Autor: florian

Testspielbericht AUT-TUN

Bevor sich der ÖFB-Tross in Richtung Santa Clara aufmacht, steht zuerst noch ein Testspiel im Happel-Stadion auf dem Programm. Gegner sind die „Adler von Karthago“ aus Tunesien, die ebenfalls für die WM qualifiziert sind und sich in einer Gruppe mit Japan, den Niederlanden und Schweden befinden. Und die Tunesier sind genau der Gegner, den die ÖFB-Elf braucht – ein Team, das tendenziell tief steht aber technisch stark ist. Bedeutet: Rangnicks Puben müssen das Spiel machen.

Das Aufwärmen beginnt dann mit einem Schock: Christoph Baumgartner spürt einen „Zwicker“ im Oberschenkel und nimmt vorerst auf der Bank Platz. Wir hoffen, da hat sich nur eine Faszie verklemmt.

Die erste Halbzeit nimmt sodann ihren katastrophalen Lauf. Die ersten 10 Minuten sind in Ordnung, danach verliert Österreich den Faden oder eigentlich ein ganzes Seil. Offensiv läuft nix zusammen, alle Flanken von der Seite segeln dermaßen weit an Freund und Feind vorbei, dass die Zuseher aus dem Bezirk Liezen – dort wo die Skifluganlage Kulm steht – instinktiv ein „Ziiiiieeeeeeh“ vor dem Fernseher ausstoßen. Defensiv läuft es nicht besser. Drei Stangenschüsse der Tunesier und eine rote Karte gegen Konni Laimer (Handspiel) sind die Bilanz nach 45 Minuten. Aber immerhin nimmt man ein 0:0 in die Kabine.

Halbzeit zwei startet viel besser. Rangnick nimmt einige Wechsel vor, und diese zeigen sofort Wirkung. Österreich ist (mit einem Mann weniger, wohlgemerkt) die deutlich bessere Mannschaft, das Spiel findet auf Augenhöhe statt. Und mit einem schönen Angriff über rechts (Chukwuemeka auf Posch auf Sabitzer) geht Österreich sogar in Führung. Nur ein paar Minuten später dann das Doppelaluminium für Österreich nach einer Standardsituation – das hätte durchaus das 2:0 sein können doch Friedl und Posch können die Wuchtl nicht im tunesischen Tor unterbringen. Bis zum Ende wird dann eigentlich nur noch wie wild herumgewechselt, kurz dachte ich, Zeugwart Pepi Hrdlicek darf auch noch einmarschieren und sich sein Länderspieldebüt abholen.

Nach insgesamt 12 Wechseln, fünf Aluminiumtreffern, drei gelben und einer roten Karte und einem Tor für Österreich ist dann Ende – Österreich besiegt im letzten Test Tunesien mit 1:0.

Noch eine Woche…

In einer Woche kann viel passieren. Es gab anscheinend mal einen Typen, der hat eine ganze Welt in einer Woche erschaffen. Ehrlicherweise waren es 6 Tage, weil er sich am 7. Tage ein Päuschen gegönnt hat. Wer genau damals die Zeit mitgestoppt hat, ist leider unbekannt.

Oder wer erinnert sich noch an Pat Rafter, der immerhin 1997 und 1998 die US Open gewann? Er war genau eine Woche die Nr. 1 der Tennis Weltrangliste, der „official timekeeper“ wechselte übrigens damals von Citizen (1997) zu Rolex (1998).

Aber viel wichtiger: In genau einer Woche, am 7. Juni 2026 um 21.00 Uhr MESZ, ist Abgabeschluss fürs Tipptoto. Official timekeeper: Die Handgelenke und Smartföner des strengen Organisationskomitees.

Für Kurzentschlossene…

FIFA – das ist Kapitalismus im Endstadion. Horrende Preise werden für Gruppenspiele ausgerufen, für jedes Ticket im Resale kassiert Gianni Infantino ein paar Prozentle und ein lecker Miller Light gibt es sicher auch nicht für ummasus. Doch mit ein paar Tricks kann der preisbewusste Alemanne dem größenwahnsinnigen FIFA-Boss aus dem Wallis ein Schnippchen schlagen. So könnte ein WM-Besuch in unter 48h für schmalen Taler aussehen:

  1. Reiseproviant einkaufen: Ein Liter Alkohol ist erlaubt, damit wäre vermutlich Wein die beste Option um ein gutes Erlebnis im Stadion zu garantieren. Ein Diskonter-Heckenklescher sollte für rund 2 Euro zu haben sein. Zusätzlich sind Müsliriegel sowie Käse und Luschnauer Senf (do würd ned gspart!) Lieferanten für Fett, Ballaststoffe und Kohlehydrate. Zwei Wasserflaschen sind leer mitzunehmen und am Flughafen aufzufüllen Kostenpunkt: ca. 20 Euro
  2. Geeignetes Spiel aussuchen: Klar, Frankreich-Norwegen wird sich nicht ausgehen. Aber wie wäre es zum Beispiel mit dem Spiel Kapverden gegen Saudi Arabien in Houston am 26. Juni um 21.00 Uhr Ortszeit? Da wechselte gerade eben eine Karte der Kategorie 3 für $ 6,94 den Besitzer. Richtig gehört: Sechs Dollar und 94 Cent. Gut, es kommt noch $ 1,04 Spesen dazu, aber das ist doch mal eine Ansage? Ihr glaubt mir nicht? Guggt mal auf den Screenshot.
  3. Flug und Übernachtung auswählen: Hierbei sei gesagt, dass das Flugzeug und der Flughafen euer Hotel ist. Abflug ist am Spieltag am 26. Juni um 12.00 Uhr in MUC. Mit dem Direktflug landet ihr um 16.30 Uhr in Houston. Das sind 11 Stunden Reise- und Schlafzeit und ihr seid 4,5h vor dem Anpfiff des Spiels. Der Flug kostet aktuell 1000 Euro….wer pokern will, kann natürlich auch noch bis zuletzt warten. Der Zug von Bregenz nach München kostet EUR 35.
  4. In Houston: In Houston braucht ihr dann ein Transportmittel zum und vom Stadion. Mit dem Bus kommt ihr für $ 4,50 vom Flughafen nach Downtown und dann mit der Red Line weiter zum Stadion. Die Fahrt dauert 75-100 Minuten. Die Gönner können natürlich einen Uber X für 70 Dollar (pro Strecke) genießen. Nach dem Spiel vertrödelt ihr euch die Zeit Downtown und esst um Mitternacht noch etwas Bergkäse und Senf unter dem texanischen Mond. Vielleicht findet ihr einen kapverdischen Fän, den ihr um ein Bier anschnorren könnt. Um Mitternacht fahrt ihr wieder zurück zum Flughafen, euer Flug geht leider erst am Nachmittag des 27. Juni. Aber am Flughafen kann man mit dem mitgebrachten Nackenhörnchen pennen. Ihr besteigt die Edelkutsche der Lufthansa um 16.30 Uhr Ortszeit und landet um 09.50 Uhr in München. Mit dem Zug fahrt ihr für 35 Euro zurück nach Bregenz und ihr könnt sogar noch den Sonntagskaffee bei Oma mitnehmen.
  5. Weitere Kosten: Man braucht ein ESTA Visum für die USA. Das kostet 40 Dollar und kann elektronisch erledigt werden. Ausser ihr habt mal etwas gegen den Orangenmann gesagt. Dann wirds aber sowieso schwierig.

Insgesamt kommt man also für „NUR“ 1200 Euro in den Genuss eines WM-Spiels auf einem anderen Kontinent. Gut, die Reisezeit von knapp 48h ist nur etwas für Puristen. Aber man hat ein einzigartiges WM-Spiel gesehen (das in dieser Form sicher nie wieder passieren wird!), hat texanischen Flair aufgesaugt und Infantino eine Karte für 6 Dollar abgeleiert.

Traut ihr euch nie!
(Disclaimer: Keine Garantie dass das zeitlich geht)

Tippschein ist raus!

Nun hat der Countdown zur WM endgültig begonnen. Der Tipptoto-Tippschein ist in den Postfächern eingetrudelt (remember, remember, v3.0 zu verwenden!) und kann nun offiziell von euch befüllt werden. Wir haben für euch ein paar Neuerungen in petto, die euch gefallen könnten. Erstens gibt es nun endlich Länderflaggen der teilnehmenden Staaten, damit man sich bei den Gruppen und Spielpaarungen leichter tut. Zweitens gibt es nun beim Herkunftsort ein kleines Dropdownmenü, sodass wir zwischendurch auch (Bundes-)Länderrankings machen können. Ihr habt die Vermutung dass Kärntner besser als Vorarlberger tippen? Am Ende dieses Tippspiels wissen wir es. Legt los, kniet euch rein und schickt uns eure Tippscheine!

Zur Erinnerung…

  • Abgabeschluss Tippschein: 07. Juni (21.00 Uhr)
  • Überweisung bis spätestens 10. Juni
  • Bitte darauf achten, die Version 3.0 zu verwenden

Bis bald!

Tippschein loading…loading…loading…

Die letzten Schliffe werden gerade noch am Tippschein gemacht. Die Zelle A2 muss noch auf Linie gebracht werden, die Farbwahl für die Mappen auf augenfreundliche Hex-Codes formatiert werden (man wird ja nicht jünger) und vielleicht schaffen wir auch noch umlaufende Ameisen. Oder war das Powerpoint? Egal.

=WENN(Tippscheinfertig; „Yeah baby, yeah!“; ELSE „play: jeopardymusic.mp3“)

Wir freuen uns jedenfalls schon sakrisch auf euch und eure Tipps.

Campeones!

Nein, wir meinen weder die italienische Exclave in der Schweiz, das Casino-Resort Campione d’Italia, oder gar den Sänger der Toten Hosen sondern hier und heute huldigen wir natürlich dem frischgebackenen Europameister Spanien…Hut ab vor einem perfekten Turnier von Anfang bis zum Ende, selten war der Titel „Campeones“ so verdient wie dieser hier. In Berlin war jedenfalls ab 20:45 Uhr alles angerichtet für einen perfekten Fußballabend. Tolle Stimmung auf den Rängen (Heimspiel für die Engländer), hervorragendes Geläuf, motivierte Mannschaften. England konnte in Bestbesetzung antreten, während Spanien verletzungsbedingt auf Pedri verzichten musste. Die erste Halbzeit lässt sich aber – einem Großturnier würdig – in einem Wort Abhandeln: Abtasten. Über 45 Minuten lang wurde hin- und hergetastet mal hier, mal da, mal mit dem Fuß, mal mit der Hand. Sogar Lamborghini-Klaus auf St. Pauli wäre von der Abtasterei fasziniert gewesen. 0:0 zur Pause.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag wie ihn vol.at nicht besser herbeischreiben hätte können. Mit der vermutlich schönsten Kombination des Turniers ging Favorit Spanien in Führung: Außenristpass von Carvajal auf Yamal, der zieht wie Arjen Robben selig wieder einmal nach innen, passt im perfekten Moment zu Williams und dieser platziert den Ball an Pickford vorbei ins lange Eck. Spanische Extaçe auf den Rängen, was für ein Treffer. Doch England gab sich nicht auf. Wieder wechselte Southgate, brachte mit Watkins und Palmer die beiden Helden vom Halbfinale und auch heute sollte der Schachzug ausgehen. Mit seiner erst zweiten Ballberührung erzielte Palmer den Ausgleich. Vorangegangen war ein schnelles Umschalten von Saka, Pass zur Mitte auf Jude „Neymar Jr.“ Bellingham, der lässt klatschen und Palmer schiebt das Ding mit der Innenseite von ca. 18m in die lange Ecke. Der (unerwartete) Ausgleich. Das Stadion ist ab diesem Moment fest in englischer Hand, die Fans wollen definitiv nicht nach Hause und peitschen ihre Mannschaft nach vorne. Doch in der 86. Minute enden Englands Titelhoffnungen: Nach einem perfekten Stanglpass hält der eingewechselste Oyarzabal seinen Fuß im richtigen Moment hin und erzielt den umjubelten Führungstreffer. Im direkten Gegenzug klärt zuerst Simon einen Kopfall von Rice, den Nachschuss von Guehi klärt Olmo auf der Linie. Und nach 4 Minuten erlöst der Schiedsrichter die zitternden Spanier und pfeift ab. Campeones, und es fließen los Tränos auf allen Seiten. Was für ein schöner Fußballabend.

Somit hat auch unser Tippspiel für heuer ein Ende genommen: Und wir gratulieren….Trommelwirbel…Mohrenspezial zum verdienten Sieg mit 111 Punkten. Er hat mit Spanien den richtigen Europameister getippt, war seit eh und je in den Top 10 zu finden und macht mit dem Zusatzpunkt für den richtigen Ausgang den Sack zu. Herzliche Gratulation! Es folgen mit drei Punkten Abstand El Sunito auf Platz 2 sowie mit bereits acht Punkten Abstand Darwin und Loddar MaTeO auf Platz 3. Platz 5 geht an MahatjaGandi und darauf folgt Alex1982, Gregor-itsch, Ihr habt doch alle keine Ahnung und Nici25. Erwähnenswert ist, dass sowohl Gandi als auch Alex, IhdakA und Nici mit ihrem Siegertipp in die Top 10 stürmen. Auf Platz 10 schaffen es knapp aber doch Absage als Bayern Trainer, Kle und un poco loco in die Punkteränge und somit in die Geldränge. Herzliche Gratulation!

Den weitesten Sprung nach vorne macht heute noch Evicka, die ganze 88 Plätze gutmacht und sich in die Top 100 kickt. Außerdem wollen wir noch Kärin erwähnen, die lange Zeit um die rote Laterne mitspielte und sich mit dem richtigen Europameister noch auf Platz 140 tippen könnte. Man sieht aber, dass der richtige Europameister alleine noch keinen Sommer macht, sondern man einfach übers ganz Turnier stabil tippen muss. Ganz unten bleibt MoMo, der uns mit seinen Wahnsinnnstipps verzauberte, aber nun auch mit der roten Laterne für die nächsten 2 Jahre leben muss. Partenopeo, der Bologna-Legionär, konnte immerhin 15 Punkte Vorsprung auf den letzten Platz erarbeiten, aber für die nächste WM muss er sich deutlich steigern.

Morgen gibt es dann noch ein paar Statistiken und sonstige Fun Facts zum Tipptoto, aber für heute heißt es gute Nacht…oder besser gesagt Buenas Noches.

Die Furia Loca gegen Allez les beurres

Pfarrer bleib bei deinen Leisten sagte schon der olle Sokrates, als er damals nicht (oder nichts?) wusste. Und Frankreich hätte es eigentlich besser wissen sollen, als sie heute Abend Spanien zum Tanz um das Finalticket baten. Denn die „Leisten“ Frankreichs wären gewesen, kein einziges Tor aus dem Spiel heraus zu schießen, weil dann wären sie sicher weitergekommen. Und was macht die Truppe von Didier Deschamps? Riiiichtig, nach 9 Minuten flankt Mbappe, Fachkollege Kolo Muani nickt lockerlässig zum 1:0 für die Franzosen ein, der Traumstart ist geglückt. Bemerkenswert, dass eine Mannschaft bis ins Halbfinale kommt, ohne ein Tor aus dem Spiel heraus zu erzielen. Doch Sokrates Strafe folgt auf dem Fuß, genauer gesagt auf dem Zauberfüßchen von Lamine Yamal. Der Youngster und Man (Teenager?) of the Match kreuzte in der 21. Minute von seiner Außenbahn nach innen und schlenzte den Ball mit einer sehenswerten Lässigkeit ins Kreuzeck, als ob er das schon jahrzehntelang machen würde. Ein fantastischer Treffer! Und getreu dem Motto „Double or nothing“ setzt Dani Olmo ein paar Minuten später eine starke Einzelaktion nach und es steht plötzlich 2:1. Fortan entwickelt sich ein klasse Spiel bei dem beide Seiten stets gefährlich bleiben. Doch so sehr Didier Deschamps seine Franzmänner nach vorne peitscht, der Ausgleich will nicht mehr gelingen. Exemplarisch seien die Chancen von Theo Hernandez und Mbappe erwähnt, die jeweils in aussichtreicher Position ihre Ausgleichsmöglichkeiten liegenlassen. Und so beißt sich Frankreich am spanischen Jamon Iberico die weichkäseverwöhnten Zähne aus und scheidet aus.

Bei unserem Tippspiel bleibt alles eine enge Kiste. Die Top 10 marschieren fast im Gleichschritt – MohrenSpezial, gefolgt von Loddar MaTeO und El Sunito bilden die Top 3. Dicht auf den Fersen sind Gregor-itsch, der Hexer vom Achmühler, sowie Kle. Aus den Top 10 raus fliegt Kolibri, der als einziger von den Top 30 (!) keine Punkte macht. Erwähnenswert ist , dass Jopinho auf Platz 6 und Simon Wheeldon auf Platz 8 ihren Europameister bereits verloren haben, sich aber dennoch wacker vorn halten können. Den weitesten Sprung nach vorne macht Lady Winnifred Darkmore, besser bekannt unter ihrem Tipptotonamen estrella, die aber ebenfalls Frankreich als Europameister getippt hat und somit keine Chance mehr auf den Gesamtsieg hat. Sie klettert insgesamt 60 Plätze nach oben und liegt kurz vor den Top 100. Doch auch LEILALALA freut sich wie Schnitzel da sie 56 Ränge nach oben klettert, und Rider, Rihard, Simon und Susette machen insgesamt 53 Plätze gut. Freude schöner Götterfunken. Insgesamt 73 Tipperinnen und Tipper haben übrigens Spanien ins Finale getippt und heute 6 Punkte abgestaubt.

Morgen wird dann entschieden, gegen wen Spanien im Finale antritt. Unsere Susi wird die beiden Mannschaften kurz zusammenfassen: „Liebes Finale, für wen entscheidest du dich? Nimmst du Kandidat A, die stets niveauvollen Inselaffen, die im Sturm statt auf Wirbelstürme auf laue Lüftchen setzen und einen absoluten Taktikfuchs als Trainer haben oder entscheidest du dich für Kandidat B, die Gruppendritten von der Asfinag, die beim Einweisen des Staus vor dem Tauerntunnel freundlich sympathisch „naaa links, naaaa rechts“ skandieren und die Asfinag-Warnweste von Balenciaga tragen“. Wer das bessere Ende für sich hat? Wir finden es morgen heraus.

PS: Der wahre Skandal spielt sich aber fernab von München ab. Denn Novak Djokovic versucht auf übelste Weise, den legendären „Gute Nacht“ Spruch von Herbert Prohaska zu stehlen. Der Djoker scheitert aber nicht nur am Meidlinger L sondern auch an Prohaskas Nonchalance. Aber hört selbstrein…Link.

Raubritter, Legendenenden & Langeweiler

Die ersten Viertelfinale sind in trockenen Tüchern. In der ersten Partie des Abends, traf Gastgeber Deutschland auf Spanien. Und dieses Spiel war nervenaufreibend bis zum bitteren, ja sehr bitteren Ende für Deutschland. Doch der Reihe nach. Deutschland ging aggressiv in die Partie und konnte bereits nach 8 Minuten Pedri erfolgreich vom Feld nehmen. Sowohl Kroos (keine Karte – gelb bis rot möglich) als auch Gündogan (keine Karte – gelbe möglich) rasierten ihren Gegenspieler und so musste Pedri bereits in der 8. Minute verletzt vom Feld. Es sollte nicht die letzte fragwürdige Entscheidung von Taylor sein. Danach beruhigte sich das Geschehen etwas, Deutschland kontrollierte das Geschehen doch bis auf ein paar Vorstöße gab es nichts aufregendes mehr in Halbzeit eins. Nach der Pause nahm das Spiel absolut an Fahrt auf. Alles begann mit dem 1:0 durch Dani Olmo, nach herrlichem Querpass von Lamine Yamal. Aber: Was war hier mit der deutschen Abwehr los? Robert „Lotosblüte“ Andrich , Toni Kroos , David Raum und eigentlich die gesamte Hintermannschaft blieben einfach stehen als ob sie die Verbindung zur Matrix verloren hätten. Pepe an einem Tag am Meer ist aggressiver als das, was die Deutschen in dieser Situation zeigten. Olmo ist es egal, er versenkt den Ball unhaltbar für Neuer und Spanien geht in Führung. Nagelsman reagiert sofort, bringt mit Füllkrug einen Stürmer, der in der 70. eine Top-Chance sprichwörtlich liegen lässt und nur die Stange trifft. In der 89. Minute erlöst Wirtz die zitternden Deutschen, und bringt das Stadion in Extase. Flanke Kroos, per Kopf zurückgelegt und Wirt zieht ab – Toooor für Deutschland und somit Verlängerung! Deutschland drückte vehement auf den Sieg, und dann das nächste VAR-Debakel. Musiala zieht von der Strafraumgrenze ab, trifft Cucurella im Strafraum am Arm doch die Pfeife von Raubritter Taylor und auch der VAR bleibt stumm. Warum, wird nie jemand erfahren – eine klare Fehlentscheidung, die Deutschland um die Siegeschance beraubt. Fast im Gegenzug – alles rechnet bereits mit einem Elferschießen – versenkt Merino einen Kopfball unhaltbar im Tor und das Spiel ist aus. Spanien kegelt Deutschland raus, und so geht die legendäre Karriere von Toni Kroos in der deutschen Nationalmannschaft unrühmlich zu Ende. Der einzige Trost ist dass die Deutschen nicht die Heimreise antreten müssen da sie schon zuhause sind.

Im zweiten Kracher des Abends treffen Portugal und Frankreich aufeinander. Die erste Halbzeit ist geprägt von Vorsicht und wenig Nennenswertem. Die „Spannung“ ist so hoch, dass der ServusTV Data-Scientist sogar Zeit hat, alle Ordner zu zählen die dafür aufgeboten sind, um Flitzer von CR7 fernzuhalten. Fun Fact: Es sind ca. 300. Nach der Pause entwickelt sich ein deutlich besseres Spiel, zuerst übernimmt Portugal das Kommando und kommt durch Fernandes zur bisher besten Chance des Spiels. Fast im Gegenzug kommt Kolo Muani ebensofrei zum Schuss, aber die wie immer ist ein Bein dazwischen und so die nächste gute Chance dahin. Diese 12 Minuten Aufregung waren dann für alle Beteiligten zu viel des Guten, und das Spiel geht zurück in den Winterschlaf und in die Verlängerung. Laaangweilig.

In der 3. Minute der Verlängerung, also der 93. Minute, ist est dann soweit. CR hat seinen ersten echten Abschluss, zimmert den Ball aber in den Abendhimmel wie einst Jonathan Soriano. Ein insgesamt enttäuschender Abend des Altstars, der heute (aus dem Spiel) kein SIUUUUUUUU! für uns hat. Und so wogt das Spiel dem Ende entegegen und geht ins Elfmeterschießen. Dort behält Frankreich die Nerven, verwandelt alle 5 Elfmeter gegen Diogo Costa während Joao Felix den entscheidenen Elfmeter verballert. Frankreich im Halbfinale, Portugal ist raus!

Beim Tippspiel kommen wir somit langsam in die heiße Phase. Insgesamt 54 Mitglieder unserer Tippgemeinschaft konnten heute bombastische 8 Punkte einfahren und haben sowohl Spanien als auch Frankreich richig ins Halbfinale getippt. Beste Grüße gehen raus an Der Augur, Maboss, Piotr und Rider, die gleich 42 Ränge gutmachen und sich heute somit am meisten verbessern können. Doch auch fast die gesamten Top 10 können vollzählig anschreiben, an der Spitze bleibt Loddar MaTeO mit 82 Punkten, gefolgt von Nici25 mit 81 Punkten und auf Platz 3 mit 80 Punkten das „Trio Infernale“ Gregor-Itsch, Kle und MohrenSpezial, die offensichtlich immer dasselbe getippt haben. Einzig Joschi muss sich mit einem bitteren Absturz abfinden, er stürfelt von Platz 1 hinunter auf 10.

Insgesamt 15 Tipperinnen und Tipper müssen heute leider gänzlich auf Punkte verzichten, Darunter die gut gestartete Oma Sieglinde, pronsky.beat, Traudel, Igor oder auch Pit und Silli. Ganze 80 Plätze retour geht es für den Firefighter und mit Portugal hat sich auch sein Europameister verabschiedet. Ganz am Ende bleibt MoMo, der mit 38 Punkten bereits mit dem „Laternenfest“ planen darf und vermütlich kein Leiberl mehr auf Platz 222 hat, welcher von Kärin gehalten wird.