Autor: florian

Achterlfinale Tag 2 – Favoritensiege

Der heutige Abend bracht uns Favoritensiege…obwohl es teilweise knapp war. Im ersten Spiel des Abends erkämpften sich England einen 2:1 Sieg gegen die Slowakei. Un-ver-dient. Die Three Lions bleiben wie immer alles schuldig, statisches Spiel, keine Bewegung, katastrophal. Auf der anderen Seite sehen wir couragiert auftretende Slowaken, die in der 25. Minute in Führung gehen. Unsere östlichen Nachbarn (also wenn man Wiener oder Niederösterreicher ist) kämpfen beherzt weiter und bleibt immer gefährlich, während England nichts weiter tut als die Ballbesitzstatistik zu verbessern. In der Mitte der zweiten Halbzeit, die Slowakei führt immer noch 1:0, liefern sich die ORF-Kommentatoren Mählich und König einen kleinen verbalen Schlagabtausch untereinander und sind in dieser Szene aggressiver als Saka, Foden, Trippier und Bellingham zusammen. Doch der Fußballgott meinte es gut mit den Three Lions. Zuerst in Form von Jude Bellingham, der in der 90+5. Minute per Fallrückzieher England mit der letzten Aktion in die Verlängerung schickte. Und nach wenigen Sekunden in der Verlängerung köpfte Harry Kane das Siegtor, das die Engländer ins Ziel brachten. Wie knapp war das.

Im zweiten Spiel des Abends traf Davidadse auf Goleador. Georgien gegen Spanien lautet erstmalig das Duell bei einer Euro-Endrunde, und der freche Außenseiter wusste in der ersten Hälfte zu unterhalten. Angeführt von Keeper Mamardashivili, der eine Traumparade nach der anderen auspackte, versteckte sich das georgische Team nicht und ging in der 18. Minute sensationell in Führung. Kontersituation über rechts, Flanke, und Le Normand (der alte Normanne) bugsiert den Ball ins eigene Tor. Was für eine Sensation. Danach bleibt Spanien am Drücker, hätte die Ballbesitzstatistik mehr als 100%, die Spanier würden sie erreichen. 9:1 Ecken, 17:2 Torschüsse sind die spanischen Belege dafür – in Halbzeit 1 wohlgemerkt. Und die drückende Überlegenheit wird belohnt, in der 39. Minute gleicht Rodri aus. Mit einem 1:1 geht es in die Pause. Nach Wiederanpfiff gleich der nächste Aufreger, als Mikautadse von gut 50 Metern abzieht, aber der Ball geht knapp vorbei. Im direkten Gegenzug Foul an Yamal, den ersten Schuss kann Mamardashivili noch abwehren, aber gegen die zweite Flanke und Kopfball von Fabian Ruiz ist selbst der 197cm große Hüne machtlos. Fun Fact: Bei der Flanke zum Tor waren alle (!) spanischen Spieler weit in der georgischen Hälfte ca. 30-40m vor dem Tor. So geht Spaniens Fußball. Das vorentscheidende 3:1 resultiert dann aus einem Konter, den Nico Williams fantastisch abschließt. In der 83. Minute folgt noch das 4:1 durch Olmo, und dann ist die Partie durch. Der vermutlich überzeugendste Auftritt der absolvierten Achtelfinalspiele.

Durch die zwei Favoritensiege ändert sich bei uns im Tippspiel recht wenig. Die Top 10 bleiben (fast) komplett unverändert, an der Spitze weiterhin MohrenSpezial, Kle und Gregor-Itsch. Einzig Don Paco und Fantastico fliegen aus den Top 10, da sie heute nur einen richtigen Tipp erwischen, der Rest der Top 10 bleibt unverändert. Insgesamt 192 der 223 Tipperinnen und Tipper konnten heute 6 Punkte machen. Auf der kompletten Verliererseite fanden sich heute nur MoMo und eggu, sie tippten sowohl England als auch Spanien hinaus und machten 0 Punkte. Eggu verlor durch diese Kamikaze-Aktion ganze 97 Plätze und fliegt hochkant aus den Top 50. Nach vorne sind die Verbesserungen nicht so hoch, wenn (fast) alle das gleiche tippen, wird die Luft dünn. Nichtsdestotrotz wollen wir hier z.B. Krischan2894, Lena Schilling, MiMoSchi, Team Vida, Schneiderm oder Piggelz! erwähnen, die dieses Kunststück geschafft haben und nun ebenfalls namentlich erwähnt wurden 😉 Ganz unten wittert Kärin mit 6 Punkten Morgenluft, sie hat MoMo wieder hinter sich gelassen und findet (halbwegs) Anschluss an Platz 220, der von matoen und tomate gehalten wird.

Bis morgen, ihr süßen Fußballmäuse.

Weiter geht der Schweinsgalopp

Nach 48 nicht enden wollenden Stunden geht es endlich wieder weiter. König Fußball ist zurück und ach was haben wir ihn vermisst. Im ersten Spiel des Abends traf die Schweiz auf Titelverteidiger Italien. Von Anfang an waren die Eidgenossen besser im Spiel und die Rollen klar verteilt….Die Schweiz war Wilhelm Tell, Italien der vor Furcht erstarrte Knabe mit dem Apfel (oder einer Burrata?) auf dem Kopf. So erspielte sich die Schweizer Nati nach und nach kleine Torchancen, und nach 37. Minuten war es dann soweit: Remo Freuler wuchtete den Ball ins Tor und die Schweiz ging mit einer verdienten Halbzeitführung in die Kabine. Und auch nach dem Wechsel war der „Männergesangsverein Schweizerpsalm“ von Murat Yakin spielangebend. Die Schweizer Nati hatte Italiens Squadra Azurra im Griff und spätestens mit dem Traumtor von Vargas ins Kreuzeck war das Ende des Titelverteidigers besiegelt. Italien wollte kommen, war aber einfach nicht in der Lage, etwas gefährliches zu kreieren. So blieb es beim verdienten 2:0 Erfolg der Schweiz – der Titelverteidiger (und vielfach getippter Europameister) ist somit raus. Hans Jucker – der legendäre Sportmoderator des SRF – wäre ausgeflippt.

Im zweiten Spiel des Abends durfte sich Gastgeber Deutschland mit seinem nördlichen Nachbarn Dänemark messen. In einem abwechslungsreichen und offenen Spiel setzt sich Deutschland ein wenig glücklich mit 2:0 durch und beendet die Hoffnungen des „Danish Dynamite“, das Wunder von 1992 zu wiederholen. Deutschland startete druckvoll, und setzte sich minutenlang in der dänischen Hälfte fest. Nur langsam konnte sich Dänemark aus dem Klammergriff Deutschlands befreien, als ein heftiges Gewitter mit sintflutartigem Regenfällen den Schiedsrichter zwangen, den Teams eine frühzeitige Pause zu bescheren. Nach 25 Minuten Unterbrechung ging es weiter in der ersten Halbzeit, die torlos endete. In Hälfte zwei zeigte sich, warum Deutschland seinem Ruf als Turniermannschaft gerecht wird: Denn gleich zwei VAR-Situationen gingen zugunsten der Ballermänner aus. Die erste Situation wäre das 1:0 für Dänemark gewesen, doch die große Zehe des dänischen Stürmers war im Abseits. Und fast im Gegenzug erwischt Andersen sehr unglücklich eine Flanke mit der Hand, der VAR stürmt nach vorne und gibt Elfmeter. Havertz übernimmt Verantwortung, 1:0 für Deutschland. Und ca. 10 Minuten später erhöht Musiala auf 2:0. Aus. Ende. Amen. Dänemark nimmt die A7 Richtung nach Hause.

Bei unserem Tipptoto werden viele ob der Ergebnisse geschockt sein. Italien raus bedeutet, dass bereits 12 Leute sich von ihrem Europameister verabschieden dürfen, darunter der auf Platz 17 liegende Paul Panther oder die auf Platz 25 lauernden Simon Wheeldon und Opa Oski. Auch der auf Platz 193 liegende Peda wird sich die Haare raufen, ist doch sein Geheimtipp Dänemark nicht aufgegangen. Insgesamt 27 Tipperinnen und Tipper konnten heute beide Viertelfinalisten richtig erraten, und fahren mit 6 Punkten den Tageshöchtwert ein. Den grössten Satz nach vorne macht dabei Piotr, der 66 Plätze nach vorne stürmt. Blsam auf seine Seele. Aber auch die Prälatendammkickers, Schnapper, Firefighter, Katzki, Kloppo, Mitch, „Rosé“-cle1860, Snakethug_JF und viele andere dürfen sich heute über ein tolles Ergebnis freuen. An der Spitze behaupten sich Gregor-Itsch, der Maradona vom Achmühler, mit seinen zwei Spezls Kle und MohrenSpezial. In trauter Dreisamkeit bleiben sie nach dem heutigen Spieltag vorne. Auf Platz 4 folgen Absage als Bayern Trainer, Joschi und Loddar MaTeO. Und dahinter sind Don Paco, Fantastico, Fischikopf in die Top 10 gestürmt, die von Nici25 und Tippfuchs abgerundet werden. Ganz am Ende bleibt Karin, vor ihr ist MoMo und der Wurstbaron.

Morgen geht es dann mit den nächsten Achtelfinalspielen weiter! Wir freuen uns.

Alle Achtelfinalisten stehen fest

In den Vorabendspielen der Gruppe E war alles für einen Showdown angerichtet. Alle Länder starteten mit 3 Punkten, sodass allen alles offen stand. 90 Minuten später hat sich folgendes getan…NIX. Beide Spiele endeten mit einem Remis und die Ausgangslage vor dem Spiel war der Endstand der Tabelle nach dem Spiel. Rumänien und Belgien führen die Gruppe mit 4 Punkten an, und die Slowakei ist mit 4 Punkten fix weiter. Die Ukrainer hingegen scheiden mit 4 Punkten aus. Bitter!

In der letzten noch ausstehenden Gruppe traf am Abend Tschechien auf die Türkei und Georgien auf das bereits fix qualifizierte Portugal. Beide Spiele waren jedenfalls sehr unterhaltsam. Den Beginn macht Georgien, das bereits nach wenigen Sekunden einen Katastrophenpass von Portugal abfängt und der Superstar Kvaratskhelia vollstreckt eiskalt. Portugal drückt und drückt und drückt, doch eine Elfmeterentscheidung nach einem VAR-Eingriff nimmt den Portugiesen endgültig die Luft.

Die zweite Partie kann mit einem Wort zusammengefasst werden: Vogelwild. Es treten an, die Tschechen (mit einem Dress, das mich an eine Eissorte erinnert….na?), die unbedingt einen Sieg brauchen gegen die Türkei, der auch noch alles passieren kann. Und es passiert wirklich alles. Tschechien spielt nach 20 Minuten zu zehnt, weil Barak sich zwei saudumme gelbe Karten abholt und somit folgerichtig Gelb-Rot sieht. Es folgen weitere Hundertschaften an Karten, fast 10 bei Spielern am Feld und nochmals gefühlte 10 für die Betreuerbänke. Gerangel, Geschubse, Leidenschaft pur. Die Türkei geht jedenfalls in der 55. Minute durch Calhanoglu in Führung, wobei sich der tschechische Keeper verletzt und ausgetausch werden muss. Zehn Minuten später geben die Tschechen (mit 10 Mann!) ein kräftiges Lebenszeichen von sich und gleichen aus, bei einer Aktion bei der der türkische Keeper nicht gut aussieht. Und so wogt das Spiel weiter hin und her, am Ende müssen sich aufopfernd kämpfende Tschechen der Türkei beugen, denn in der Nachspielzeit schenkt Cem Tosun ihnen den Sieg – die Türkei ist durch! Was für ein grande Finale zu den Gruppenspielen. Ahja, nach dem Abpfiff gibt es klarerweise nochmal eine rein Rote Karte für einen Tschechen und Gelb für Arda Güler. Eh kloar.

Bei unserem Tipptoto gab es heute viele Punkte zu holen, da auch die Drittplatzierten nun ermittelt werden konnten und es weitere Punkte für Achtelfinalisten gibt. Die Tageshöchstzahl liegt heute bei 17 Punkten und wir dürfen Absage als Bayern Trainer und un poco loco gratulieren. Sie tippen sich weit nach vorne und gewinnen 72 bzw. 38 Ränge. Beide finden sich nun in den Top 10. Ganz oben lacht übrigens einer, der schon gestern erwähnt wurde…das Phantom vom Achmüller, wie ihn seine Gegner gerne nennen, Gregor-Itsch macht ebenso wie MohrenSpezial ganze 14 Punkte und stürmt zusammen mit Kle an die Tabellenspitze. Den größten Sprung nach vorne macht Lumbini, ihre 16 Punkte katapultieren sie von Platz 200 in die Top 100. Starke Leistung. Am weitesten nach unten geht es für Sid, der heute nur 6 Punkte macht und gleich 112 Plätze verliert. Das ist bitter. Ganz am Ende bleibt tomate auf Platz 221, Kärin auf 222 und MoMo auf 223. Jetzt mal durchatmen und ein paar Tage Pause genießen.

Sowas von Europameister, odr?

Es war ein denkwürdiger Nachmittag und Abend, der sich gestern in Berlin zugetragen hatte. Insgesamt rund 25.000 Fans aus Österreich kamen ins Olympiastadion, um Rangnicks Rudel anzufeuern. Darunter eine respektable Gruppe aus der Tipptotogemeinschaft, darunter zum Beispiel Loddar MaTeO, Schöfinho, Brenno, Lumpi, cle1860, oleoleole, potl und viele andere. Im Stadion holte sich Österreich trotz optischer Unterzahl locker die Stimmhoheit. Die mitgereisten holländischen Tulpen wurden in Grund und Boden gesungen, sodass sie am Ende maximal noch Krokusse waren.

Der Auftakt verlief nach Maß. Prass-Pass scharf zur Mitte, Malen will klären aber lenkt unhaltbar für seinen Keeper ins eigene Tor. Wieder ein schnelles Tor, wieder ausgelöst durch eine Pressing Situation. Die Oranje rappelte sich nicht so schnell wieder auf, so konnte das 1:0 mit in die Kabine genommen werden. In der Pause wechselte Koeman dann 2x, und die Niederlande fand besser ins Spiel und es gelang der schnelle Ausgleich. Doch Österreich steckte nicht auf, und in der 59. Minute flugköpfte Romano Schmid den Ball ins Tor der Elftal zur erneuten Führung. Bemerkenswert an diesem Kopfball dass der kleine Schmid sich gegen van Dijk (195cm) und De Vrij (189cm) durchsetzen kann, die „netto“ 21cm bzw. 27cm grösser sind als Schmid. Die Oranje gab nicht auf und kam erneut zum Ausgleich, doch wieder keine fünf Minuten später stellte Marcel Sabitzer die 1-Tore-Führung wieder her und verwandelte das Olympiastadion in ein Tollhaus. Schluss, Ende, aus, Österreich holte sich mit diesem verdienten (!) Sieg sogar noch den Gruppensieg, da Frankreich gegen Polen nicht über ein 1:1 hinauskam. An diesem Abend lief alles, einfach alles für die Österreicher.

Nach dem Abpfiff kollektive Ektase. Zu den Klängen von Fendrich und Sweet Caroline lagen sich die österreichischen Fans in den Armen, und nicht mal das überteuerte Bitburger konnte die Stimmung trüben. Vor dem Stadion überall Fangesänge, ein schottischer Dudelsackspieler gab alles und hunderte Fans bereiteten ihm ein gesangliches Feuerwerk. Ein paar Meter weiter, beim „Steirer-Eck“ (vormals Olympia-Eck) blieb die Stimmung am Höhepunkt und es wurde gesungen, gefeiert, gebechert, getschechert. Literarische Höchstleistungen wurden abgeliefert, die Reime auf „Hütter“ und „Seidl“ kann man sich selbst weiterdenken. Auch das allseits beliebte Bahn-Bashing wurde weitergeführt, der schöne Song „Die Deutsche Bahn ist so im Oasch“ und „Hier regiert die ÖBB“ wurden skandiert. Abgerundet wurde das ganze durch den schönen Gesang: „This group was so fucking easy, this group was so fucking easy, so fucking eeeeaaaasy!“ Peak österreichische Bescheidenheit.

In den Abendspielen hat irgendjemand gegen jemand anderen 0:0 gespielt. Und im Parallelspiel auch. Aber sowas von egal, denn der Zug, der Zug, der Zug hat keine Bremse. Achtelfinale wir kommen, am Dienstag wird Leipzisssch das nächste Kapitel Österreichs bei dieser EM aufgeschlagen und dann machen wir alle mal ein bisschen Palermo.

Bei unserem Tipptoto gab es heute bei 223 Mitspielerinnen und Mitspielern insgesamt 3.568 mögliche Punkte zu holen. Lobend erwähnen müssen wir den „Bomber vom Achmüller“ Gregor S. der heute 13 der insgesamt 16 möglichen Punkte holt und sich in die Top 10 katapultiert. Tombalabomba holt sich 12 Punkte und macht damit auch einen ordentlichen Satz nach vorne. Nicht so gut ging es unserem ChatGPT-Tipp, der das heutige Tagesschlusslicht mit 4 Punkten bildet. Ganz oben bleibt Loddar MaTeO, der gegen Kle und Thomas68 und Tippfuchs seine Führung behaupten kann. Heute geht es mit den letzten Gruppenspielen weiter und dem finalen „Punkteregen“ bevor es in eine kleine Pause geht.

Die -vilis und -dzes schreiben Geschichte

Ganze fünfzehn -vilis und zehn -zes finden sich in Georgiens Kader, der heute gegen Tschechien antreten musste. Der Hintergrund ist so einfach wie auch altbekannt…im Prinzip ist die Namensgebung ähnlich den nordischen Ländern und zeigt die Herkunft (Sohn von, oder eine Region) an. Wobei sich die -vilis eher auf Ostgeorgien beschränken und die -dzes eher auf Westgeorgien. Und es ist auch keine fixe Regel (mehr), sondern die Namensgebung wird eher wie im Schwedischen oder Englischen gehandhabt wird. Hier gibt es ja inzwischen auch viele Christensens oder Fergusons, die nicht mehr dieser Logik folgen. Der österreichische Huanson ist aber weder verwandt noch verschwägert mit Georgiern oder Schweden. Jedenfalls liefern die Georgier ein beherztes Match ab, werden für eine gute Leistung mit einem sehr späten Elfmeter in der ersten Hälfte belohnt, den Mikautadse souverän verwandelt. Die Truppe von -vili Sagnol, die taktisch gut aufgestellt waren, stemmte sich mit aller Kraft gegen in der zweiten Halbzeit anrennende Tschechen, doch in der 59. Minute konnte Topstürmer Schick den verdienten Ausgleich erzielen. Dennoch – eine historische Leistung der Männer aus Georgien, die seit ihrem Beitritt zur UEFA 1992 noch keinen Punkt bei einer EM-Endrunde erzielen konnte. Dies ist nun Geschichte.

Im zweiten Spiel des Abends trafen die Türkei und Portugal aufeinander. Im stimmungstechnisch bombastischen Westfalenstadion war alles angerichtet für ein Fußballfest. Dies wurde auch geliefert…allerdings nur auf einer Seite. Denn Portugal überrannte die überfordert wirkenden Türken nahezu und spielte einen lockeren 3:0 Sieg nach Hause. Hervorzuheben sind vor allem die Altstars der Portugiesen. Ronaldo, der in einem Anfall von Altersweisheit (oder Senilität) auf dem Weg zum 3:0 allein vor dem Kasten quer legt (!!) und seinem mitgelaufenen Mitspieler das Tor schenkt. Oder Pepe, der mit 41 Jahren heute vermutlich alleine gereicht hätte, um den Türken keine Chance zu lassen. Was für eine taktisch brillante Leistung, Pepe war überall und immer einen Gedanken vor seinem Gegenspieler. Sechs Punkte bedeuten die souveräne Qualifikation für Portugal, während die Türkei im letzten Match auf Tschechien triff und somit zum Showdown bittet.

Im dritten Match des Abends konnte sich Belgien gegen Rumänien mit 2:0 durchsetzen. Nach bereits 70 Sekunden zappelt der Ball das erste Mal im Netz, Tielemanns schließt eine schöne Kombination vom Anstoß ab. Wow. Und das Spiel bleibt hochklassig – es wogt hin und her, Lukaku bekommt schon wieder ein Tor per VAR aberkannt (sein drittes) und es gibt Chancen da wie dort. Tolles Spiel! Das tollste daran ist aber definitiv, dass alle vier Mannschaften nach diesem zweiten Spieltag bei 3 Punkten halten – Spannung für die letzte Runde ist garantiert.

Bei unserem Tippspiel tut sich einiges. Stephanderl setzt sich mit 5 starken Punkte an die Spitze, sie wird aber scharf verfolgt von gleich fünf Spielerinnen und Spielern – Nici25, Peter F. Polennichtgestohlen, Simon Wheeldon und Tippfuchs. Tagessieger ist Walter72, der alle 6 Punkte macht und somit gleich 101 Ränge gut – Gratulation! Und wie jedes Mal gilt – wo es Licht gibt, gibt es Schatten. Die heutigen Nachtschattengewächse sind Lumbini, MoMo (der mit den 7:7 Tipps) und Lux, die heute nicht anschreiben können. Ihnen klebt das Pech an den Ferschen. Kleiner Fun-Fact zum Abschluss: Insgesamt 6 richtige Ergebnisse bedeuten die meisten exakt richtigen Tipps bei uns im Feld. Derzeit haben Aitana und Nini dieses Kunststück geschafft, und auch unser ChatGPT Tipp. Solide Leistung.

Runde zwa, jössassna!

Die zweite Runde ist also eingeläutet. In den klassischen Vierergruppen bedeutet das erste Vorentscheidungen. Und die heutigen Partien hielten, was sie versprachen.

Im ersten Spiel des Abends traf Albanien im Balkanduell auf Kroatien. Auf der einen Seite Albanien, das original nix zu verlieren hat. Auf der anderen Seite die Kroaten – mit den Überresten einer goldenen Generation die zumindest bei der Haarpracht schon in eine silberne Generation aufgegangen sind – unter Siegzwang. Und so kam es wie es kommen musste….der Jungspund Albanien scheißt sich nix, geht in der 11. Minute in Führung und Kroatien zeigt eine hundsmiserable Leistung. Die beherzt spielenden Männer nördlich von Griechenland führen somit hochverdient nach 45 Minuten. Nach dem Pausentee zeigt sich Kroatien zwar verbessert, aber weiterhin ideenlos. Zwei gute Minuten, namentlich die 74. und die 76. reichen Kroatien, um den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen und den haushohen Favoriten in Führung zu bringen. Und während alles schon mit dem Sieg der Schachbretter rechnet, hat Gjasula in der 95. eine andere Idee, erzielt den Ausgleich und bringt die jubelnden Albanier samt ihrer berühmtesten Berühmtheit Anjezë Gonxhe Bojaxhiu (Gott hab sie selig) vollständig in Extase. Hochverdienter Punkt für den EM-Neuling!

Im zweiten Spiel des Abends kommt der Gastgeber wieder zum Zug. In pink-violett geht Deutschland gegen die Ungarn zu Werk. Optisch sehr gewöhnungsbedürftig, wenn sogar Designer Harald Glöööckler von einem „durchaus mutigen Design“ spricht, weiß man ungefähr, was einem farblich zugemutet wurde. Mein Fernseher kühlt jetzt noch nach. Ungarn zeigt sich wie gewohnt von seiner diplomatisch besten Seite und zieht“L’amour toujour“ singend durch Stuggi. Doch nun weg von Klatsch und Tratsch und zum Wesentlichen: Denn hier feiert Deutschland einen umkämpften aber am Ende verdienten 2:0-Sieg. Den Torreigen eröffnet Musiala in der 22. Minute, im direkten Gegenzug fischt der oftgescholtene Neuer sensationell einen Schuss aus dem Kreuzeck. Nach dem Seitenwechsel war Ungarn bemüht aber glücklos. Und so führte dann auch eine der schönsten Ballstaffetten der Euro zum zweiten Tor durch Gündogan – sehenswert!

Im dritten Spiel des Abends traf die Schweiz auf Schottland. Das schöne an dem Spiel war, dass Schottland jeden Einwurf, jede Ecke und eigentlich alles frenetisch bejubelte. Was diese Highlander für eine Show abliefern – Wahnsinn. Über die Wildheit dieser Highlandbewohner gibt es übrigens ein tolles Doku-Buch, wenn sich jemand einlesen will. Es folgt ein Spiel, welches an Intensität nichts vermissen lässt. Schottland geht früh in Führung doch bereits in der 26. Minute zeigt Shaquiri dass er es immer noch draufhat und erzielt mit einem Traumtor den Ausgleich, der auch gleichzeitig der Endstand ist. Doch wer glaubt dass die zweite Halbzeit langweilig ist, der hat sich geschnitten. Es folgen wilde 45 Minuten, die Schotten feiern immer noch jeden Einwurf und Papierflieger, haben Chancen, ebenso die Schweizer. Tolles Spiel, gerechtes unentschieden. Und Schottlands Traum lebt!

Bei unserem Tippspiel gibt es zum ersten Mal einen Alleinführenden: Gratulation an Simon Wheeldon! Mit 4 Punkten setzt er sich an die Spitze, dicht gefolgt von Polennichtgestohlen, die heute gleich fünf Punkte macht – Tageshöchstwert zusammen mit Bella_mag_Nutella und dem Chat-GPT Tipp. Auf Platz folgt concoolio und Stephanderl. Ganz hinten gibt es nix neues. Tomate macht 0 Punkte und bleibt somit folgerichtig Letzter. Davor tummeln sich MoMo und Partenopeo, welche sich den 221. Platz teilen. Vor allem bei MoMo lohnt sich übrigens ein Blick in die Tippscheine, er hat nämlich (bescheiden gesagt) sehr mutig getippt. Wussten Sie, dass laut ihm Niederlande-Österreich 7:7 ausgehen soll? Ich bis gestern auch nicht. Coole Tipps jedenfalls!

Bis morgen dann!

Tag 2 – Tore, Tore, Tore

Im ersten Spiel des heutigen Tages gewinnen die Eidgenossen überraschend souverän gegen Ungarn, das (durch eine beeindruckende Qualifikation) eigentlich recht ambitioniert in das Turnier starten wollte. Doch nach 12 Minuten versetzt der Schweizer Duah die Magyaren in Schockstarre, das Tor von Aebischer in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit vervollständigt eine sehr solide Leistung der Schweiz. Ungarn kann in der 66. Minute zwar noch den Anschlusstreffer erzielen, aber am Ende gewinnt die Schweiz gefahrlos mit 3:1. Somit steht Ungarn bereits nach dem ersten Spiel vor einer ziemlichen Herausforderung.

Im zweiten Spiel gewinnt Spanien überraschend klar und deutlich gegen Kroatien, das von einigen als Geheimfavorit gehandelt wurde. Bereits zur Pause steht es 3:0 für entfesselte Spanier, die einfach alles treffen. Kroatien hat zwar auch etliche Großchancen, aber das Ballglück ist den Kroaten einfach nicht hold. Beispiel gefällig? Wem sagt „Encroachment“ etwas? Vermutlich keinem. Sogar Roman Mählich musste alle seine Englischkenntnisse aus „Ann and Pat“ zusammenkratzen, um zu verstehen was gemeint war. Jedenfalls wurde den Kroaten ein (fragwürdiger) Elfmeternachschuss deshalb verweigert, weil Ivan Perisic, der Passgeber zum Nachschusstor, zu früh in den Strafraum gelaufen war. Die erste Anwendung dieses neuen „Gesetzes“ innerhalb der Euro.

Und im dritten Spiel erleben wir Premieren ohne Ende. Albanien das erste Mal bei einer Euro. Albanien schießt das erste Tor bei einer Euro. Und das schnellste aller Zeiten noch dazu. Nach 23 Sekunden scheppert’s das erste Mal im Kasten von Donnarumma. Doch Italien kann den Schock schnell verdauen. Zuerst serviert Bastoni in der 11. Minute das „Primi Piatti“ und bereits 5 Minuten später kommt das „Secondi Piatti“ durch Barella. Zur Halbzeit steht es 2:1 und da kein „Dolce“ mehr serviert wird bleibt es bei diesem Spielstand.

Bei unserem Tippspiel zeigt sich erstmals ein kleiner Trend. Steiffi setzt sich mit insgesamt 6 Punkten an die Spitze. Sie holte heute fünf von möglichen sechs Punkten – starke Leistung. Der gestrige Führende Faphi rutscht einen Platz nach hinten und teilt sich den zweiten Rang mit Conchita Durst, MiMoSchi, Oma Sieglinde, Opa Oski, Traudel und Winnie. Die meisten Plätze nach vorne springen Blutgrätsche Jeff G., Der Augur, Igor, Peda, Susette, Walter72 und Julzzz, die sich gleich um 115 Plätze verbessern. Am Ende befinden sich ElHanso, Lena Schilling und der Wurstbaron die nach jetzigem Stand nur 1 Punkt sammeln konnten. Kopf hoch, morgen gibt es wieder 6 Punkte zu holen!

Endlich…

…hat das Warten ein Ende! Trotz aller Bedenken des Kreisverwaltungsreferats München fand heute Abend die langersehnte Eröffnung der Europameisterschaft 2024 statt. Die vom Referat kritisch beäugte Pyro-Show entpuppte sich als nicht ernstzunehmendes Abbrennen von Miniraketen, die jedem Ultra und auch Till Lindemann nur ein müdes Lächeln entlocken. Ein paar Minuten später dann der langersehnte Augenblick…Anstoß zur Euro!

Deutschland demonstrierte von Anfang an, wer an diesem heutigen Abend das Sagen hatte. Nach 20 Minuten stand es bereits 2:0 für die Hausherren, und kurz vor der Pause dann die doppelte teutonische Gnackwatsch’n für die Schotten in Form von Elfmeter (nach Foul an Gündogan) und Rein-Rot (für Porteous). Davon kann sich nichtmal Schottland erholen. Dementsprechend war auch der „Haggis gegessen“ und Schottland in Halbzeit zwei auf Schadensbegrenzung minimiert. Umso schöner, dass den schottischen Fans noch das Ehrentor durch Rüdiger vergönnt war, welches wie ein Sieg gefeiert wurde. Es ist anzunehmen, dass heute wirklich noch der letzte Schluck Bier in München irgendwo von einem Schotten versoffen wird. Eine echte Kunst, in München. Am Ende jedenfalls stand es 5:1 für Deutschland – ein Auftakt nach Maß.

Kommen wir zum ersten Ranking! Hier gibt es wenig Überraschendes. 208 Tipperinnen und Tipper haben auf einen Sieg von Deutschland gesetzt, das sind mehr als 90%. Hervorheben müssen wir dennoch Faphi, der tatsächlich auf das 5:1 gesetzt hat sowie die 15 armen Seelen, die auf ein Remis oder eine Niederlage Deutschlands gesetzt haben.

Wir freuen uns, dass es endlich wieder losgeht – wir hoffen ihr seid wie immer live dabei!