Eine Meisterleistung

Spanien steht vollkommen zurecht nach einer spielerischen Glanzleistung im Finale der diesjährigen Fußball-WM. Mit unglaublicher taktischer Disziplin kaufen die Iberer den Franzosen le Schnéid ab und bescheren Didier Deschamps einen Nationalfeiertag zum Vergessen. Bei Frankreich lief nichts zusammen. Olise blass. Mbappé und Dembele bemüht, aber glücklos. Verletzungsbedingter Tausch in der ersten Hälfte. Ein saublöder Elfmeter. Und die gegen Null tendierende taktische Flexibilität wie wir sie sonst nur von Josef Hickersberger kennen. Das alles führt zu einem verdienten Ausscheiden der Equipe Tricolore, die nie in diesem Spiel auch nur den Ansatz einer Chance hatte. Spanien hingegen überzeugte auf allen Linien. Taktische Diszipliniertheit gepaart mit persönlichen Bestleistungen zeichneten das gestrige Spanien aus.  Unai Simon zweimal hellwach beim Herauslaufen. Oyarzabal mit Nerven aus Stahl vom Elfmeterpunkt. Olmo und Cucurella (Zitat Bockers Sarah: „Der Typ isch jo nur Füaß und Hoor!“ ) fressen Kilometer wie mein Rasenroboter Ende Mai. Jeder ist für jeden da, jeder weiß was er zu tun hat und die Abstimmung passt. In der 75. Minute dann ein Symbolbild: Während Spaniens Wechselspieler und Betreuterteam komplett steht und seine Leute dem Sieg entgegenpeitsch, sitzt bei Frankreich alles auf der Bank und „macht an Grind“ wie 10 Tage Regenwetter. Kein Glauben an den Sieg, kein Feuer, keine Emotion. Die Marsellaise ist verstummt, und die Franzmänner summen leise „Voyage Voyage“ und sehnen sich unter ferne Oliven. Spanien steht mit diesem 2:0 Sieg völlig verdient als erster Finalteilnehmer fest.

Knapp die Hälfte – nämlich 109 Tipperinnen und Tipper – haben Spanien ins Finale getippt. Es ist nach dem ersten Halbfinale auch nicht verwunderlich, dass Platz 1-15 fest in den Händen jener ist, die auf Spanien getippt haben. Mit Ausnahme von Hopp Schwiz, der immer noch von seiner starken Vorrunde zehrt, aber dessen Weltmeister schon längst Cocktails ins Estoril oder Belem schlürft. Das wird sich aber nach dem zweiten Halbfinale mit Sicherheit ändern.

Den größten Sprung nach vorne macht Pengsti, er klettert um 31. Ränge nach oben und nistet sich auf Platz 133 ein. Katzenjammer hingegen bei den Kollegen CRS07, sid und Stephanderl, sie büßen 37 Plätze ein und rangieren nur noch knapp in den Top 100. Ganz hinten bleibt SAKA, vor ihr Momo2011 und evicka. Ein letztes Aufbäumen kommt von den Prälatendamm Kickers, er arbeitet sich langsam, aber stetig in Richtung Top 200.  

Das Rennen an der Spitze ist jedenfalls unfassbar knapp. Derzeit liegt Lorenzo in Führung, sein zweiter Finalist ist England. Auf Platz 2 liegt Flo Pro, mit Argentinien als zweiter Finalteilnehmer. Ivan Campo auf Platz 3 hat ebenfalls England im Finale, und Ihr habt doch alle keine Ahnung auf Platz 4 wiederum Argentinien.

Das heutige Match wird eine erste, kleine Vorentscheidung liefern.

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