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Die Außenseiter geigen weiter

Australien. Katar. Marokko. Und jetzt eben Kap Verde (und die Saudis). Im ersten Spiel des heutigen Spieltags zeigt sich ein weiterer Außenseiter von seiner bissigen Seite und ringt den fassungslosen Spaniern ein 0:0 ab. Zum Vergleich. Der Marktwert des gesamten Kaders von Kapverde entspricht 25% des Marktwerts von Lamine Yamal – ca. 50 Mio. zu 200 Mio. Uff. Jedenfalls war die Elf von Luis de la Fuente weit entfernt von ihrer Normalform und glich mehr einem keifenden Waschweib aus Pamplona als der entfesselten „Furia Roja“, die wir in Deutschland kennen (und lieben) gelernt haben. Festgehalten wurde das Unentschieden vom 40-jährigen kapverdischen Keeper Vozhina, der mit einer Weltklasseleistung nicht nur 1 Punkt sondern auch 5,5 Millionen (neue!) Follower auf Instagram aufsammelt. Doch viel wichtiger: Der Grundstein wäre gesetzt, dass Österreich als eventueller Gruppenzweiter auf einen Gruppensieger der Gruppe H trifft, der vielleicht, vielleicht (Sindelar, schau oba!) nicht Spanien heißt. Und selbst wenn: Spanien in dieser Verfassung ist ein Jausengegner, den sogar die SPG Gargellner Bergbahnen Hochmontafon 1b aus dem Sportplatz Galgenul schießen würde. Jedenfalls hat niemand, also wirklich niemand, nicht mal die üblichen Verdächtigen, auf Kap Verde gesetzt. Zerro Points, setzen, danke für nichts.

Die zweite Partie des Abends bestritten die ewig jungen, und ewig talentierten Belgier gegen die „Pharaonen“ aus Ägypten. In der ersten Halbzeit brennen Imhoteps Söhne ein taktisches Feuerwerk ab. Extrem diszipliniert, mit gezielten Vorstößen, man lässt Belgien kommen. Und mit ersten dem sauber gefahrenen Angriff geht Ägypten durch Emam Ashour in Führung. Mit diesem Ergebnis geht es auch in die Pause. In der zweiten Hälfte ist Belgien verbessert, in der 54. Minute ballert de Bruyne einen Freistoß an die Latte, im Gegenzug vergibt erneut Ashour eine sehr gute Chance zum Einwurf (wtf!) und Marmoush (leicht gestört von einem Belgier) aber an sich allein vor dem Tor. Danach wird Panzergrenadier Lukaku eingewechselt, und 22 Sekunden später ist diese Maschine am Ausgleich von Belgien beteiligt. Scharfer Pass zur Mitte, Lukaku mittendrin, am Ende ein Eigentor. 1:1. Es folgt ein offener Schlagabtausch, Chancen gibt es hüben wie drüben, aber am Ende bleibt es bei einem gerechten Unentschieden.

Eine weitere Überraschung ist im Nachtspiel das Unentschieden von Saudi-Arabien gegen Uruguay. Und auch der Iran erkämpft im Außenseiterduell gegen Neuseeland ein 2:2 unentschieden.

Vier Spiele, vier Unentschieden. Für unser Tippspiel haben wir heute einen eindeutigen Gewinner: Fritz the Cat tippt drei der vier Remis richtig und katapultiert sich von Rang 184 in die Top 30. Auch Subyl und Mato Mato machen 123 Plätze gut und dürfen sich über einen deutlich besseren Platz freuen. Ganz vorne kann sich Hopp Schwiz an die Spitze setzen, gefolgt von bebene, Cafe Armin, Frank Lloyd Wrong und Oibaf.senga auf Platz 2. Die rote Laterne hängt heute alleine bei SAKA, sie hat (leider schon wieder mal) keine Punkte gemacht und bildet damit das Schlusslicht.

Äggsgüsi?

Wir haben sie, die ersten Überraschungen des Turniers. Zu allererst hat es gestern unsere Schweizer Nachbarn erwischt. Nicht nur wird ihr Flagge ständig falsch dargestellt („Eusi Flagge isch quadratisch! Und jedä Arm muess ei Säxtel länger als breit si. Gopferdammi“) sondern der haushohe Favorit spielt nur Remis gegen Katar. Die Schweiz ist drückend überlegen, kommt durch einen (halbwegs) glücklichen Elfmeter zu einem frühen 1:0 durch Embolo. In der ersten Halbzeit könnten dann noch 2-3 Tore fallen, aber es soll nicht sein. Und so kam es wie es kommen muss….mit der quasi letzten Aktion gelingt Katar der Ausgleich. Die ganze Schweiz wird in Schockstarre versetzt, ähnlich dem Zustand nach einem Käsfondue von Chez Vroni in Zermatt. Somit ist in der Gruppe B alles offen…Alle Teams haben einen Punkt bei einem Torverhältnis von 1:1.

Insgesamt nur fünf Tipper haben das „Fiasko Helvetico“ richtig getippt. Julz, Tanja (Eisi) und Flexi sogar komplett richtig (2 Punkte) und LEILALALA und Roehrl haben immerhin das Remis gerochen und bekommen einen Punkt.

Auch die anderen Spiele folgend dem Modus Operandi der ersten Partie. Marokko spielt sensationell 1:1 gegen Brasilien und untermauert seinen Status als afrikanischer Geheimfavorit. Und der knappe Sieg Schottlands gegen Haiti – der einzig echte „Favoritensieg“ heute – verhilft den Schotten zur Tabellenführung in der Gruppe C. Abgerundet wird ein verrückter Spieltag mit dem übetzeugenden 2:0 von Australien gegen die Türkei.

Dieser Spieltag wirbelt unser Ranking ordentlich durcheinander. Fünf Punkte (also drei richtige Ergebnisse!) haben unter anderem Cafe Armin, der sich mit zehn Punkten an die Spitze setzt und julz, der sich mit neun Punkten auf dem zweiten Platz positioniert. Auf dem geteilten dritten Platz finden sich $owitasgoht, bebene, Frank Lloyd Wrong, Oibaf.Senga, Robitschek und Samba.

Am meisten Plätze gutmachen konnten Flexi und Gregor-Itsch, die sich um 104. Ränge verbesserten und in die Top 100 vorstießen. Auch Lux, der bis dato 0 Punkte hatte konnte 79 Plätze gutmachen und ist das „zu Null“ los. Und auch die anderen „Nuller“ gibt es nicht mehr – jeder und jede hat nun mindestens einen Punkt. Das heißt aber nicht, dass wir die letzten Plätze namentlich nicht bloßsstellen – gelle Doiza_Chri, estrella, Luagufsliible und SAKA. Da muss noch mehr kommen.

Somit hier das passende GIF zum heutigen Spieltag – danke an Partenopeo für die Inspiration.

Vier Spiele

Neben so unwichtigen Neuigkeiten wie dass anscheinend ein Typ aus Südafrika (der zugegeben hat dass seine selbstfahrenden Autos doch noch ab und zu remote von Menschen gesteuert werden) jetzt Fantastilliardär ist oder dass das Burgenland Schlusslicht in der Väterkarenz ist, geht es bei Tipptoto zum Glück ausschließlich um Fußball und vielleicht auch um den ein oder anderen schlechten Gäg.

Jedenfalls: Nach dem 1:1 von Kanada gegen Bosnien (der erste Punkt für „Les Rouges“ bei einer WM-Endrunde überhaupt) sowie dem unerwartet hohen 4:1 der US-Boys gegen Paraguay haben wir vier Spiele in den Büchern und endlich ein erstes aussagekräftiges Ranking. Sehen wir mal genauer hin: Angeführt wird unsere Runde von FloMo, Mitch und Oibaf.Senga mit sechs von acht möglichen Punkten. Hervorzuheben ist Mitch, der die ersten drei Spiele komplett richtig getippt hat, dafür bei den USA komplett leer ausgegangen ist. Dahinter folgen 30 Tipperinnen und Tipper mit bereits fünf Punkten, von denen insgesamt dreizehn (darunter etwa Frank Lloyd Wrong, Momo2011, Nici25 und J-Dawg5) satte 85 Ränge gutmachen konnten. Den weitesten Satz nach vorne machen konnte B8REM, die von 0 auf 3 Punkte gelangte und von ganz hinten auf den soliden 64. Platz kletterte. Sie gilt übrigens in den „Fachkreisen Süd“ als absolutes Vorbild. Denn die Mannschaft rund um Doiza:chri, estrella, Henne, Jäg der Tipper, Luagufsliible, Lux und Saka sollte bei den nächsten Spielen dringend anschreiben. Denn auch wenn es im Fußball gerne propagiert wird: Im Tippspiel sollte die „Null“ nicht stehen.

Unsere Nachbarn im Westen, die Confoederatio Helvetica, spielen übrigens heute ihr erstes Spiel. Die „Nati“ spielt um 21.00 Uhr gegen die Confoederatio Katari Petroarabico. Um Mitternacht steigt dann auch Mitfavorit Brasilien gegen Marokko und um 03.00 Uhr Haiti und Schottland in das Turnier ein. Auf die Schotten und ihre Fans kann man sich übrigens schon sehr freuen: Auf dem Fan-Flug nach New York gründete die Scottish Army den „Mile Dry Club“: Sie haben das komplette Bier des Flugzeugs leergetrunken. Gebt euch gerne das Video im Artikel – herrlich.

Bis dann!

Ned fad

Es gibt Dinge, die ändern sich nie. Die Dativ-Affinität von Herbert Prohaska. Andi Herzog immer noch nicht im Stimmbruch. Roman Mählich und seine Begeisterungsfähigkeit wie ein PAX-Schrank. Und dass sich Österreich selbst heillos überschätzt. Es ist schön, wenn man sich auf diese alten Werte besinnen kann. Denn das heurige Eröffnungsspiel brachte so viele Neues mit sich, dass der blaue Herbert fast vom Melkschemel gekippt wäre. Countdown-Timer bei Einwürfen. Heidreischenbregs (Zuzlpause). Ein Ball mit so Elektronik-Glumpat drin. Dazu noch drei glatt rote – manche würden sagen rein rote – Karten. Und mit Mexiko einen verdienten Sieger.

Doch der Reihe nach. Am Anfang gab es eine fulminante Auftaktshow, die das altehrwürdigen Aztekenstadion wohl noch nicht so oft gesehen hat. Mit Shakira, Burna Boy und vielen weiteren mexikanischen und südamerikanischen Stars. Und da schau her, Italien ist doch bei der WM…wenn auch nur für die 3 Minuten, die Andrea Bocelli singen darf. Die Show endet mit einem Hubschrauberüberflug einer überdimensionierten mexikanischen Flagge und der Botschaft – Kerosinpreis, drauf geschissen, wir haben den Golf von Mexico und Bohrplattformen.

Dann Anpfiff zum Spiel. Schiedsrichter Sampaio, mit einer flotten Videobrille aus der Borg-Ära von Star Trek Next Generation ausgestattet, pfeift an und darf bereits nach 9 Minuten einen ersten Höhepunkt vermelden – das erste Tor des Turniers durch Quiniones nach einem schweren Fehler von Sithole. Die Mexikaner bleiben am Drücker, Südafrika will, aber kann nicht. Nach einer schwachen Halbzeit (ok, es gab noch einen Stangenschuss) geht es in die Pause. Und die zweite Halbzeit hat es dann in sich. Zuerst sieht der Südafrikaner Yaya Sithole nach einer Notbremse rot (ja der, der das erste Gegentor verschuldet hat). Mexiko kann aus der Überzahl wenig machen und es dauert noch weitere 15 Minuten (und ein gellendes Pfeifkonzert im Stadion) bis die sowieso schon überlegenen Mittelamerikaner das erlösende 2:0 erzielen. Es folgt eine weitere rote Karte für Südafrika nach dem Griff von Zwane ins Gesicht eines Mexikaners, das Spiel war damit klassisch „gloffa“. In der 92. Minute macht dann Cesar Montez – der mexikanische Kapitän – mit einem unsäglich dummen Foul, einer weiteren Notbremse, den lupenreinen Rot-Hattrick komplett. Die anschließende Chance von der Strafraumgrenze zur Ergebniskosmetik vergibt Südafrika kläglich. Aber sowas von kläglich. Bitte schaut euch das an.

Und so bleibt am Ende ein Eröffnungsspiel für die Geschichtsbücher. Es war optisch nicht ansprechend. Aber historisch. Und mit Mexiko gab es einen verdienten Sieger. Apropos Sieger – das erste und natürlich noch nicht sehr aussagekräftige Ranking wurde bereits hochgeladen.

No more bets please, Shrinkflation & Gegneranalyse

Kapitel 1: Die heurige Tipprunde.
Die heurige Tipprunde ist vollständig. Viele bekannte Namen sind wieder am Start, der harte Kern ist komplett versammelt. Insgesamt dürfen wir 213 Tipperinnen und Tipper an Bord begrüßen – das ist ein Rückgang von 4% zur EM in Deutschland aber ein sattes Plus von 29% gegenüber den sprichwörtlichen Geisterspielen von Katar. Und ist es nicht schön, dass jeder und jede denkt, dass sie heuer gewinnt? Aber keine Sorge…Reality hits hard soon enough.

Kapitel 2: Paukenschlag – Shrinkflation bei Tipptoto?
Ja, ihr habt richtig gehört. Die Zeiten sind hart, und auch vor Tipptoto macht die Shrinkflation nicht halt. Obwohl während wir knallhart die 10 Mäuse, Eier, Moneten, Steine und Kröten einsackeln, bekommt ihr ein bisschen weniger geboten. Denn für uns als kleines Tipptoto-Team bedeutet das neue Format mit 48 teilnehmenden Ländern und 104 Spielen viel mehr Schreibarbeit und Rankingaktualisierungsarbeit. Dankbarerweise sind viele Spiele zwischen 02.00 Uhr und 06.00 wo man gut Zeit zu schreiben hat. NOT. Wir versprechen jedenfalls, dass wir unser Bestes geben euch das klassische Tipptoto-Feeling zu vermitteln, können aber nicht garantieren, dass es zu jedem Spieltag einen Beitrag gibt. Auch das Ranking versuchen wir zack-zack online zu stellen, aber auch hier kann es ab und zu etwas länger dauern. Danke für euer Verständnis. Aber….Wir suchen DICH als Verstärkung. In dir schlummert eine kleine Elfriede Jelinek („Ich mag Männer nicht, aber ich bin sexuell auf sie angewiesen.“), ein Thomas Spitzer („Brrm-tata, brrm-tat, Brrm-tata, Brrm-tat„) oder gar ein Dante Alighieri („Derer sind wenige, die Verstand haben“) dann melde dich bei uns! Denn wir haben heuer eine Funktion des „Gastkommentators“ eingeführt und laden euch ein, eure Spieltagskommentare an uns zu übermitteln. Einige Gastschreiber haben wir bereits gefunden, und wir würden uns freuen, wenn einige von euch mitmachen! Meldet euch!

Kapitel 3: Gegneranalyse
Wie jedes Jahr haben wir euch die Übersicht mit allen Tipps hochgeladen. Die Liste ist wie immer sau unübersichtlich, sperrig und auf dem Handy eigentlich nicht zu handhaben. Aber dennoch erfreut sie sich höchster Beliebtheit. Erstens, um nachzuprüfen welchen Semmel man selbst getippt hat und zweitens, um zu kontrollieren, ob der persönliche Tipptoto-Nemesis eh auch einen Brunz zusammengetippt hat. Et voila – ihr findet sie hier!

Testspielbericht AUT-TUN

Bevor sich der ÖFB-Tross in Richtung Santa Clara aufmacht, steht zuerst noch ein Testspiel im Happel-Stadion auf dem Programm. Gegner sind die „Adler von Karthago“ aus Tunesien, die ebenfalls für die WM qualifiziert sind und sich in einer Gruppe mit Japan, den Niederlanden und Schweden befinden. Und die Tunesier sind genau der Gegner, den die ÖFB-Elf braucht – ein Team, das tendenziell tief steht aber technisch stark ist. Bedeutet: Rangnicks Puben müssen das Spiel machen.

Das Aufwärmen beginnt dann mit einem Schock: Christoph Baumgartner spürt einen „Zwicker“ im Oberschenkel und nimmt vorerst auf der Bank Platz. Wir hoffen, da hat sich nur eine Faszie verklemmt.

Die erste Halbzeit nimmt sodann ihren katastrophalen Lauf. Die ersten 10 Minuten sind in Ordnung, danach verliert Österreich den Faden oder eigentlich ein ganzes Seil. Offensiv läuft nix zusammen, alle Flanken von der Seite segeln dermaßen weit an Freund und Feind vorbei, dass die Zuseher aus dem Bezirk Liezen – dort wo die Skifluganlage Kulm steht – instinktiv ein „Ziiiiieeeeeeh“ vor dem Fernseher ausstoßen. Defensiv läuft es nicht besser. Drei Stangenschüsse der Tunesier und eine rote Karte gegen Konni Laimer (Handspiel) sind die Bilanz nach 45 Minuten. Aber immerhin nimmt man ein 0:0 in die Kabine.

Halbzeit zwei startet viel besser. Rangnick nimmt einige Wechsel vor, und diese zeigen sofort Wirkung. Österreich ist (mit einem Mann weniger, wohlgemerkt) die deutlich bessere Mannschaft, das Spiel findet auf Augenhöhe statt. Und mit einem schönen Angriff über rechts (Chukwuemeka auf Posch auf Sabitzer) geht Österreich sogar in Führung. Nur ein paar Minuten später dann das Doppelaluminium für Österreich nach einer Standardsituation – das hätte durchaus das 2:0 sein können doch Friedl und Posch können die Wuchtl nicht im tunesischen Tor unterbringen. Bis zum Ende wird dann eigentlich nur noch wie wild herumgewechselt, kurz dachte ich, Zeugwart Pepi Hrdlicek darf auch noch einmarschieren und sich sein Länderspieldebüt abholen.

Nach insgesamt 12 Wechseln, fünf Aluminiumtreffern, drei gelben und einer roten Karte und einem Tor für Österreich ist dann Ende – Österreich besiegt im letzten Test Tunesien mit 1:0.

Noch eine Woche…

In einer Woche kann viel passieren. Es gab anscheinend mal einen Typen, der hat eine ganze Welt in einer Woche erschaffen. Ehrlicherweise waren es 6 Tage, weil er sich am 7. Tage ein Päuschen gegönnt hat. Wer genau damals die Zeit mitgestoppt hat, ist leider unbekannt.

Oder wer erinnert sich noch an Pat Rafter, der immerhin 1997 und 1998 die US Open gewann? Er war genau eine Woche die Nr. 1 der Tennis Weltrangliste, der „official timekeeper“ wechselte übrigens damals von Citizen (1997) zu Rolex (1998).

Aber viel wichtiger: In genau einer Woche, am 7. Juni 2026 um 21.00 Uhr MESZ, ist Abgabeschluss fürs Tipptoto. Official timekeeper: Die Handgelenke und Smartföner des strengen Organisationskomitees.

Für Kurzentschlossene…

FIFA – das ist Kapitalismus im Endstadion. Horrende Preise werden für Gruppenspiele ausgerufen, für jedes Ticket im Resale kassiert Gianni Infantino ein paar Prozentle und ein lecker Miller Light gibt es sicher auch nicht für ummasus. Doch mit ein paar Tricks kann der preisbewusste Alemanne dem größenwahnsinnigen FIFA-Boss aus dem Wallis ein Schnippchen schlagen. So könnte ein WM-Besuch in unter 48h für schmalen Taler aussehen:

  1. Reiseproviant einkaufen: Ein Liter Alkohol ist erlaubt, damit wäre vermutlich Wein die beste Option um ein gutes Erlebnis im Stadion zu garantieren. Ein Diskonter-Heckenklescher sollte für rund 2 Euro zu haben sein. Zusätzlich sind Müsliriegel sowie Käse und Luschnauer Senf (do würd ned gspart!) Lieferanten für Fett, Ballaststoffe und Kohlehydrate. Zwei Wasserflaschen sind leer mitzunehmen und am Flughafen aufzufüllen Kostenpunkt: ca. 20 Euro
  2. Geeignetes Spiel aussuchen: Klar, Frankreich-Norwegen wird sich nicht ausgehen. Aber wie wäre es zum Beispiel mit dem Spiel Kapverden gegen Saudi Arabien in Houston am 26. Juni um 21.00 Uhr Ortszeit? Da wechselte gerade eben eine Karte der Kategorie 3 für $ 6,94 den Besitzer. Richtig gehört: Sechs Dollar und 94 Cent. Gut, es kommt noch $ 1,04 Spesen dazu, aber das ist doch mal eine Ansage? Ihr glaubt mir nicht? Guggt mal auf den Screenshot.
  3. Flug und Übernachtung auswählen: Hierbei sei gesagt, dass das Flugzeug und der Flughafen euer Hotel ist. Abflug ist am Spieltag am 26. Juni um 12.00 Uhr in MUC. Mit dem Direktflug landet ihr um 16.30 Uhr in Houston. Das sind 11 Stunden Reise- und Schlafzeit und ihr seid 4,5h vor dem Anpfiff des Spiels. Der Flug kostet aktuell 1000 Euro….wer pokern will, kann natürlich auch noch bis zuletzt warten. Der Zug von Bregenz nach München kostet EUR 35.
  4. In Houston: In Houston braucht ihr dann ein Transportmittel zum und vom Stadion. Mit dem Bus kommt ihr für $ 4,50 vom Flughafen nach Downtown und dann mit der Red Line weiter zum Stadion. Die Fahrt dauert 75-100 Minuten. Die Gönner können natürlich einen Uber X für 70 Dollar (pro Strecke) genießen. Nach dem Spiel vertrödelt ihr euch die Zeit Downtown und esst um Mitternacht noch etwas Bergkäse und Senf unter dem texanischen Mond. Vielleicht findet ihr einen kapverdischen Fän, den ihr um ein Bier anschnorren könnt. Um Mitternacht fahrt ihr wieder zurück zum Flughafen, euer Flug geht leider erst am Nachmittag des 27. Juni. Aber am Flughafen kann man mit dem mitgebrachten Nackenhörnchen pennen. Ihr besteigt die Edelkutsche der Lufthansa um 16.30 Uhr Ortszeit und landet um 09.50 Uhr in München. Mit dem Zug fahrt ihr für 35 Euro zurück nach Bregenz und ihr könnt sogar noch den Sonntagskaffee bei Oma mitnehmen.
  5. Weitere Kosten: Man braucht ein ESTA Visum für die USA. Das kostet 40 Dollar und kann elektronisch erledigt werden. Ausser ihr habt mal etwas gegen den Orangenmann gesagt. Dann wirds aber sowieso schwierig.

Insgesamt kommt man also für „NUR“ 1200 Euro in den Genuss eines WM-Spiels auf einem anderen Kontinent. Gut, die Reisezeit von knapp 48h ist nur etwas für Puristen. Aber man hat ein einzigartiges WM-Spiel gesehen (das in dieser Form sicher nie wieder passieren wird!), hat texanischen Flair aufgesaugt und Infantino eine Karte für 6 Dollar abgeleiert.

Traut ihr euch nie!
(Disclaimer: Keine Garantie dass das zeitlich geht)

Tippschein ist raus!

Nun hat der Countdown zur WM endgültig begonnen. Der Tipptoto-Tippschein ist in den Postfächern eingetrudelt (remember, remember, v3.0 zu verwenden!) und kann nun offiziell von euch befüllt werden. Wir haben für euch ein paar Neuerungen in petto, die euch gefallen könnten. Erstens gibt es nun endlich Länderflaggen der teilnehmenden Staaten, damit man sich bei den Gruppen und Spielpaarungen leichter tut. Zweitens gibt es nun beim Herkunftsort ein kleines Dropdownmenü, sodass wir zwischendurch auch (Bundes-)Länderrankings machen können. Ihr habt die Vermutung dass Kärntner besser als Vorarlberger tippen? Am Ende dieses Tippspiels wissen wir es. Legt los, kniet euch rein und schickt uns eure Tippscheine!

Zur Erinnerung…

  • Abgabeschluss Tippschein: 07. Juni (21.00 Uhr)
  • Überweisung bis spätestens 10. Juni
  • Bitte darauf achten, die Version 3.0 zu verwenden

Bis bald!

Tippschein loading…loading…loading…

Die letzten Schliffe werden gerade noch am Tippschein gemacht. Die Zelle A2 muss noch auf Linie gebracht werden, die Farbwahl für die Mappen auf augenfreundliche Hex-Codes formatiert werden (man wird ja nicht jünger) und vielleicht schaffen wir auch noch umlaufende Ameisen. Oder war das Powerpoint? Egal.

=WENN(Tippscheinfertig; „Yeah baby, yeah!“; ELSE „play: jeopardymusic.mp3“)

Wir freuen uns jedenfalls schon sakrisch auf euch und eure Tipps.