ferran Torres! Wie verdient ist dieser Treffer. Porros Flanke, Nico Williams legt zurück und Ferran Torres drischt den Ball ins Netz. Hochverdient. Spanien wackelt noch ein bisschen, aber am Ende bringt Spanien den Sieg über die Zeit.

Spanien ist Weltmeister nach Verlängerung!

Tipptoto

Es hat sich gestern bereits ein bisschen angekündigt, und mit dem Sieg Spaniens ist es nun Gewissheit: „Ihr habt doch alle keine Ahnung“ erfüllt sich sein Sommermärchen und gewinnt die diesjährige Ausgabe des Tipptotos mit 178 Punkten. Herzliche Gratulation, eine fantastische Leistung. Mit 177 Punkten und somit lediglich einen Punkt dahinter kommt Digolo als Zweiter ins Ziel, dicht gefolgt von Flo Pro mit 176 Punkten.

Stonaldo schnappt sich den 4. Platz, er hat die Verlängerung richtig gerochen und holt alle möglichen 14 Punkte von heute. Doch auch ohne diesen richtigen Tipp wäre er Vierter geworden, denn die Fünftplatzierten brini02, Lorenzo und NiciRez04 haben mit 169 Punkten schon einen kleinen Respektabstand zur Spitze. Die Top 10 werden komplettiert vom Ehrenseebrünzla67 und von Flapo. Doch halt – das war noch nicht alles….wie bei Horst Fuchs in seinem Mediashop haben wir noch was: Denn der Tipico-Tipp ist ja außer Konkurrenz. Deshalb rutschen Gregor-itsch (der seinen Sohnemann somit paniert hat), Ida, Ivan Campo und REZINEK noch gerade so in die Top 10. Herzliche Gratulation an alle!

Der beste Nichtspanier ist übrigens cle1860, er ist mit seinem Weltmeistertipp Argentinien auf dem 38. Platz gelandet und hätte das Ding geholt, wenn die Gauchos gewonnen hätten. Und unser Langzeiführender Hopp Schwiz verzeichnet heute den größten Absturz, für ihn geht es knapp an die Top 50 hin. Aber ohne den richtigen Weltmeister getippt zu haben ist das ein sehr respektables Ergebnis.

Wir danken euch fürs Mitmachen und Mitfiebern, und wir melden uns die Tage hier noch mit dem offiziellen Ergebnis. Bleibt uns gewogen.

Eine Meisterleistung

Spanien steht vollkommen zurecht nach einer spielerischen Glanzleistung im Finale der diesjährigen Fußball-WM. Mit unglaublicher taktischer Disziplin kaufen die Iberer den Franzosen le Schnéid ab und bescheren Didier Deschamps einen Nationalfeiertag zum Vergessen. Bei Frankreich lief nichts zusammen. Olise blass. Mbappé und Dembele bemüht, aber glücklos. Verletzungsbedingter Tausch in der ersten Hälfte. Ein saublöder Elfmeter. Und die gegen Null tendierende taktische Flexibilität wie wir sie sonst nur von Josef Hickersberger kennen. Das alles führt zu einem verdienten Ausscheiden der Equipe Tricolore, die nie in diesem Spiel auch nur den Ansatz einer Chance hatte. Spanien hingegen überzeugte auf allen Linien. Taktische Diszipliniertheit gepaart mit persönlichen Bestleistungen zeichneten das gestrige Spanien aus.  Unai Simon zweimal hellwach beim Herauslaufen. Oyarzabal mit Nerven aus Stahl vom Elfmeterpunkt. Olmo und Cucurella (Zitat Bockers Sarah: „Der Typ isch jo nur Füaß und Hoor!“ ) fressen Kilometer wie mein Rasenroboter Ende Mai. Jeder ist für jeden da, jeder weiß was er zu tun hat und die Abstimmung passt. In der 75. Minute dann ein Symbolbild: Während Spaniens Wechselspieler und Betreuterteam komplett steht und seine Leute dem Sieg entgegenpeitsch, sitzt bei Frankreich alles auf der Bank und „macht an Grind“ wie 10 Tage Regenwetter. Kein Glauben an den Sieg, kein Feuer, keine Emotion. Die Marsellaise ist verstummt, und die Franzmänner summen leise „Voyage Voyage“ und sehnen sich unter ferne Oliven. Spanien steht mit diesem 2:0 Sieg völlig verdient als erster Finalteilnehmer fest.

Knapp die Hälfte – nämlich 109 Tipperinnen und Tipper – haben Spanien ins Finale getippt. Es ist nach dem ersten Halbfinale auch nicht verwunderlich, dass Platz 1-15 fest in den Händen jener ist, die auf Spanien getippt haben. Mit Ausnahme von Hopp Schwiz, der immer noch von seiner starken Vorrunde zehrt, aber dessen Weltmeister schon längst Cocktails ins Estoril oder Belem schlürft. Das wird sich aber nach dem zweiten Halbfinale mit Sicherheit ändern.

Den größten Sprung nach vorne macht Pengsti, er klettert um 31. Ränge nach oben und nistet sich auf Platz 133 ein. Katzenjammer hingegen bei den Kollegen CRS07, sid und Stephanderl, sie büßen 37 Plätze ein und rangieren nur noch knapp in den Top 100. Ganz hinten bleibt SAKA, vor ihr Momo2011 und evicka. Ein letztes Aufbäumen kommt von den Prälatendamm Kickers, er arbeitet sich langsam, aber stetig in Richtung Top 200.  

Das Rennen an der Spitze ist jedenfalls unfassbar knapp. Derzeit liegt Lorenzo in Führung, sein zweiter Finalist ist England. Auf Platz 2 liegt Flo Pro, mit Argentinien als zweiter Finalteilnehmer. Ivan Campo auf Platz 3 hat ebenfalls England im Finale, und Ihr habt doch alle keine Ahnung auf Platz 4 wiederum Argentinien.

Das heutige Match wird eine erste, kleine Vorentscheidung liefern.

Macht Sinn, odr?

Es macht einen kleinen Monk wie mich unrund. Wir hatten das erste Viertelfinale am Donnerstag. Und das zweite Viertelfinale am Freitag. Und jetzt? Zwei Viertelfinale am Samstag. Und Warum? Nur für den Kick für den Augenblick um solche kleinen Ordnungsfanatiker wie mich aufzuziehen? Die Anstoßzeiten heute sind deshalb auch extra-bescheiden, nämlich 23:00 und 03:00 Uhr MESZ.

England – Norwegen: 2:1 n.V.

Bei angenehmen 32°C und 75% Luftfeuchtigkeit wird das Spiel z‘Miami dunna angepfiffen. Der Beginn der Partie gehört ganz klar England, ohne zwingend zu sein. Insgesamt aber harmlos, der einzige Gewinner ist Englands  Ballbesitzstatisitk und Jordan Pickford, der schon fast den Campingsessel mit dem Dosen-Guinness und das Sonnenschirmchen rauskramt. So plätschert das Spiel bis zur echten Getränkepause, die wie üblich genutzt wird um taktisch nachzubessern. Norwegen verteidigt per sofort deutlich höher und geht den Engländern bereits tief in der eigenen Hälfte an die Wäsche. Vor allem der Innenverteidiger Stones ist vom norwegischen Gefummel sichtlich irritiert und mit einem ungezwungenen Fehler ermöglicht er Haaland beinahe die Führung, doch Pickford ist aufmerksam. Es folgt eine weitere Chance von Haaland und die Wikinger bleibt am Drücker. In der 36. Minute wird der Mut mit dem 1:0 belohnt. Balleroberung gegen Kane (kein Foul!) und dann Schjelderup mit halb Flanke, halb Torschuss (ein Florschuss?) über Pickford hinweg ins Kreuzeck…geiles Ding. Im Anschluss wird die Partie immer besser, es ergeben sich Chancen für beide Mannschaften. Und England kommt tatsächlich vor der Pause zum Ausgleich. Nach einem Ausschuss von Nyland fliegt der Ball mutmaßlich gegen ein Kamerakabel, und fällt einem Engländer vor die Füße. Danach passt Gordon scharf zur Mitte, Bellingham tankt sich gegen vier (!) Norweger durch netzt ein…ein herrlicher Treffer. Mick Jagger – der mit seinen Rolling Stones gerade das unglaubliche 25. Studioalbum veröffentlicht hat – und David Beckham sind deutlich erleichtert. Mit dem 1:1 geht es in die Pause.

In Halbzeit zwei startet Norwegen deutlich besser in die Partie und geht in der 58. Minute vermeintlich in Führung. Ecke von rechts, Kopfball und Parade von Pickford direkt in die Füße des Innenverteidigers Heggem, der mühelos die Wuchtel über die Linie drückt. Doch der Treffer zählt nicht. Vor dem Eckball hat Haaland seinen Gegenspieler etwas zu deutlich wegbugsiert, das Tor wird zurückgenommen und der Eckball wiederholt. Dieser verläuft ins Leere. Die Three Lions sind in dieser Phase nicht existent und überlassen das Feld fast komplett ihrem Gegner. In der 75. Minute die nächste Top-Chance für die Männer in Rot: Ein Querschläger findet den Weg zu Aursnes doch die Latte verhindert die erneute Führung. Mit weiteren Chancen hüben wie drüben geht es in die Verlängerung.

Diese beginnt mit einem Paukenschlag: Zuerst Glanzparade von Nyland gegen Kane. Danach ein Stinker von Nyland nach einem Schüsschen von Rodgers. Der Held des Brasilienspiels wehrt einen harmlosen Ball nach vorne ab und Bellingham hat keine Mühe, den Abpraller zu verwerten. Doppelpack des Real Madrid Stürmers. Was für eine Maschine. Dieser Kerl hat in 59 Länderspielen bereits 12 Tore erzielt. Und der ist vor 2 Wochen erst 23 Jahre alt geworden. Danach fast Elfmeter für die Engländer, aber der VAR nimmt das Foul als sog. „Cheap Foul“ zurück.  Und die Engländer bringen den knappen Sieg über die Runden, stehen im Halbfinale und „Wonderwall“ hallt durch das Hard-Rock-Stadium.

Argentinien – Schweiz: 3:1 n.V.

Im letzten Viertelfinale kämpfte die Schweiz gegen das übermächtige Argentinien um ihren ersten Halbfinaleinzug. Die Partie beginnt aber ganz und gar nicht für die Eidgenossen rund um Trainer Yakin. Nach 10 Minuten geht der Favorit durch Mac Allister bereits in Führung. Danach tut Argentinien zuwenig und bleibt harmlos. Es folgen umkämpfte, aber langweilige 30 Minuten bis hin zur Pause. Nach der Pause kamen die Schweizer immer besser ins Spiel und belohnten ihre Mühen mit dem Ausgleichstreffer in der 67. Minute. Das Momentum kippte in diesem Moment deutlich, war die Schweiz doch jetzt deutlich aggressiver und hungriger. Nur vier Minuten später hat Sennmeister Embolo dann eine fantastische Idee. Bereits gelb vorbelastet packt der Schweizer eine Schwalbe gegen Paredes aus. Der Schiedsrichter fällt auch darauf ein und zeigt dem Argentinier gelb. Doch der VAR schaltet sich ein und Pinheiro sieht sich die ganze Sache am Noarrnkastl an. Die einzig logische Entscheidung: Gelb für Embolo wegen Schwalbe und somit Gelb-Rot. Darf das einem so erfahrenen Mann, mit 91. Länderspielen auf dem Buckel, passieren? Es folgt eine Schweizer Abwehrschlacht, man will sich erst in die Verlängerung mauern und dann bis ins Elfmeterschießen kommen. Ersteres funktioniert noch, doch in der Verlängerung macht Argentinien in Form von Alvarez (Traumtor!) und Martinez den Sack zu. Argentinien steht im Halbfinale.  

Somit sind die FIFA-Weltranglisten Plätze 1-4 im Halbfinale. Macht Sinn, odr?

Noch einmal 10 Punkte gab es heute zu holen. Knapp ein Viertel unserer Runde, 49 von 213 Tippern, machten heute die volle Punktzahl und holten sich die 10 Punkte ab. Darunter befinden sich zum Beispiel Lorenzo, Flo Pro und Eggu, die allesamt in die Top 10 vorstoßen und alle vier Halbfinalisten richtig getippt haben. 20 von 20 Punkten – Respekt. Doch auch Digolo, Thomas68, Cle0816, der Dirty Sanchez, Partenopeo, m4v und Stephanderl haben heute 10 Punkte geholt und dürfen sich über Rangverbesserungen von bis zu 44 Plätzen freuen.

Eine Nulllohnrunde mussten heute insgesamt 53 Abgeordnete unseres hohen Rates hinnehmen. Flexx erwischt es am schlimmsten, er rauscht von Platz 55 auf Platz 99 und verliert 44 Ränge. Auch Finniboy, Jonnyy, Datz, Opa Oski, Jasi Kobmon und Carooney gehen heute leer aus.

In Führung bleibt Hopp Schwiz (mein Beileid) vor Lorenzo und Flo Pro.

Jetzt erstmal ein paar Tage Pause – das tut uns allen (und auch unseren Tastaturen) gut.

Bis dann im Halbfinale!

Der Halbfinalkracher ist perfekt

Das zweite Viertelfinale in L.A. bestritten bis dato schnörkellose Spanier und bissige Belgier. Kommentiert wurde das heutige Match von Team Xiberg: Oliver Polzer, der gerne seine Oliven am samstäglichen Markt in Dornbirn einkauft und Michael Liendl, der gebürtige Vorarlberger und Kicker des FC Nenzing und FC Thüringen (mit weiteren unwichtigen Stationen bei Hobbyvereinen wie der Austria Wien, Fortuna Düsseldorf und Twente Enschede). Schiedsrichter ist Michael Oliver aus England, der (so viel darf man vorwegnehmen) eine hervorragende Partie pfeift.

Es entwickelt sich von Beginn an ein munteres Spielchen, mit den erwarteten Verläufen. Spanien kombiniert munter von links nach rechts nach links nach rechts nach links nach rechts und wartet auf die Lücke. Belgien wartet. Und wartet. Und wartet. Und verteidigt ziemlich gut. Keine Partie zum Zungenschnalzen, aber schön anzusehen allemal. Oliver Polzer deutet an, dass er schon schlechtere 0:0 gesehen habe. Vielleicht meint er ja zum Beispiel das Spiel England gegen Nigeria bei der WM in Südkorea und Japan, bei der Polzer das erste Mal kommentieren durfte? Ja, seit mehr als 20 Jahren kennen wir ihn schon. Hier übrigens für Puristen das damalige Match in voller Länge im britischen Originalkommentar (Anfrage beim ORF-Archiv läuft). Anyway: In der 30. Minute ist der Bann für die Spanier gebrochen. Pedro Porro mit der scharfen Hereingabe, Olmo spitzelt aufs Tor, Courtois kann nicht festhalten und Ruiz staubt ab. Allgemeine iberische Erlösung macht sich breit. Spanien bleibt am Drücker und zaubert nun auch das eine und andere Mal, allen voran „Yamine Lamal“ (sic!). In der Zwischenzeit gibt es von Schiri Michael Oliver einen rüden Rempler gegen Dani Olmo – aus unserer Sicht rein Rot. Olmo nimmts mit Humor, wissend dass Spanien sowieso im Ballbesitz geblieben wäre. Doch genau in diese Hochphase hinein folgt die kalte belgische Dusche. Mit dem ersten nennenswerten Angriff gelingt Belgien der Ausgleich – De Ketelaere ist per Kopf nach einer Flanke von rechts zur Stelle. Mit diesem 1:1 geht es in die Pause.

Kurz nach dem Anpfiff zur zweiten Hälfte verrät uns Michael Liendl noch, dass auch er schon schlechtere Stadien gesehen habe, als der Fünf-Milliarden-Tempel namens SoFi Stadion in Los Angeles. Er könnte vielleicht den berühmten Kanaldeckelplatz der Energie Birkenwiese gemeint haben (herzliche Gratulation zum Jubiläum, übrigens!). Oder den „Katzenmutterplatz“ der Viktoria in Bregenz, dessen verschossene Bälle von der noch niemals gesehene Katzenmutter verflucht werden und einem das Pech am Schuh klebt. Der Fluch kann nur aufgehoben werden, in dem man 3x schnell OTTAKRINGER-OTTAKRINGER-OTTAKRINGER rückwärts murmelt und das Blech exxt.  Funktioniert jedenfalls sehr zuverlässig.

Am Feld des schnöseligen SoFi-Stadiums bleibt derweil alles beim Alten…Spanien passt sich durch die Reihen und wird immer stärker, was auch an der Hereingabe von Ferran Torres, Nico Williams und gegen Ende des Spiels Mikel Merino liegt. Und wieder ist es der Super-Joker Merino, der, nicht wie gegen Portugal in der 91. Minute, sondern in der 88. Minute den Siegtreffer zum 2:1 erzielt. Aber: Dieses Mal unter tatkräftiger Mithilfe von Belgiens Ersatzkeeper Lammens, der einige Minuten zuvor für den verletzten Courtois eingewechselt wurde. Die Elf von De la Fuente bringt die Führung hochgradig ungefährdet ins Ziel und steht im Halbfinale. Belgien konnte das Spiel für eine gewisse Zeit offenhalten, so richtig gefährlich wurden die Pommesbomber von der Nordsee jedoch nie. Am Ende ein hochverdienter Sieg und wir dürfen uns auf einen echten Hochkaräter im Halbfinale freuen: Frankreich vs. Spanien.  

Das. Wird. Ein. Fest.

Bringt ein Sieg des amtierenden Europameisters die Tipptoto-Tabelle ins Wanken? Die Antwort ist Nein. Die ersten 38 Plätze haben allesamt auf das Weiterkommen von Spanien gesetzt. Ganze 187 von 215 Personen haben heute fünf Punkte gemacht. Die Veränderungen in den Platzierungen sind also eher von der marginalen Seite. Außer bei der „Brigade Anti-Iberia“ mit ihrem Leader bebene. Er hat auf das Ausscheiden von Spanien getippt und stürzt als hochrangigstes Mitglied von Rang 15 auf Rang 39 ab. Seine Gefolgsleute – darunter Deif, Slotmachine, CRS07, Joschi, Köbi, Prinzessin Glitzer, Lux, Gusi und Henne – tun es ihm gleich und gehen heute leer aus. Allesamt rutschen sie 20-30 Plätze nach hinten.

In Führung bleibt weiterhin Hopp Schwiz mit inzwischen 147 Punkten und bereits ausgeschiedenem Weltmeister vor $owitasgoht, Ivan Campo und Jenny&Riley mit 142 Punkten. Dicht auf den Fersen ist ihnen Tombalambomba auf Platz 6 sowie Dan Tan, Norbert Nachtweih auf Platz 7 und das Triumvirat rund um Schürrles Korlheinz, Lorenzo und Stonaldo auf dem geteilten 9. Platz.  

Morgen geht es dann weiter mit England gegen Norwegen. Bleibt uns bis dahin gewogen.

Die Vierterlfinale stehen fest

Die zwei gestrigen Partien komplettieren unseren Viertelfinalpaarungen. In der Nacht gewinnt die Schweiz gegen Kolumbien mit 4:3 im Elfmeterschießen, nachdem es 0:0 nach 120 Minuten gestanden war.  Unsere Nachbarn kommen damit erstmals seit 1954 (man erinnert sich aus österreichischer Sicht an ein „Wunder“) wieder in ein Viertelfinale. Zitat eines befreundeten Arbeitskollegen und Ehrenbünzli: „Besser als diä Gummihäls und d’Habsborger!“ Man gönnt es den Eidgenossen, die mit ihren berühmten Kuhschellen bei den Fans, taktischer Diszipliniertheit auf dem Rasen und einem Trainer der aussieht wie Mads Mikkelsen an der Seitenlinie zunehmend sympathischer bei dieser WM werden. Ihr nächster Gegner wird die Albiceleste sein, denn Argentinien besiegt Ägypten mit siegt 3:2. In einem unfassbaren Match geht Ägypten in Führung. Danach verschießt Messi einen Elfmeter (seinen bereits zweiten bei der WM – Rekord!), schießt einen Freistoß an die Stange und er und seine argentinischen Kollegen scheitern ein ums andre Mal an Ägyptens Keeper „Schubidubi“ Schubair, der eine Glanzparade nach der nächsten auspackt. Ägypten legt nach, doch in den letzten 13 Minuten dreht Argentinien das Match komplett. Romero, Messi und Fernandez bescheren Argentinien den Sieg. ABER: Zumindest bei zwei Toren hätte sich der VAR einschalten können, oder sogar müssen da in der Entstehung ein Foul an einem Pharaonenkind vorangegangen VAR. So hat dieser Sieg ein leichtes Gschmäckle, dass der Titelverteidiger und Messi bevorzugt worden wären. Ägypten Trainer Hossam Hassan hat in der Pressekonferenz im Anschluss bereits angekündigt kein Spiel bei dieser WM mehr anzusehen. Ob dies aus Gründen des Boykotts gegen die FIFA passiert oder ob er Staffeln 1-3 von Brigdgerton bingewatchen will, ist derzeit nicht bekannt.

Die morgen anstehenden Viertelfinalpartien sind jedenfalls fest in europäischer Hand. 6 der 8 Teams kommen aus Europa. Marokko und Argentinien sind die einzigen Vertreter aus anderen Kontinenten, die noch übrig sind.

Herzliche Gratulation an insgesamt 24 Tipperinnen und Tipper, die heute sechs Punkte gemacht haben. Es ist doch erstaunlich wieviel aus unserer Mitte an die Eidgenossen im Viertelfinale geglaubt haben. Respekt geht unter anderem raus an Aaaaalglatt und Pit (31 Plätze nach vorne – Tagessieg!) sowie Mahatja Gandi, Nico (30 Plätze nach vorne) sowie Bencö, Ellana, Gusi und Lux (26 Plätze nach vorne). Komplett leer sind nicht nur die Pharaonengräber im Tal der Könige, sondern auch die Punktekonten von 26 Leitln nach dem heutigen Spieltag. Don Gilberto erwischt es aus der Führungsgruppe, er fällt auf Platz 21 zurück. Auch MohrenSpezial, Brenno und Österraich aus den Top 100 müssen heute Federn lassen. Ganze 32 Plätze zurück geht es für Francisco Scaramanga und lübi, dicht gefolgt von Riccardo „Mr“ Ovilava, SR und dem Firefighter (29 Plätze Minus). Bemerkenswert ist, dass es jemanden gibt der keine Punkte macht, aber auch keine Plätze einbüßt. OK, es ist eigentlich Mathematik – es ist SAKA auf dem letzten Platz.

Übrigens: unglaubliche 7 von 8 Viertelfinalisten wurden von Kermit, Abeeey viel Fleisch und Nox getippt. Alle drei finden sich im vorderen Drittel wieder und hoffen auf Anschluss an die Spitzengruppe.

Fussball hat gewonnen. Und dann verloren.

Endlich wieder schöner Fussball. Nach der schrecklichen Vorstellung der Laienschauspielgruppe aus Asuncion, die im Weltfussball tiefe Wunden hinterlassen hat, waren die zwei gestrigen Achtelfinalspiele endlich wieder Werbung für die schönste Nebensache der Welt.

Norwegen – Brasilien: 2-1

Dieses Spiel war eines der Besten, das ich seit Langem gesehen habe. Norwegen hatte einen Plan, setzte diesen mit der Präzision eines Chirurgen um und schickt Brasilien nach Hause. Carlo Ancelotti setzte dem norwegischen Ballbesitzfussball (!) eine Kontertaktik mit schnellem Umschaltspiel bei Balleroberung entgegen. Allein diese Ausrichtung machte klar, welchen Respekt die Selecao vor Norwegen hatte. Was Norwegen in weiterer Folge auf den Platz der New England Patriots zauberte, war eine Wahnsinnsleistung.

  • Mehr doppelt so viele Pässe als Brasilien (680 vs. 329)
  • Zwei Drittel Ballbesitz (66% vs. 34%)
  • Passquote von 91% vs. 85%.

Norwegen war ständig am Drücker, kreierte Überzahlsituationen und kam immer gefährlich vors Tor. Und Brasilien war im Konterspiel brandgefährlich. Bei einer Balleroberung wuselten sofort etliche gelbe nach Vorne und sorgten so für Lawinenwarnstufe fünf im gegnerischen Strafraum. Nach einem solchen Angriff folgt ein (später, VAR-unterstützter) Elfmeterpfiff. Doch Torhüter Nyland parierte den schwach geschossenen Versuch von Bruno Guimares. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte ging das Spiel hin und her, ein höchst flottes Match bei dem sich vor allem beide Keeper auszeichnen konnten.

In der zweiten Halbzeit dasselbe Spiel. Norwegen mit viel Ballbesitz und einigen Chancen. Brasilien kontert und kommt zu einer absoluten Topchance, doch Endrick Endrick scheitert allein vor dem Tor. Kurz darauf wird Neymar eingewechselt. In der 79. Minute dann die Stunde des bis dahin blassen Haaland. Flanke des eingewechselten Schjelderup und der norwegische Hüne setzt sich gegen zwei Brasilianer getreu dem Motto „Mach Platz, ich bin der Landvogt“ durch und erzielt das unhaltbare 1:0. Es folgte ein wilder Schlussabschnitt. Ein Klärungsversuch des Norwegers Wolfe, eine Bogenlampe mit ca. 42m Höhe, konnte der eigene Torhüter Nyland gerade noch an die Stange lenken. Dann das 2:0 erneut durch die Kombination Schjelderup und Haaland, abgeschlossen ins lange Eck. Es folgt eine Unsportlichkeit von Neymar gegen einen Norweger, der Brasilianer kann wie immer seine Klappe nicht halten und mault die ganze Zeit herum. Tief in der Nachspielzeit nochmal Elfmeter für Brasilien, und Neymar untermauert seine Vorstellung mit weiteren verbalen Spitzen gegen den norwegischen Torhüter. Bis der Strafstoß ausgeführt ist, sind 90+10 Minuten rum. Neymar verwandelt, jubelt überschwänglich und plappert noch etwas mit dem Torhüter und dann ist das Spiel zu Ende und Neymar versinkt in Tränen. Und so ging Neymar, wie er gekommen war…als hochbezahltes Crybaby. Die Norweger versinken im Freudentaumel und dürfen sich auf ein Viertelfinalduell mit England freuen denn:

England – Mexico: 3-2

Im Feindesgebiet lieferte England eine ihrer besten Leistungen des Turniers ab. Durch einen Doppelschlag von Bellingham in der 36. und 38. Minute ging die Elf von Thomas Tuchel gemütlich in Führung. Die Entspanntheit sollte jedoch nicht allzu lange dauern, denn Quinones glich noch vor der Pause für die Mexikaner aus. Nach dem Wechsel gab es zunächst Rot für England nach einer ungestümen Attacke von Quansah. Doch in Unterzahl bekam England einen Elfmeter zugesprochen, dieses Geschenk lässt sich Harry Kane natürlich nicht entgehen.  Nur 10 Minuten später verursachte der Stürmer jedoch im eigenen Strafraum einen Elfmeter, den Jimenez verwertete.  England war ob des intensiven Matchs, der Unterzahl und der Höhe stehend K.O. doch brachte mit viel Willenskraft und Einsatz das Ergebnis ins Ziel. Was für ein Fest!

Fussball hat verloren.

Doch warum hat der Fusball gestern verloren? Gianni Infantino hat während einer Koloskopie eines befreundeten Einwanderers aus Deutschland einen Passus im FIFA-Regelwerk gefunden, der ihm erlaubt hat, diesem Freund ein kleines Gschenkle zu machen. Denn in Artikel 27 des Disziplinarkatalogs steht wörtlich: „Die FIFA Disziplinarbehörde kann bei genauer Betrachtung eines Vorfalls und bei genügend gelenkt-demokratischen Tendenzen unter Einhaltung einer vertieften Analyse des Verdauungstraktes von Möchtegerndemokraten zur Einsicht gelangen, dass Rote Karten vollkommen für den Hugo sind.“

Dass es bei der FIFA eine pay-to-win Funktion gab, wissen wir nicht erst seit Sepp Blatters Geldregen. Es ist erstaunlich, in welcher Offensichtlichkeit und welcher Dreistigkeit dies inzwischen geschieht. Dass ich als Endkunde bei Aramco keine fünf Liter Benzin kaufen kann ist mir schon wurscht. Irgendwohin müssen ja die Kohlen. Aber ein so offensichtliches Eingreifen in das Turnier gab es definitiv noch nie. Ich glaube nicht, was ich hier schreibe: Bitte, liebe Belgier, schickts die Amis mit einem 5:-1 nach Hause.

Doch wie wirken sich die Ergebnisse auf unser Tipptoto aus? Insgesamt 22 Tipperinnen und Tipper haben heute die volle Punktezahl bekommen. Interessant dabei, dass niemand aus den Top 10 dabei war. Und so rücken beispielsweise don gilberto, Matze Mazzani, Gregor-itsch, FARTIN, Nick S. Halten und Lena Schilling in Love etliche Plätze nach vorne. Am meisten freuen darf sich Abeeeey viel Fleisch, er macht heute knapp 40 Plätze gut. Komplett leer gehen hingegen 34 Leutle aus. Darunter ist Gerwyn Price, p_ro, Potl und T&T, der 39 Plätze verliert und aus den Top 100 fällt. Doch auch Rider, Tom Scorer, Prinzessin Glitzer, Lux, Jasi Kobmon und Postlers Toni, der Aushilfsredakteur dieser Spatzenpost hier, schreibt heute 0 Punkte an.

In Führung bleibt Hopp Schwiz, gefolgt von Ivan Campo sowie Jenny&Riley  und $owitasgoht, bei dem ich mich erneut für den toll zu schreibenden Nicknamen bedanken möchte. Die Top 10 sind übrigens nur durch 11 Punkte getrennt – ein extrem spannendes Rennen zeichnet sich ab.

Bis dann!

Boarding completed for se Achtelfinale

Am letzten Spieltag des Sechzehntelfinales gibt es keine expliziten Überraschungen aber zumindest Anklänge davon. Korrekt: Wir sprechen (schon wieder) von den Kapverden. Denn der WM-Neuling, der die Herzen der Fußballwelt im Sturm eroberte, schrieb sein Märchen fast weiter. Der Inselstaat brachte den amtierenden Weltmeister Argentinien ins Straucheln und durfte bis kurz vor Schluss auf den „Coinflip“ Elfmeterschießen hoffen. Die Kapverden verteidigen aufopferungsvoll, alle Zementwerke des Landes wurden aktiviert um Beton für diese 90 Minuten anzurühren. Und die Taktik ging vorerst auf. Argentinien mit ca. 142% Ballbesitz, aber wenig Zwingendem. Erst in der 29. Minute führt ein Geniestreich von Messi zur Führung für den haushohen Favoriten. Die Kapverden verteidigten weiter mit aller Vehemenz und belohnte sich in der 53. Minute mit dem etwas überraschenden Ausgleich. Es folgte eine weitere Märchenstunde mit Onkel Vozinha. Gegen den „bösen Wolf“ Messi parierte der Keeper ein ums andere Mal und brachte den Superstar zur Verzweiflung. Ende der regulären Spielzeit, Verlängerung. Argentinien beginnt überfallartig bereits nach 2 Minuten schepperte es im Kasten des 40-jährigen kapverdischen Keepers. Doch wieder beißt sich der Außenseiter zurück, in der 103. Minute erzielt Sidney den sehenswerten Ausgleich. Doch am Ende triumphiert der Favorit, ein extrem unglückliches Eigentor von Diney in der 111. Minute besiegelt das Schicksal und die Kapverden fahren leider nach Hause. Was für ein schönes Märchen. Übrigens, nette Sidestory: Ein Reporter interviewt einen kapverdischen Fan zur Leistung von Vozinha, nur um herauszufinden, dass es sich um seinen Vater handelt. Herzerwärmend.

In der ersten Partie des Abends triumphiert Ägypten im Elfmeterschießen gegen Australien. In einer schwachen Partie behalten die Pyramidentantler aus dem Nildelta die Oberhand. Der Australier Suter, der eigentlich eine fantastische Partie ablieferte, wird (neben Harrington) zum tragischen Helden für die Socceroos und verschießt gleich den ersten Elfer 500-meilenweit. Es triumphiert Ägypten rund um Altstar Mo Salah.

Des Weiteren gewinnt Kolumbien gegen Ghana mit 1:0 und zieht ebenfalls ins Achtelfinale ein.

Wir biegen bei der WM und somit in unserem Tippspiel langsam in die Zielgerade. 85% der Spiele sind gespielt, alle Achtelfinalisten stehen fest. In einer „normalen“ WM würde jetzt die KO-Phase anfangen, aber wir haben bereits eine weitere Knockoutphase hinter uns. Wir dürfen gespannt sein, ob die FIFA diesen Modus weiter ausbauen wird und wir in Zukunft ein Zweiunddreißigstel- oder gar ein Vierundsechzigstelfinale erleben dürfen (z.B. Null Island gegen die Freie Republik Mühlebach bei der WM 2056 in Alabanien). Zwei Monate Fußball – wäre das nicht fantastisch?

Insgesamt 25 Tipperinnen und Tipper dürfen sich heute über „alle Sechse“ freuen. Unter anderem sind dies AS82 – der ganze 44 Ränge gut macht und in die Top 100 rutscht – aber auch Kermit, Chri o’Rö, Lux, estrella, Digolo, Samba, Digolo, Slotmachine p_ro, Potl und das heiße Tipphühnchen. Grandios vergeigt, wie die Deutschen, haben mit 0 Punkten am letzten Sechzehntelfinaltag Cafe Armin, Firefighter, Francisco Scaramanga, lübi, TISSI, emil123, Piotr, Tanja (Eisi), Die DAni, einfachnurjanno und SAKA. Gerade für Cafe Armin ist der Nuller bitter, verliert er doch den Anschluss an die Top 10.

Sehen wir uns die richtigen Achtelfinaltipps an. Nur wenig richtige Achtelfinalisten haben die ganz hinten platzierten SAKA (3 aus 16) und Momo2011 (6 aus 16). Norbert Nachtweih hingegen hat unglaubliche 15 von 16 Achtelfinalisten richtig getippt. Ein heißer Anwärter für den Gesamtsieg? Derzeit liegt „Nöre“ Nachtweih jedenfalls auf Platz 11 und ist auf Tuchfühlung mit den vorderen Plätzen.

Durchschnittlich wurden übrigens 10 der 15 Achtelfinalisten richtig getippt. Ihr habt also 22 oder mehr Punkte im Achtelfinale? Dann seit ihr besser als der Median. Ein weiterer Fun-Fact: Nehmen wir den Zwischenstand nach 33% der gespielten Spiele – also nach dem 34. Spieltag. Ivan Campo hielt nach 34 Spielen bei mageren 20 Punkten – Also 0,58 Punkte pro Spiel. Seither konnte er seinen Schnitt auf unglaubliche 1,80 Punkte pro Spiel erhöhen und hat 97 Punkte ertippt. Nicht zu Unrecht befindet er sich auf Platz 3, jedoch mit Respektabstand zum derzeit führenden Hopp Schwiz, der ebenfalls 92 Punkte machte (1,70 Punkte pro Spiel). Überhaupt bleiben seit der letzten Aktualisierung die Top 10 nahezu unverändert.

Heute geht es bereits weiter mit den ersten Achtelfinalspielen – Gastgeber Kanade gegen Marokko und Paraguay gegen Frankreich. Let’s go!

Es war sehr schön…

… es hat uns sehr gefreut. Mit den Worten von Kaiser Franz Joseph lässt sich die WM-Reise der österreichischen Fußballnationalmannschaft am treffendsten zusammenfassen. Seit 30 Jahren das erste Mal wieder für eine WM qualifiziert. Die erste Teilnahme an einer KO-Runde seit mehr als 70 Jahren. Und nun also der Kracher gegen Spanien, den amtierenden Europameister.

Die Vorfreude war riesengroß. Nach dem Algerienmatch gab es eine grosse Kabinenparty, wo «Strada del Sole» gesungen wurde. Ralf Rangnick konnte fast aus den Vollen schöpfen, einzig Philip Mwene war nicht fit und wurde durch Konrad Laimer auf der linken Seite ersetzt. Mit David Alaba stand dann doch noch ein Akteur von Real Madrid auf dem Platz, als 10er durfte Wanner ran und im Sturm wurde Gregoritsch den Herren Arnautovic und Kalajdzic vorgezogen. The chosen ones to make us happy.

Doch von Beginn wurde Spanien seiner Favoritenrolle gerecht. Die Elf von Alois von den Brunnen war drückend überlegen, passsicher, selbstbewusst, wie man es (abgesehen vom ersten WM-Spiel) von ihnen erwarten durfte. Das Motto des heutigen Abends war schnell klar, in Anlehnung an Marianne Mendt: «Ein Strafraum, der 24 Stunden brennt.». Bis zur 30. Minute konnte Österreich das 0:0 halten. Denn Alex Schlager packte eine Glanzparade nach der nächsten aus. Auch Lamine Yamal, die Rhapsodie in Halbstark, konnte gut in Schach gehalten werden. Er zauberte zwar das eine oder andere Mal, blieb aber insgesamt unglücklich. Nach 36. Minuten war aber der Bann für die Spanier gebrochen. Cucurella, der Mann mit dem Insektenhotel am Kopf, mit einer klugen Hereingabe auf Oyarzabal und der lässt Schlager keine Chance. Es folgten ein Lattentreffer und eine weitere Glanztat von Schlager gegen Yamal. Puh, brenna tuats guat. Aber: Nur mit einem 1:0 ging es in die Pause.  

In der zweiten Hälfte nahm Rangnick einige Veränderungen vor. Neben der Einwechselung von Chukwuemeka und Grillitsch zur Halbzeit wurden in der 60. Minute sowohl Arnautovic als auch Kalajdzic eingewechselt – ein klares Zeichen auf Angriff. Und der Held vom Algerienmatch hatte mit seiner ersten Ballberührung den Ausgleichstreffer auf seinem Goldköpfchen. Zwickt mi bitte jemand? Es war aber zugegebenermaßen die erste gute Chance Österreichs in diesem Spiel. Und während sich auf der Ehrentribüne Gianni Infantino mit Josef Pröll, dem Neffen von Onkel Erwin (aufgewachsen am gleichen Bauernhof in Radlbrunn!) vermutlich über Zuckerrübenanbau im Weinviertel unterhält, erhöht Porro auf 2:0. Damit ist die Messe gelesen, und die Ballade von ana hoatn Partie nimmt langsam ihr Ende. In der 89. Minute erfolgt das 3:0 durch Oyarzabal, es ist der endgültige Todesstoß. Österreich ist auschgeschieden.

Die Klakariadn werden sowieso immer sagen, daß wir chancenlos waren. Aber es war trotzdem eine aufopferungsvolle Partie aller Akteure und insgesamt eine unfassbar tolle Zeit. Man muss neidlos anerkennen, daß Spanien heute mindestens eine Klasse besser war. Und so sitzt man nun leider im Flieger von America nach Hause. Liebes Team, vielen Dank für eine einzigartige WM-Reise! Life is Life, wir sehen uns hoffentlich bei der Euro in England, Schottland, Wales und Irland im Jahr 2028.

PS: Im Nachgang folgt eine emotionale Ansprache von Marko Arnautovic, der voraussichtlich sein letztes Spiel in einem ÖFB-Dress bestritten hat. Ohne ihn wird das Team anders aussehen, und ohne sein Team wird Marko Arnautovic die nächsten Jahre bestreiten. Danke, Maggo, du Maschiiin.

Kroatien – Portugal: 1:2
Portugals Star-Ensemble schickt Kroatien in die Ferien und Modric in Pension. Dieser Sieg hat aber ein Gschmäckle, wurden doch insgesamt 3 Tore der Kroaten durch den VAR aberkannt…zumindest eines davon ist sehr fragwürdig, weil das linke Hühnerauge im Abseits war. Soll das die Zukunft sein? Ronaldo und Co treffen im «Finale Iberico» auf die Spanier. Was ein Kracher.

Schweiz-Algerien: 2:0

Unsere Nachbarn setzen sich verdient und gefahrlos mit 2:0 gegen unseren Gruppengegner Algerien durch. Die Nati siegte das erste Mal seit 88 Jahren in einem Ko-Spiel und trifft auf den Sieger der Partie Kolumbien gegen Ghana.

Tipptoto:

Insgesamt 162 Tipperinnen und Tipper haben heute die volle Punktzahl erreicht, darunter fast geschlossen die Führungsriege der Top 20. Dan Tan, Jay-Jay, Karlheinz Schürrle und bebene machen aus den Top-Rängen nur vier Punkte, und büssen einige Ränge ein. Pechvogel des Abends ist Deif, der heute als einziger 0 Punkte macht und ebenfalls abstürzt: Von Rang 6 geht es zurück auf Rang 39. Sein mutiger Tipp, Spanien im Achtelfinale ausscheiden zu lassen ist nicht aufgegangen. In Führung bleibt Hopp Schwiz. Heute Abend folgen dann die letzten drei Spiele der Sechzehntelfinale und wir freuen uns über einen weiteren Schub Punkte.

Mit einem Kanonschuss verabschieden wir uns übrigens von den Patrioten Lux, Oibaf.Senga und Köbi, deren Weltmeister Österreich gestern ausgeschieden ist.

PS: Eingebaute Austro-Klassiker

Skero – Kabinenparty
Fendrich – Strada del Sole
Marianne Mendt – A Glockn, die 24 Stunden läut
Falco – America
Blümchen Blau – Flieger
Attwenger – Ka Klakariada
Ambros – Zwickts mi
Opus – Life is life
Helmut Qualtinger – Rhapsodie in Halbstark
Bonez MC, Raf Camora – Ohne mein Team
Marque – One to make her happy
Hubert von Goisern – Brenna tuats guat
Bilderbuch – Maschin
Sigi Maron – Ballade von ana hoatn wochn – leckts mi aum oasch

Die WM der Stars

Am gestrigen Spieltag drückten die Stars der WM ihren Stempel auf. Im ersten Spiel des Abends besiegt Norwegen die Elfenbeinküste mit 2:1 und gewinnt damit erstmals ein Spiel in einer K.O-Runde. „Banens beste“, also der Man of the Match, war neben dem zweiten Torschützen Antonio Nusa ihr Superstar Erling Haaland. In der Wahnsinnsarena von Dallas, die Cowboys Besitzer Jerry Jones so bescheuert errichtete, dass im Herbst, wenn die NFL Spiele beginnen, die Sonne so tief steht dass alle Teams geblendet werden, erwischte Norwegen den besseren Start. Die Wikinger plünderten und brandschatzten den ivorischen Strafraum, konnten jedoch keine bedeutenden Landgewinne erzielen. Erst kurz vor der Pause gelang der erste Treffer, ein Kunstschuss wie wir sie sonst von Arjen Robben kennen. Mit dem Ball in den Strafraum gezogen, kurzer Haken nach innen und mit viel Effet über den Keeper im Kreuzeck platziert. Herrlich. In Durchgang zwei kämpften sich die Ivorer zurück. Sie fanden besser ins Spiel und hatten zahlreiche Chance, ehe Diallo den verdienten Ausgleich erzielte. Die letzten Minuten des Spiels kämpften beide Mannschaften mit offenem Visier, mit dem glücklicheren Ausgang für Norwegen. Haaland stand dort, wo ein Stürmer stehen muss, und bugsierte irgendwie den Ball ins Tor. Norwegen ist eine Runde weiter!

Im zweiten Spiel des Abends zerlegte Frankreich harmlose Schweden mit 3:0 – eine Machtdemonstration. Das Star-Ensemble rund um Mbappe, Dembele und Olise führte die Schweden förmlich vor und ließ der Elf von Graham Potter keine Schangse. Mit dieser Leistung zählt Frankreich zum Kreis der Titelfavoriten. Mbappe hält mit seinen „zarten“ 27 Jahren jetzt schon bei unglaublichen18 WM-Toren insgesamt, nur eines weniger als Lionel Messi.

Im letzten Spiel des Abends katapultierte sich Gastgeber Mexiko mit einem 2:0 über mehr oder weniger harmlose Ecuadorianer ins Achtelfinale. Das ganze Land versinkt im Freudentaumel wie man an diesem Video unten eindeutig erkennen kann – was für eine Euphorie bei El Tri! (Pumuckl wär stolz auf mich).

Nun zum Tipptoto. Gute Neuigkeiten – heute gab es keine Tränen, jeder und jede hat zumindest einen Achtelfinalisten richtig getippt. Fast exakt die Hälfte unserer Tippgemeinschaft, genau 107 von 215, hat sogar die vollen 6 Punkte ergattert. An der Spitze bleibt Hopp Schwiz, der heute „nur“ vier Punkte mach, dicht gefolgt von Dan-Tan und Ivan Campo, die heute voll anschreiben und den Abstand verringern können. In Lauerstellung bleiben bebene, Tombalabomba auf Platz fünf. Am unteren Ende freuen sich Katzki, Gerry, die Prälatendamm Kickerinnen und MaLe über sechs Punkte. Sie verschaffen sich somit etwas Luft nach hinten.

Dritter Punkteregen

Norwegen-Frankreich: 1:4
Senegal-Irak: 5:0
Uruguay-Spanien: 0:1
Kap Verde-Saudi Arabien: 0:0
Ägypten-Iran: 1:1
Neuseeland – Belgien: 1:5

Und nun zum Wetter: Auch heute ist mit weiter Niederschlägen in den Punkterängen zu rechnen. Diese können lokal groß ausfallen und zu Luftsprüngen sowie zu extremen Ausschlägen nach oben auf den Stimmungsbarometern führen.

Vor allem im Bereich Wels, rund um die Stadt Riccardo Ovilava, sowie in der Gemeinde Rudrygo hat das Tiefdruckgebiet für deutliche Punktemengen gesorgt. Insgesamt 10 pts.  wurden an den Stationen gemessen, was ein deutlich überdurchschnittlicher Wert bedeutet. Die beiden kletterten im Barometer ganze 52 bzw. 36 Ränge nach oben.

Trocken blieb es heute in der Region SAKA mit nur 1 Punkt Niederschlag sowie im Bezirk Loseringen und hier besonders in den Gemeinden Katzki, Sophphie, Degu26, J-Dawg, Anna Banana, LEILALALA und Samba mit 2 Punkten. Bemerkenswert ist hier die kleine, mittelalterliche Ortschaft LEILALALA, deren Barometer um 55 Ränge sank. Negativwert für heute.

Die Großwetterlage im Juni: Im Süden von Tipptotistan herrscht weiterhin eine große Trockenheit. SAKA bleibt weit unter dem Durchschnitt und hat im Juni erst 41 Punkteschauer erreicht. Doch auch in der Gemeinde Rainbow mit 42 und am Prälatendamm mit 43 sieht es nicht viel besser aus. Im Norden des Landes, an der Grenze zu Rangnicksreich und Alabastan sind die Punkteregen deutlich intensiver ausgefallen. Hopp Schwiz, die Exklave, ist aktueller Spitzenreiter mit 79 Punkten, dicht gefolgt von der Gemeinde Schwabenländle die man ja neuerdings „Karlheinz Schürrle“ nennen muss. Tombalabomba, der Hauptort der italienschien Diaspora auf zwei Brettln, folgt dahinter mit 74 Punkten. Dahinter teilen sich Dan-Tanau, bebeningen und Deifkirch den 4. Platz.

Die Prognose: Und während andere Regionen über die Hitze stöhnen, und vor so essentiellen Fragen stehen ob man 30° Wäsche bei 40° trocknen darf, ist in Tipptotistan auch morgen noch mit erheblichen Punkteregenschauern zu rechnen. Neben dem aktuell vorherrschenden Tiefdruckeinfluss, gesellt sich nämlich auch noch die Regenfront „Drittplatzierte“ dazu und wird für weiter Punkteschauer sorgen.

Aber keine Angst: Alles wird gut.

PS: Gibt es Tipperinnen und Tipper, die heute Abend in Kansas City sind? Wenn unsere Informationen stimmen sind zumindest Loddar MaTeo und die Flühencobra vor Ort. Sonst noch jemand? Lasst es uns gerne wissen in den Kommentaren. Gruppenfoto im Arrowhead!