Die Vollendung

Nach dem Schützenfest beim gestrigen Spiel um Platz drei geht es endlich ans Eingemachte – es ist Finale, Baby!

Vor dem Anpfiff

Los geht’s mit einer fulminant tollpatschigen Eröffnungssequenz bei der amerikanischen Hymne. Denn beim „Star Spangled Banner“ passt die Hintergrundmusik der Trachtenkapelle nicht zum Gesang der Sängerin und das Bild der TV-Übertragung nicht zum Ton. Vielleicht war es aber auch Jazz und/oder Kunst und ich habe es nicht verstanden.  Die angekündigte F16-Staffel kommt eine Minute zu spät zu ihrem Überflug, just in dem Moment als Glitzer-Trainingshosen-Robbie mit Glitzer-Laura-Pausini die offizielle und ultrafade WM-Hymne singt. Danach geht es Schlag auf Schlag: Andres Iniesta und Mario Kempes betreten das Spielfeld mit einem Louis Vitton Koffer und bringen den goldgelb-grünen Phallus mit, um den es heute geht. Tom Cruise macht Werbung wie toll die Welt ist und wie lieb wir uns alle haben. Dann zwei weitere Showeinlagen mit irgendwelchen oiden Hadern aus Argentinien und Spanien, letztere sogar ohne Text. Fad, keine Konsummöglichkeit, gähn. Ich will shoppen. Jetzt. Die Buffer-Brüder dürfen auch noch ihr Gsätzle sagen („Let’s get ready to rrrrrrrrrumble“) und dann geht es pünktlich um 21.06 Uhr mit dem Zwischenprogramm vor der nächsten Werbepause los.

Erste Halbzeit

Und der Beginn dieses Finales ist von der flotten Sorte. Lamine Yamal hat bereits nach fünf Minuten eine super Abschlusschance, doch der Winkel ist zu spitz. Im direkten Gegenstoß gleich eine erste gefährliche Konterchance der Argentinier, doch Unai Simon ist aufmerksam und verhindert die Chance von Messi. Spanien bleibt gefährlich und hat 2-3 Möglichkeiten auf einen scharfen Querpass zur Mitte doch diese werden allesamt entweder geblockt oder von Martinez entschärft.

Doch dann zum Glück die Hydration Break und wir dürfen uns endlich wieder dem Konsum widmen. Vielleicht sollte ich mir bald den Schriftzug „Live, laugh, love“ beim Nix-Nix-Nix-Nutz kaufen, denn die dort wohnhafte Familie machte einen äußerst sympathischen Eindruck. Oder doch lieber 10.000 Euro bei Libido-Sportwetten auf Österreich als Weltmeister?  Ich glaub ich mach einfach beides, die Wirtschaft muss leben.

Nach dem BIP-Förderungs-Päuschen bleibt Spanien am Drücker und kombiniert sich nach vorne mit ein paar Halbchancen. Am Ende haut Oyarzabal Messi volle Pulle ins Schienbein und die erste Hälfte ist vorbei. Insgesamt ist Spanien der gefühlte Sieger, aber bis auf zwei kleinere Chancen war wenig Zwingendes dabei. Argentinien findet nicht statt – kein Torschuss in Halbzeit eins – aber das war schon gegen England der Fall. Man merkt, es geht um die Würschte.

Halbzeitshow

Getreu den amerikanischen Gepflogenheiten kommt die Welt in den Genuss einer Halftimeshow, die einen staunend und visuell übersättigt – wie die Rainbow Road bei Mario N64 – zurücklässt. Den Auftakt bildet „Miss Daisy“ Madonna, die von ihren schwarzen Chauffeuren Ronaldo und Ronaldinho in einem Mad-Max Karren aus den Katakomben ins Stadion gefahren wird. Danach folgt „Seven Nation Army“ intoniert von einem Orchester und den Muppets, wie immer mit Anima“ an den Drums. Der hat zumindest bereits Bühnenerfahrung, hat er doch eines der besten Duette der Welt mit Rita Moreno hinter sich gebracht. Es folgt BTS, der lebende Beweis das „Korean Skincare“ wirklich funktioniert und im Anschluss wechselt Ted Lasso, ein Fussballtrainer bekannt aus Funk und Fernsehen, Justin Bieber ein. Doch der hat seine Aufgabe missverstanden und bringt eine Akustikgitarre zu einem Fußballspiel mit. Kein Bier, kein Ball, keine Trainingsleiberl, nein, eine Gitarre. Toll, Justin, ganz toll. Dann sumst er uns noch ca. 42 „Hallelujas“ ins Ohr, bevor es endlich Shakira ihre Latino-Ritmos präsentieren darf. Und zum Abschluss heißt es endlich: Kann denn nicht wenigstens einer an die Kinder denken? Chris Martin hat Erbarmen mit uns und schickt eine frohlockende Kinderschar aufs Parkett, die eine Hymne zum Thema „Love“ singt. Ist eine gute Botschaft. Wichtig wär halt, wenn sich die Kackbratzen von World-Leaders an diese Botschaft endlich halten würden. Nach 28 Minuten ist die Show dann vorbei, der Rasen wird noch 7 Sekunden gewässert und weiter geht der werbefreie Block.

Zweite Halbzeit

Argentinen startet giftig in die zweite Hälfte und knüpft nahtlos an die ersten 20 Minuten des England-Spiels an. Hart, immer an der Grenze des Unfairen, und am Lamentieren wie der berüchtigte „Ende Riedmann“ aus Luschnau. Doch es hilft nix – Spanien bleibt überlegen, Argentinien blass wie das kalbende Schelfeis vor Patagonien. In der 66. Minute dann die erste Topchance der zweiten Hälfte. Lamine Yamal erreicht gerade noch so einen Ball und flankt auf den eingewechselten Ferran Torres, der aber auch ein bisschen überrascht ist und den Ball zu zentral aufs Tor bringt. In der 70. Minute erschöpft dann der argentinische Coach Scaloni sein Wechselkontingent, er muss einen weiteren Verteidiger verletzungsbedingt auswechseln und bringt zusätzlich eine frische Kraft. Damit ist die komplette Vierer-Kette der Südamerikaner umgebaut, und das bei einem WM-Finale. In der 75. Minute dann eine Doppelchance der Spanier. Zuerst durch Pedri von der Strafraumgrenze und dann durch Rodri aus ähnlicher Distanz. Argentinien findet nicht statt, weder auf dem Feld noch auf den Falklandinseln. Zu guter Letzt fliegt der Argentinier Lucas Hernandez vom Platz, nach einer unfassbar dämlichen ersten gelben Karte wegen Lamentierens zerlegt er in einem wilden Duell seinen Gegenspieler und sieht vollkommen zurecht Rot. In der 94. Minute noch eine gute Chance per Freistoß von Yamal, aber Martinez hält und die Partie geht in die Verlängerung. Auch in Halbzeit zwei hat Argentinien keinen einzigen Torschuss. Wahnsinn.

Verlängerung

Das Spiel bleibt wie es war. Spanien drückt. Und drückt. Doch Argentinien kommt dem Elfmeterschießen immer näher. Nico Williams dann aus dem Nichts mit einem Tor – doch ein non-existentes Foul führt dazu dass der Treffer aberkannt wird. Warum der VAR sich nicht einschaltet? Man weiß es nicht. Ein weitere Chance durch Superjoker Merino geht knapp an der Stange vorbei. Die erste Hälfte der Verlängerung ist vorbei, Argentinien wartet immer noch auf den ersten Torschuss. Und dann….Tooooooooooooooooooooooooooooooooooooor durch Ferran Torres! Wie verdient ist dieser Treffer. Porros Flanke, Nico Williams legt zurück und Ferran Torres drischt den Ball ins Netz. Hochverdient. Spanien wackelt noch ein bisschen, aber am Ende bringt Spanien den Sieg über die Zeit.

Spanien ist Weltmeister nach Verlängerung!

Tipptoto

Es hat sich gestern bereits ein bisschen angekündigt, und mit dem Sieg Spaniens ist es nun Gewissheit: „Ihr habt doch alle keine Ahnung“ erfüllt sich sein Sommermärchen und gewinnt die diesjährige Ausgabe des Tipptotos mit 178 Punkten. Herzliche Gratulation, eine fantastische Leistung. Mit 177 Punkten und somit lediglich einen Punkt dahinter kommt Digolo als Zweiter ins Ziel, dicht gefolgt von Flo Pro mit 176 Punkten.

Stonaldo schnappt sich den 4. Platz, er hat die Verlängerung richtig gerochen und holt alle möglichen 14 Punkte von heute. Doch auch ohne diesen richtigen Tipp wäre er Vierter geworden, denn die Fünftplatzierten brini02, Lorenzo und NiciRez04 haben mit 169 Punkten schon einen kleinen Respektabstand zur Spitze. Die Top 10 werden komplettiert vom Ehrenseebrünzla67 und von Flapo. Doch halt – das war noch nicht alles….wie bei Horst Fuchs in seinem Mediashop haben wir noch was: Denn der Tipico-Tipp ist ja außer Konkurrenz. Deshalb rutschen Gregor-itsch (der seinen Sohnemann somit paniert hat), Ida, Ivan Campo und REZINEK noch gerade so in die Top 10. Herzliche Gratulation an alle!

Der beste Nichtspanier ist übrigens cle1860, er ist mit seinem Weltmeistertipp Argentinien auf dem 38. Platz gelandet und hätte das Ding geholt, wenn die Gauchos gewonnen hätten. Und unser Langzeiführender Hopp Schwiz verzeichnet heute den größten Absturz, für ihn geht es knapp an die Top 50 hin. Aber ohne den richtigen Weltmeister getippt zu haben ist das ein sehr respektables Ergebnis.

Wir danken euch fürs Mitmachen und Mitfiebern, und wir melden uns die Tage hier noch mit dem offiziellen Ergebnis. Bleibt uns gewogen.

Was war denn das!? Oder doch nur „Goldene Ananas“?

Alle Jahre wieder kocht sie hoch, die Diskussion um das Spiel um den 3. Platz… „wertfrei, uninteressant, es geht um nichts mehr, Freundschaftsspielcharakter“, etc. … Man kann dazu stehen wie man will und ob es eben zum Beispiel ein versöhnliches Ende für einen der Halbfinalverlierer ist, oder ob es eben wie in anderen Sportarten einen Dritten gibt, damit das Stockerl komplett ist.
Egal wie, das Spiel um den 3. Platz 2026 zwischen Frankreich und England war richtig unterhaltsam und das trefferreichste Spiel um Platz 3 aller Zeiten. Hallelujah.

Aber von Anfang an:
Beide Teams rotierten in den Startaufstellungen und die Trainer begründeten dies mit sehr müden Beinen der Spieler aufgrund der Strapazen der letzten Wochen. So ließ England ihre Topspieler Bellingham und Kane auf der Bank und die Franzosen verzichteten auf bspw. Dembelé, Upamecanco, etc.
Somit waren andere Spieler in der Verantwortung, die „unbeliebte Pflichtaufgabe“ zu erfüllen und das Spiel wurde pünktlich um 23 Uhr (lt. österreichischen Uhren) angepfiffen und es folgte bereits in Minute 3 der erste Treffer. Declan Rice brachte England, das mit viel Schwung startete, mit einem sehenswerten Treffer in Führung.
Die Three Lions spielten im Anschluss halbherzig agierende Franzosen in der ersten Halbzeit mit einem lauten ROOAARR regelrecht an die Wand und führten zur Pause durch weitere Treffer von Ezri Konsa sowie einem Doppelpack von Bukayo Saka mit einem unglaublichen 4:0.
Didier Deschamps als scheidender Trainer der Grande Nation war bedient und man konnte ein historisches Debakel vermuten.

Nach dem Seitenwechsel tauschte Frankreich auf 4 Positionen und kam wie ausgewechselt zurück: Tempo, Zug zum Tor, plötzliche Zweikampfstärke. Und so kam es, dass Kylian Mbappé (2) und Bradley Barcola innerhalb von 18 Minuten auf 4:3 verkürzten – plötzlich war das Spiel wieder völlig offen und das Momentum sprach français.

Das Drehbuch der Partie schlug jedoch noch ein paar Haken, denn erst griff der Mann des Abends wieder zu: Bukayo Saka verwandelte einen Elfmeter und machte damit seinen Hattrick perfekt: 5:3.
Der eingewechselte Ousmane Dembélé brachte Frankreich noch einmal auf 5:4 heran, ehe Jude Bellingham mit einer Energieleistung in der Nachspielzeit mit einem Solo zum 6:4 „Rien ne va plus“ machte.

Statistische Schmankerl:
– Bukayo Saka erzielte den ersten englischen Hattrick in einem WM-Spiel seit Geoff Hurst 1966 – und das ausgerechnet im Spiel um Platz drei.
– Kylian Mbappé traf doppelt und schraubte sein Turnierkonto auf 10 Tore – damit führt er das Rennen um den Goldenen Schuh an und stellte einen historischen Bestwert mit 22 WM-Toren auf. Er führt nun mit einem Treffer vor Lionel Messi, der allerdings im Finale noch nachlegen könnte.

Ein mehr als bronzener Tag war es im Tipptoto auch für Ihr habt doch alle keine Ahnung, Digolo, Mahatja Gandi, Nox, TottoOtto, busy petting the cat, SR, Speedy2489, Flexi und Köbi.
Sie schrieben alle mit 5 Punkten für den richtigen Dritten an und konnten sich im Ranking verbessern.

Für Ihr habt doch alle keine Ahnung und Digolo ging es heute nicht um die Goldene Ananas, sondern um einen Sprung an die Tabellenspitze! Wir haben also zwei neue Führende mit 166 bzw 165 Punkten. Und das nun nach dem 103. Match von 104. Der Final Countdown ist eingeläutet und die Rechenspiele haben begonnen.
In den Top 10 finden sich 11 Spanien-Tipps und 1 Argentinien-Tipp.

Wer das Rennen um die Tipptoto-Krone macht, entscheidet sich heute Abend! Auch der Finalausgang (90 Minuten, Verlängerung oder Elfmeterschießen) könnte durch die Punktegebung das Zünglein an der Waage sein.
Jetzt ist somit das Vorgeplänkel vorbei – es geht um Alles! Viel Spaß beim Finale!

Zweites WM-Halbfinal: Das war ENG und ARG!

Man hätte es sich schon bei den Hymnen denken können, bei denen die Fans den Gesang des jeweils anderen Teams mit einem gellenden Pfeifkonzert übertönen. Das wird eine heiße Partie.  

Und es dauert nicht lange bis es zur ersten Rudelbildung der Teams kommt. Wir sehen immer wieder ein Gezerre, ein Gerangel, Ringel-Rangel, ein Rempler da, ein Stößchen hier. 

Es herrscht aber nicht nur Entfremdung auf dem Platz, es gibt auch ganz viel Nähe, Umarmungen und Einhängen beim Gegenüber. Letztlich rollen Argentinier und Engländer immer wieder paarweise eng umschlungen über den Rasen. 

Was wie der Fiebertraum Dreizehnjähriger aussieht, die ihre erste Liebe bei der Sportwoche am Ossiacher See auf dem Klo der Dorfdisco finden, ist in Wirklichkeit ein hochintensives, hochemotionales Halbfinale, das zwar kaum Chancen, jedoch viel Spannung bietet. 

Die größte Leistung freilich bietet bisher der Schiedsrichter. Abgeklärt zieht er jedem „Trash Talk“ (Zitat Martin Harnik) den Zahn und holt sich den Respekt der Spieler. Die erste Gelbe gibt es dann tatsächlich erst nach einem Triple-Foul, bei dem Messi ordentlich in die Mangel genommen wird. Die zweite dann nach langem Gezerre und taktischem Chancenvermasseln von Martinez. Bisweilen über alle Kritik erhaben. 

Torlos geht es in die Pause.

Halbzeit zwei beginnt und gleich zu Beginn kommt Alvarez mit einer Doppelchance über rechts. Dann in der 55. Minute, in einer Phase, in der Argentinien eigentlich besser ist, fällt das 1:0 für England. Kane passt auf Rogers, der rechts an die Strafraumgrenze zieht und zentral vors Tor flankt. Gordon lenkt den Ball ins Tor, so schnell kann es gehen. 

Argentinien lässt sich davon allerdings nicht beeindrucken und drückt nur noch entschlossener.

Diese – manchen nennen es „Leidensfähigkeit“ – kumuliert dann in einer Großchance für Argentinien nach einer Flanke von Messi auf Gonzales, der den Ball ins linke Eck drücken möchte. Allerdings hat er die Rechnung ohne England-Törhüter Pickford gemacht, der die Three Lions mit einer Glanztat in die Hydration Break rettet.

Aber auch nach der Trinkpause zeigt Argentinien, dass dieses Spiel noch lange nicht entschieden ist. Zwei Chancen nach Flanken, zweimal Abschluss per Kopf von Mac Allister. Und nur zwei Minuten später die nächste Chance, wieder per Kopf, diesmal Gonzales, der das Tor nur knapp verfehlt. 

Die Antwort von Tuchels England: Einwechslung von O’Reilly und Zwei-Meter-Hühne Burn. Fünferkette. Ob diese Taktik des Mauerns aufgeht, wird sich weisen. 

Nein, wird sie nicht. 

Argentinien wird mit einem Tor belohnt. Enzo Fernández trifft mit einem schönen, aber nicht unhaltbaren Schuss. Pickford, der bis jetzt auf der Linie eigentlich immer richtig stand, pickt im kurzen Eck und kommt dann nicht mehr fort zum Ball. Guess, he did noch pick the right corner… Es steht 1:1.

Und irgendwie spielt jetzt nur noch Argentinien. 

England sollte schleunigst was unternehmen, weil es glaubt ja niemand wirklich, dass das Momentum in der Verlängerung zurückkommt. Und dann ist es schon da, das 2:1 für Argentinien. Martinez per Kopf, völlig verdient. 

Der Cheddar ist gegessen. Der Cracker ist gekrackt. Das Ale ist alle. 

Argentinien im Finale. 

England zurück auf die Insel. 

Tuchel wieder nach Deutschland? 

Die wichtigere Frage, zumindest fürs Erste ist aber, wie wirkt sich diese Partie auf das aktuelle Tipptoto-Ranking aus? 

63 von 213 haben Argentinien ins Finale getippt und Flo Pro übernimmt sensationell die Führung im Ranking.

Messi über alles? Nicht wirklich, unter den aktuellen Top 10 glaubt nur cle 1860 an den Titel für Argentinien. 

Den größten Sprung nach vorne und zwar um satte 39 Plätze machen Capybara, sid und Stephanderl. Einen nicht minder großen Satz macht Emiliano (+38 Plätze).

Der Rest geht heute leer aus. Das tut weh, besonders leiden heute $owitasgoht, Jay-Jay, Jenny&Riley, Kle und TRTB, die 18 Plätze im Ranking einbüßen.

Trotzdem sage ich euch, seid nicht traurig. Es stehen noch zwei spannende Spiele bevor und selbst wenn die Top 10 nicht mehr in Griffweite sind, ein respektables Ranking lässt sich mitunter immer noch herausholen.

Gastbeitrag von Toni Postler

Eine Meisterleistung

Spanien steht vollkommen zurecht nach einer spielerischen Glanzleistung im Finale der diesjährigen Fußball-WM. Mit unglaublicher taktischer Disziplin kaufen die Iberer den Franzosen le Schnéid ab und bescheren Didier Deschamps einen Nationalfeiertag zum Vergessen. Bei Frankreich lief nichts zusammen. Olise blass. Mbappé und Dembele bemüht, aber glücklos. Verletzungsbedingter Tausch in der ersten Hälfte. Ein saublöder Elfmeter. Und die gegen Null tendierende taktische Flexibilität wie wir sie sonst nur von Josef Hickersberger kennen. Das alles führt zu einem verdienten Ausscheiden der Equipe Tricolore, die nie in diesem Spiel auch nur den Ansatz einer Chance hatte. Spanien hingegen überzeugte auf allen Linien. Taktische Diszipliniertheit gepaart mit persönlichen Bestleistungen zeichneten das gestrige Spanien aus.  Unai Simon zweimal hellwach beim Herauslaufen. Oyarzabal mit Nerven aus Stahl vom Elfmeterpunkt. Olmo und Cucurella (Zitat Bockers Sarah: „Der Typ isch jo nur Füaß und Hoor!“ ) fressen Kilometer wie mein Rasenroboter Ende Mai. Jeder ist für jeden da, jeder weiß was er zu tun hat und die Abstimmung passt. In der 75. Minute dann ein Symbolbild: Während Spaniens Wechselspieler und Betreuterteam komplett steht und seine Leute dem Sieg entgegenpeitsch, sitzt bei Frankreich alles auf der Bank und „macht an Grind“ wie 10 Tage Regenwetter. Kein Glauben an den Sieg, kein Feuer, keine Emotion. Die Marsellaise ist verstummt, und die Franzmänner summen leise „Voyage Voyage“ und sehnen sich unter ferne Oliven. Spanien steht mit diesem 2:0 Sieg völlig verdient als erster Finalteilnehmer fest.

Knapp die Hälfte – nämlich 109 Tipperinnen und Tipper – haben Spanien ins Finale getippt. Es ist nach dem ersten Halbfinale auch nicht verwunderlich, dass Platz 1-15 fest in den Händen jener ist, die auf Spanien getippt haben. Mit Ausnahme von Hopp Schwiz, der immer noch von seiner starken Vorrunde zehrt, aber dessen Weltmeister schon längst Cocktails ins Estoril oder Belem schlürft. Das wird sich aber nach dem zweiten Halbfinale mit Sicherheit ändern.

Den größten Sprung nach vorne macht Pengsti, er klettert um 31. Ränge nach oben und nistet sich auf Platz 133 ein. Katzenjammer hingegen bei den Kollegen CRS07, sid und Stephanderl, sie büßen 37 Plätze ein und rangieren nur noch knapp in den Top 100. Ganz hinten bleibt SAKA, vor ihr Momo2011 und evicka. Ein letztes Aufbäumen kommt von den Prälatendamm Kickers, er arbeitet sich langsam, aber stetig in Richtung Top 200.  

Das Rennen an der Spitze ist jedenfalls unfassbar knapp. Derzeit liegt Lorenzo in Führung, sein zweiter Finalist ist England. Auf Platz 2 liegt Flo Pro, mit Argentinien als zweiter Finalteilnehmer. Ivan Campo auf Platz 3 hat ebenfalls England im Finale, und Ihr habt doch alle keine Ahnung auf Platz 4 wiederum Argentinien.

Das heutige Match wird eine erste, kleine Vorentscheidung liefern.

Macht Sinn, odr?

Es macht einen kleinen Monk wie mich unrund. Wir hatten das erste Viertelfinale am Donnerstag. Und das zweite Viertelfinale am Freitag. Und jetzt? Zwei Viertelfinale am Samstag. Und Warum? Nur für den Kick für den Augenblick um solche kleinen Ordnungsfanatiker wie mich aufzuziehen? Die Anstoßzeiten heute sind deshalb auch extra-bescheiden, nämlich 23:00 und 03:00 Uhr MESZ.

England – Norwegen: 2:1 n.V.

Bei angenehmen 32°C und 75% Luftfeuchtigkeit wird das Spiel z‘Miami dunna angepfiffen. Der Beginn der Partie gehört ganz klar England, ohne zwingend zu sein. Insgesamt aber harmlos, der einzige Gewinner ist Englands  Ballbesitzstatisitk und Jordan Pickford, der schon fast den Campingsessel mit dem Dosen-Guinness und das Sonnenschirmchen rauskramt. So plätschert das Spiel bis zur echten Getränkepause, die wie üblich genutzt wird um taktisch nachzubessern. Norwegen verteidigt per sofort deutlich höher und geht den Engländern bereits tief in der eigenen Hälfte an die Wäsche. Vor allem der Innenverteidiger Stones ist vom norwegischen Gefummel sichtlich irritiert und mit einem ungezwungenen Fehler ermöglicht er Haaland beinahe die Führung, doch Pickford ist aufmerksam. Es folgt eine weitere Chance von Haaland und die Wikinger bleibt am Drücker. In der 36. Minute wird der Mut mit dem 1:0 belohnt. Balleroberung gegen Kane (kein Foul!) und dann Schjelderup mit halb Flanke, halb Torschuss (ein Florschuss?) über Pickford hinweg ins Kreuzeck…geiles Ding. Im Anschluss wird die Partie immer besser, es ergeben sich Chancen für beide Mannschaften. Und England kommt tatsächlich vor der Pause zum Ausgleich. Nach einem Ausschuss von Nyland fliegt der Ball mutmaßlich gegen ein Kamerakabel, und fällt einem Engländer vor die Füße. Danach passt Gordon scharf zur Mitte, Bellingham tankt sich gegen vier (!) Norweger durch netzt ein…ein herrlicher Treffer. Mick Jagger – der mit seinen Rolling Stones gerade das unglaubliche 25. Studioalbum veröffentlicht hat – und David Beckham sind deutlich erleichtert. Mit dem 1:1 geht es in die Pause.

In Halbzeit zwei startet Norwegen deutlich besser in die Partie und geht in der 58. Minute vermeintlich in Führung. Ecke von rechts, Kopfball und Parade von Pickford direkt in die Füße des Innenverteidigers Heggem, der mühelos die Wuchtel über die Linie drückt. Doch der Treffer zählt nicht. Vor dem Eckball hat Haaland seinen Gegenspieler etwas zu deutlich wegbugsiert, das Tor wird zurückgenommen und der Eckball wiederholt. Dieser verläuft ins Leere. Die Three Lions sind in dieser Phase nicht existent und überlassen das Feld fast komplett ihrem Gegner. In der 75. Minute die nächste Top-Chance für die Männer in Rot: Ein Querschläger findet den Weg zu Aursnes doch die Latte verhindert die erneute Führung. Mit weiteren Chancen hüben wie drüben geht es in die Verlängerung.

Diese beginnt mit einem Paukenschlag: Zuerst Glanzparade von Nyland gegen Kane. Danach ein Stinker von Nyland nach einem Schüsschen von Rodgers. Der Held des Brasilienspiels wehrt einen harmlosen Ball nach vorne ab und Bellingham hat keine Mühe, den Abpraller zu verwerten. Doppelpack des Real Madrid Stürmers. Was für eine Maschine. Dieser Kerl hat in 59 Länderspielen bereits 12 Tore erzielt. Und der ist vor 2 Wochen erst 23 Jahre alt geworden. Danach fast Elfmeter für die Engländer, aber der VAR nimmt das Foul als sog. „Cheap Foul“ zurück.  Und die Engländer bringen den knappen Sieg über die Runden, stehen im Halbfinale und „Wonderwall“ hallt durch das Hard-Rock-Stadium.

Argentinien – Schweiz: 3:1 n.V.

Im letzten Viertelfinale kämpfte die Schweiz gegen das übermächtige Argentinien um ihren ersten Halbfinaleinzug. Die Partie beginnt aber ganz und gar nicht für die Eidgenossen rund um Trainer Yakin. Nach 10 Minuten geht der Favorit durch Mac Allister bereits in Führung. Danach tut Argentinien zuwenig und bleibt harmlos. Es folgen umkämpfte, aber langweilige 30 Minuten bis hin zur Pause. Nach der Pause kamen die Schweizer immer besser ins Spiel und belohnten ihre Mühen mit dem Ausgleichstreffer in der 67. Minute. Das Momentum kippte in diesem Moment deutlich, war die Schweiz doch jetzt deutlich aggressiver und hungriger. Nur vier Minuten später hat Sennmeister Embolo dann eine fantastische Idee. Bereits gelb vorbelastet packt der Schweizer eine Schwalbe gegen Paredes aus. Der Schiedsrichter fällt auch darauf ein und zeigt dem Argentinier gelb. Doch der VAR schaltet sich ein und Pinheiro sieht sich die ganze Sache am Noarrnkastl an. Die einzig logische Entscheidung: Gelb für Embolo wegen Schwalbe und somit Gelb-Rot. Darf das einem so erfahrenen Mann, mit 91. Länderspielen auf dem Buckel, passieren? Es folgt eine Schweizer Abwehrschlacht, man will sich erst in die Verlängerung mauern und dann bis ins Elfmeterschießen kommen. Ersteres funktioniert noch, doch in der Verlängerung macht Argentinien in Form von Alvarez (Traumtor!) und Martinez den Sack zu. Argentinien steht im Halbfinale.  

Somit sind die FIFA-Weltranglisten Plätze 1-4 im Halbfinale. Macht Sinn, odr?

Noch einmal 10 Punkte gab es heute zu holen. Knapp ein Viertel unserer Runde, 49 von 213 Tippern, machten heute die volle Punktzahl und holten sich die 10 Punkte ab. Darunter befinden sich zum Beispiel Lorenzo, Flo Pro und Eggu, die allesamt in die Top 10 vorstoßen und alle vier Halbfinalisten richtig getippt haben. 20 von 20 Punkten – Respekt. Doch auch Digolo, Thomas68, Cle0816, der Dirty Sanchez, Partenopeo, m4v und Stephanderl haben heute 10 Punkte geholt und dürfen sich über Rangverbesserungen von bis zu 44 Plätzen freuen.

Eine Nulllohnrunde mussten heute insgesamt 53 Abgeordnete unseres hohen Rates hinnehmen. Flexx erwischt es am schlimmsten, er rauscht von Platz 55 auf Platz 99 und verliert 44 Ränge. Auch Finniboy, Jonnyy, Datz, Opa Oski, Jasi Kobmon und Carooney gehen heute leer aus.

In Führung bleibt Hopp Schwiz (mein Beileid) vor Lorenzo und Flo Pro.

Jetzt erstmal ein paar Tage Pause – das tut uns allen (und auch unseren Tastaturen) gut.

Bis dann im Halbfinale!

Der Halbfinalkracher ist perfekt

Das zweite Viertelfinale in L.A. bestritten bis dato schnörkellose Spanier und bissige Belgier. Kommentiert wurde das heutige Match von Team Xiberg: Oliver Polzer, der gerne seine Oliven am samstäglichen Markt in Dornbirn einkauft und Michael Liendl, der gebürtige Vorarlberger und Kicker des FC Nenzing und FC Thüringen (mit weiteren unwichtigen Stationen bei Hobbyvereinen wie der Austria Wien, Fortuna Düsseldorf und Twente Enschede). Schiedsrichter ist Michael Oliver aus England, der (so viel darf man vorwegnehmen) eine hervorragende Partie pfeift.

Es entwickelt sich von Beginn an ein munteres Spielchen, mit den erwarteten Verläufen. Spanien kombiniert munter von links nach rechts nach links nach rechts nach links nach rechts und wartet auf die Lücke. Belgien wartet. Und wartet. Und wartet. Und verteidigt ziemlich gut. Keine Partie zum Zungenschnalzen, aber schön anzusehen allemal. Oliver Polzer deutet an, dass er schon schlechtere 0:0 gesehen habe. Vielleicht meint er ja zum Beispiel das Spiel England gegen Nigeria bei der WM in Südkorea und Japan, bei der Polzer das erste Mal kommentieren durfte? Ja, seit mehr als 20 Jahren kennen wir ihn schon. Hier übrigens für Puristen das damalige Match in voller Länge im britischen Originalkommentar (Anfrage beim ORF-Archiv läuft). Anyway: In der 30. Minute ist der Bann für die Spanier gebrochen. Pedro Porro mit der scharfen Hereingabe, Olmo spitzelt aufs Tor, Courtois kann nicht festhalten und Ruiz staubt ab. Allgemeine iberische Erlösung macht sich breit. Spanien bleibt am Drücker und zaubert nun auch das eine und andere Mal, allen voran „Yamine Lamal“ (sic!). In der Zwischenzeit gibt es von Schiri Michael Oliver einen rüden Rempler gegen Dani Olmo – aus unserer Sicht rein Rot. Olmo nimmts mit Humor, wissend dass Spanien sowieso im Ballbesitz geblieben wäre. Doch genau in diese Hochphase hinein folgt die kalte belgische Dusche. Mit dem ersten nennenswerten Angriff gelingt Belgien der Ausgleich – De Ketelaere ist per Kopf nach einer Flanke von rechts zur Stelle. Mit diesem 1:1 geht es in die Pause.

Kurz nach dem Anpfiff zur zweiten Hälfte verrät uns Michael Liendl noch, dass auch er schon schlechtere Stadien gesehen habe, als der Fünf-Milliarden-Tempel namens SoFi Stadion in Los Angeles. Er könnte vielleicht den berühmten Kanaldeckelplatz der Energie Birkenwiese gemeint haben (herzliche Gratulation zum Jubiläum, übrigens!). Oder den „Katzenmutterplatz“ der Viktoria in Bregenz, dessen verschossene Bälle von der noch niemals gesehene Katzenmutter verflucht werden und einem das Pech am Schuh klebt. Der Fluch kann nur aufgehoben werden, in dem man 3x schnell OTTAKRINGER-OTTAKRINGER-OTTAKRINGER rückwärts murmelt und das Blech exxt.  Funktioniert jedenfalls sehr zuverlässig.

Am Feld des schnöseligen SoFi-Stadiums bleibt derweil alles beim Alten…Spanien passt sich durch die Reihen und wird immer stärker, was auch an der Hereingabe von Ferran Torres, Nico Williams und gegen Ende des Spiels Mikel Merino liegt. Und wieder ist es der Super-Joker Merino, der, nicht wie gegen Portugal in der 91. Minute, sondern in der 88. Minute den Siegtreffer zum 2:1 erzielt. Aber: Dieses Mal unter tatkräftiger Mithilfe von Belgiens Ersatzkeeper Lammens, der einige Minuten zuvor für den verletzten Courtois eingewechselt wurde. Die Elf von De la Fuente bringt die Führung hochgradig ungefährdet ins Ziel und steht im Halbfinale. Belgien konnte das Spiel für eine gewisse Zeit offenhalten, so richtig gefährlich wurden die Pommesbomber von der Nordsee jedoch nie. Am Ende ein hochverdienter Sieg und wir dürfen uns auf einen echten Hochkaräter im Halbfinale freuen: Frankreich vs. Spanien.  

Das. Wird. Ein. Fest.

Bringt ein Sieg des amtierenden Europameisters die Tipptoto-Tabelle ins Wanken? Die Antwort ist Nein. Die ersten 38 Plätze haben allesamt auf das Weiterkommen von Spanien gesetzt. Ganze 187 von 215 Personen haben heute fünf Punkte gemacht. Die Veränderungen in den Platzierungen sind also eher von der marginalen Seite. Außer bei der „Brigade Anti-Iberia“ mit ihrem Leader bebene. Er hat auf das Ausscheiden von Spanien getippt und stürzt als hochrangigstes Mitglied von Rang 15 auf Rang 39 ab. Seine Gefolgsleute – darunter Deif, Slotmachine, CRS07, Joschi, Köbi, Prinzessin Glitzer, Lux, Gusi und Henne – tun es ihm gleich und gehen heute leer aus. Allesamt rutschen sie 20-30 Plätze nach hinten.

In Führung bleibt weiterhin Hopp Schwiz mit inzwischen 147 Punkten und bereits ausgeschiedenem Weltmeister vor $owitasgoht, Ivan Campo und Jenny&Riley mit 142 Punkten. Dicht auf den Fersen ist ihnen Tombalambomba auf Platz 6 sowie Dan Tan, Norbert Nachtweih auf Platz 7 und das Triumvirat rund um Schürrles Korlheinz, Lorenzo und Stonaldo auf dem geteilten 9. Platz.  

Morgen geht es dann weiter mit England gegen Norwegen. Bleibt uns bis dahin gewogen.

Vive la Victoire!

Les Bleus servieren Couscous à la Défense – Frankreich tanzt ins Halbfinale!

Oh là là! Frankreich hat im WM-Viertelfinale gegen Marokko nicht nur Baguette und Camembert aufgetischt, sondern auch feinste Fußballkunst (trotz verschossenem Elfmeter von K. Mbappé). Die Les Bleus spielten mit der Eleganz eines Pariser Kellners, der selbst mit drei Tellern und einer Flasche Rotwein keinen Tropfen verschüttet.

Marokko kämpfte leidenschaftlich, rannte, grätschte und verteidigte mit der Hartnäckigkeit eines Souk-Händlers beim Feilschen. Doch Frankreich antwortete ganz französisch: mit Savoir-faire, einer Prise Joie de vivre und zwei Treffern, die so präzise serviert wurden wie ein perfekt gebackenes Croissant.
Incroyable! – Mbappé machte in seinem 20. WM-Spiel sein 20. Tor.

Am Ende hieß es: Au revoir, Maroc! – aber mit großem Respekt für ein starkes Turnier. Frankreich hingegen bestellt schon den nächsten Tisch im Halbfinale. Bon appétit, Fußballwelt – les Bleus haben noch lange nicht genug!

Ein Blick auf das Tipptoto-Ranking zeigt: „Fronkreisch“ hat geliefert – und die TipperInnen ebenfalls. Ganze 164 von 215 Tipps setzten auf La Grande Nation als Halbfinalisten. Magnifique!

Entsprechend blieb das Classement fast so unbewegt wie ein Pariser Café-Gast beim dritten Espresso:
– Unter den Top 14 hat sich gar nichts verändert. C’est la vie!
– Nur vereinzelt ging es ein paar Plätze nach unten: Matze Mazzani (-22), CR7² und Loddar MaTeoO (-35), Flexxx (-29), Corni (-31), Krischan2904 (-33), Mizzo (-36) und Nox (-34) – damit ist das Wichtigste aus den Top 100 auch schon erzählt.

Und am Tabellenende? Rien de nouveau. Dort genießt man offenbar ebenfalls lieber die Ruhe als hektische Positionswechsel.

In diesem Sinne: Bon match! Wir freuen uns auf das zweite Viertelfinale zwischen Spanien und Belgien – hoffentlich mit genauso viel Spannung, aber gerne etwas weniger Vorhersehbarkeit. Allez le football!

Die Vierterlfinale stehen fest

Die zwei gestrigen Partien komplettieren unseren Viertelfinalpaarungen. In der Nacht gewinnt die Schweiz gegen Kolumbien mit 4:3 im Elfmeterschießen, nachdem es 0:0 nach 120 Minuten gestanden war.  Unsere Nachbarn kommen damit erstmals seit 1954 (man erinnert sich aus österreichischer Sicht an ein „Wunder“) wieder in ein Viertelfinale. Zitat eines befreundeten Arbeitskollegen und Ehrenbünzli: „Besser als diä Gummihäls und d’Habsborger!“ Man gönnt es den Eidgenossen, die mit ihren berühmten Kuhschellen bei den Fans, taktischer Diszipliniertheit auf dem Rasen und einem Trainer der aussieht wie Mads Mikkelsen an der Seitenlinie zunehmend sympathischer bei dieser WM werden. Ihr nächster Gegner wird die Albiceleste sein, denn Argentinien besiegt Ägypten mit siegt 3:2. In einem unfassbaren Match geht Ägypten in Führung. Danach verschießt Messi einen Elfmeter (seinen bereits zweiten bei der WM – Rekord!), schießt einen Freistoß an die Stange und er und seine argentinischen Kollegen scheitern ein ums andre Mal an Ägyptens Keeper „Schubidubi“ Schubair, der eine Glanzparade nach der nächsten auspackt. Ägypten legt nach, doch in den letzten 13 Minuten dreht Argentinien das Match komplett. Romero, Messi und Fernandez bescheren Argentinien den Sieg. ABER: Zumindest bei zwei Toren hätte sich der VAR einschalten können, oder sogar müssen da in der Entstehung ein Foul an einem Pharaonenkind vorangegangen VAR. So hat dieser Sieg ein leichtes Gschmäckle, dass der Titelverteidiger und Messi bevorzugt worden wären. Ägypten Trainer Hossam Hassan hat in der Pressekonferenz im Anschluss bereits angekündigt kein Spiel bei dieser WM mehr anzusehen. Ob dies aus Gründen des Boykotts gegen die FIFA passiert oder ob er Staffeln 1-3 von Brigdgerton bingewatchen will, ist derzeit nicht bekannt.

Die morgen anstehenden Viertelfinalpartien sind jedenfalls fest in europäischer Hand. 6 der 8 Teams kommen aus Europa. Marokko und Argentinien sind die einzigen Vertreter aus anderen Kontinenten, die noch übrig sind.

Herzliche Gratulation an insgesamt 24 Tipperinnen und Tipper, die heute sechs Punkte gemacht haben. Es ist doch erstaunlich wieviel aus unserer Mitte an die Eidgenossen im Viertelfinale geglaubt haben. Respekt geht unter anderem raus an Aaaaalglatt und Pit (31 Plätze nach vorne – Tagessieg!) sowie Mahatja Gandi, Nico (30 Plätze nach vorne) sowie Bencö, Ellana, Gusi und Lux (26 Plätze nach vorne). Komplett leer sind nicht nur die Pharaonengräber im Tal der Könige, sondern auch die Punktekonten von 26 Leitln nach dem heutigen Spieltag. Don Gilberto erwischt es aus der Führungsgruppe, er fällt auf Platz 21 zurück. Auch MohrenSpezial, Brenno und Österraich aus den Top 100 müssen heute Federn lassen. Ganze 32 Plätze zurück geht es für Francisco Scaramanga und lübi, dicht gefolgt von Riccardo „Mr“ Ovilava, SR und dem Firefighter (29 Plätze Minus). Bemerkenswert ist, dass es jemanden gibt der keine Punkte macht, aber auch keine Plätze einbüßt. OK, es ist eigentlich Mathematik – es ist SAKA auf dem letzten Platz.

Übrigens: unglaubliche 7 von 8 Viertelfinalisten wurden von Kermit, Abeeey viel Fleisch und Nox getippt. Alle drei finden sich im vorderen Drittel wieder und hoffen auf Anschluss an die Spitzengruppe.

Die Trump-Card sticht nicht

Im iberischen Duell lieferten sich Portugal und Spanien lange einen intensiven Schlagabtausch mit vielen Aktionen, aber wenigen klaren Chancen. Portugal um CR7 hielt gut dagegen und hatte auch einen Lattenschuss zu verzeichnen, doch kurz vor Schluss schlug Spanien eiskalt zu: Joker Mikel Merino erzielte in der Nachspielzeit den entscheidenden Treffer zum 1:0. Damit steht Spanien erstmals seit 2010 wieder im WM-Viertelfinale, während Ronaldos wohl letzte Weltmeisterschaft ein bitteres Ende fand (auch wenn man bei Ronaldo nie weiß wie lange er sich noch in die Nationalmannschaft reklamiert).

USA gegen Belgien: Die Belgier zeigten gleich von Beginn an den Gastgebern deutlich die Grenzen auf. Nach zwischenzeitlichem Ausgleich der USA übernahm Belgien das Kommando und gewann am Ende souverän mit 4:1. Charles De Ketelaere traf doppelt, dazu kamen weitere Treffer von Hans Vanaken und Romelu Lukaku. Für die USA war trotz großer Hoffnungen (und politischer Interventionen) Endstation im Achtelfinale.

Und dann war da noch Trump…
Fast mehr Gesprächsstoff als die Spiele selbst lieferte gestern die Aufhebung der Sperre gegen Folarin Balogun nach der Roten Karte. US-Präsident Donald Trump bestätigte, FIFA-Präsident Gianni Infantino um eine Überprüfung gebeten zu haben – Balogun durfte spielen, die USA schieden trotzdem klar aus. Man könnte sagen: Selbst der mächtigste VAR-Anruf der Welt konnte gegen Belgien nichts mehr ausrichten.
Unfassbar, dass die Kasperln bei der FIFA das mit sich machen lassen. Die gesamte Fußballwelt fordert Konsequenzen.

Tipptoto
Unglaublichen 117 von 215 TipperInnen war der Ausgang der Achtelfinalspiele schon vor mehreren Wochen klar und daher sackten Sie für beide heutigen Viertelfinalisten 6 Punkte ein.
Aus den Top10 waren dies: Tipico, $owitasgoht, Jenny&Riley, Tombalabomba, Dan Tan, Norbert Nachtweih, Karlheinz Schürrle, Lorenzo und Stonaldo.

Ja ihr lest richtig, der Langzeitführende Hopp Schwiz hat gestern nicht die volle Punktzahl gemacht. Sein Weltmeister-Tipp Portugal hat sich gestern verabschiedet. Das macht den Verfolgern große Hoffnung, auch wenn sie erstmal einige Punkte gut machen müssen (4 Punkte vor dem 2.).

9 Personen gingen gestern mit leeren Taschen nachhause. Es waren dies Slotmachine, CRS07, Oibaf.Senga, Lux, Lumbini, Henne, evicka, Sophphie und Momo2011.

Der bisherige Tipptoto-Star des Achtelfinales ist Don Gilberto: Er hat wohl einen guten Draht zu Trump und streifte bis dato 18 Punkte ein. Das ist gleichbedeutend mit 6/6 richtigen Viertelfinalisten und dem 12. Platz. Well done!

23 weitere Community-Mitglieder haben zumindest 15 Punkte und somit 5 bisher richtige Viertelfinalisten.

Man darf gespannt sein, was die letzten Achtelfinali noch bringen. Das Rennen ist jedoch gefühlt nun neu eröffnet und der Endspurt ist eingeläutet.