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Fussball hat gewonnen. Und dann verloren.

Endlich wieder schöner Fussball. Nach der schrecklichen Vorstellung der Laienschauspielgruppe aus Asuncion, die im Weltfussball tiefe Wunden hinterlassen hat, waren die zwei gestrigen Achtelfinalspiele endlich wieder Werbung für die schönste Nebensache der Welt.

Norwegen – Brasilien: 2-1

Dieses Spiel war eines der Besten, das ich seit Langem gesehen habe. Norwegen hatte einen Plan, setzte diesen mit der Präzision eines Chirurgen um und schickt Brasilien nach Hause. Carlo Ancelotti setzte dem norwegischen Ballbesitzfussball (!) eine Kontertaktik mit schnellem Umschaltspiel bei Balleroberung entgegen. Allein diese Ausrichtung machte klar, welchen Respekt die Selecao vor Norwegen hatte. Was Norwegen in weiterer Folge auf den Platz der New England Patriots zauberte, war eine Wahnsinnsleistung.

  • Mehr doppelt so viele Pässe als Brasilien (680 vs. 329)
  • Zwei Drittel Ballbesitz (66% vs. 34%)
  • Passquote von 91% vs. 85%.

Norwegen war ständig am Drücker, kreierte Überzahlsituationen und kam immer gefährlich vors Tor. Und Brasilien war im Konterspiel brandgefährlich. Bei einer Balleroberung wuselten sofort etliche gelbe nach Vorne und sorgten so für Lawinenwarnstufe fünf im gegnerischen Strafraum. Nach einem solchen Angriff folgt ein (später, VAR-unterstützter) Elfmeterpfiff. Doch Torhüter Nyland parierte den schwach geschossenen Versuch von Bruno Guimares. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte ging das Spiel hin und her, ein höchst flottes Match bei dem sich vor allem beide Keeper auszeichnen konnten.

In der zweiten Halbzeit dasselbe Spiel. Norwegen mit viel Ballbesitz und einigen Chancen. Brasilien kontert und kommt zu einer absoluten Topchance, doch Endrick Endrick scheitert allein vor dem Tor. Kurz darauf wird Neymar eingewechselt. In der 79. Minute dann die Stunde des bis dahin blassen Haaland. Flanke des eingewechselten Schjelderup und der norwegische Hüne setzt sich gegen zwei Brasilianer getreu dem Motto „Mach Platz, ich bin der Landvogt“ durch und erzielt das unhaltbare 1:0. Es folgte ein wilder Schlussabschnitt. Ein Klärungsversuch des Norwegers Wolfe, eine Bogenlampe mit ca. 42m Höhe, konnte der eigene Torhüter Nyland gerade noch an die Stange lenken. Dann das 2:0 erneut durch die Kombination Schjelderup und Haaland, abgeschlossen ins lange Eck. Es folgt eine Unsportlichkeit von Neymar gegen einen Norweger, der Brasilianer kann wie immer seine Klappe nicht halten und mault die ganze Zeit herum. Tief in der Nachspielzeit nochmal Elfmeter für Brasilien, und Neymar untermauert seine Vorstellung mit weiteren verbalen Spitzen gegen den norwegischen Torhüter. Bis der Strafstoß ausgeführt ist, sind 90+10 Minuten rum. Neymar verwandelt, jubelt überschwänglich und plappert noch etwas mit dem Torhüter und dann ist das Spiel zu Ende und Neymar versinkt in Tränen. Und so ging Neymar, wie er gekommen war…als hochbezahltes Crybaby. Die Norweger versinken im Freudentaumel und dürfen sich auf ein Viertelfinalduell mit England freuen denn:

England – Mexico: 3-2

Im Feindesgebiet lieferte England eine ihrer besten Leistungen des Turniers ab. Durch einen Doppelschlag von Bellingham in der 36. und 38. Minute ging die Elf von Thomas Tuchel gemütlich in Führung. Die Entspanntheit sollte jedoch nicht allzu lange dauern, denn Quinones glich noch vor der Pause für die Mexikaner aus. Nach dem Wechsel gab es zunächst Rot für England nach einer ungestümen Attacke von Quansah. Doch in Unterzahl bekam England einen Elfmeter zugesprochen, dieses Geschenk lässt sich Harry Kane natürlich nicht entgehen.  Nur 10 Minuten später verursachte der Stürmer jedoch im eigenen Strafraum einen Elfmeter, den Jimenez verwertete.  England war ob des intensiven Matchs, der Unterzahl und der Höhe stehend K.O. doch brachte mit viel Willenskraft und Einsatz das Ergebnis ins Ziel. Was für ein Fest!

Fussball hat verloren.

Doch warum hat der Fusball gestern verloren? Gianni Infantino hat während einer Koloskopie eines befreundeten Einwanderers aus Deutschland einen Passus im FIFA-Regelwerk gefunden, der ihm erlaubt hat, diesem Freund ein kleines Gschenkle zu machen. Denn in Artikel 27 des Disziplinarkatalogs steht wörtlich: „Die FIFA Disziplinarbehörde kann bei genauer Betrachtung eines Vorfalls und bei genügend gelenkt-demokratischen Tendenzen unter Einhaltung einer vertieften Analyse des Verdauungstraktes von Möchtegerndemokraten zur Einsicht gelangen, dass Rote Karten vollkommen für den Hugo sind.“

Dass es bei der FIFA eine pay-to-win Funktion gab, wissen wir nicht erst seit Sepp Blatters Geldregen. Es ist erstaunlich, in welcher Offensichtlichkeit und welcher Dreistigkeit dies inzwischen geschieht. Dass ich als Endkunde bei Aramco keine fünf Liter Benzin kaufen kann ist mir schon wurscht. Irgendwohin müssen ja die Kohlen. Aber ein so offensichtliches Eingreifen in das Turnier gab es definitiv noch nie. Ich glaube nicht, was ich hier schreibe: Bitte, liebe Belgier, schickts die Amis mit einem 5:-1 nach Hause.

Doch wie wirken sich die Ergebnisse auf unser Tipptoto aus? Insgesamt 22 Tipperinnen und Tipper haben heute die volle Punktezahl bekommen. Interessant dabei, dass niemand aus den Top 10 dabei war. Und so rücken beispielsweise don gilberto, Matze Mazzani, Gregor-itsch, FARTIN, Nick S. Halten und Lena Schilling in Love etliche Plätze nach vorne. Am meisten freuen darf sich Abeeeey viel Fleisch, er macht heute knapp 40 Plätze gut. Komplett leer gehen hingegen 34 Leutle aus. Darunter ist Gerwyn Price, p_ro, Potl und T&T, der 39 Plätze verliert und aus den Top 100 fällt. Doch auch Rider, Tom Scorer, Prinzessin Glitzer, Lux, Jasi Kobmon und Postlers Toni, der Aushilfsredakteur dieser Spatzenpost hier, schreibt heute 0 Punkte an.

In Führung bleibt Hopp Schwiz, gefolgt von Ivan Campo sowie Jenny&Riley  und $owitasgoht, bei dem ich mich erneut für den toll zu schreibenden Nicknamen bedanken möchte. Die Top 10 sind übrigens nur durch 11 Punkte getrennt – ein extrem spannendes Rennen zeichnet sich ab.

Bis dann!

Marokko eiskalt, Frankreich mit Arbeitssieg

Kanada – Marokko 0:3
Die Schlagzeilen waren schnell geschrieben: „Erst gequält, dann eiskalt“ und „Marokko wirft Gastgeber Kanada raus.“ Genau so lief das Spiel auch. Kanada begann mutig und machte ordentlich Betrieb vor dem gegnerischen Tor, doch die Löwen vom Atlas spielten den abgezockten Part. Nach der Pause schalteten die Nordafrikaner einen Gang höher, Ounahi traf doppelt und Rahimi setzte den Schlusspunkt in Minute 98. Kanada durfte sich immerhin damit trösten, den Heimvorteil (auch wenn die letzten beiden Spiele in den USA gespielt wurden) bis zum Achtelfinale ausgekostet zu haben – danach war Feierabend.

Frankreich – Paraguay 1:0
Frankreich zog ins Viertelfinale ein – allerdings nicht mit Glanz, sondern mit einem Arbeitssieg. Paraguay verteidigte leidenschaftlich, kämpfte um jeden Ball, biss sich fest, machte den Franzosen das Leben schwer und versuchte sogar den Elfmeterpunkt „umzugraben“, was Ousmane Dembelé aber mit festem Stand auf dem Punkt verhinderte.
Am Ende reichte ein verwandelter Elfmeter von Kylian Mbappé (zugesprochen nach VAR-Entscheid), der einmal mehr zeigte: Wenn spielerisch wenig geht, übernimmt eben der Superstar. Frankreich war weiter, Paraguay durfte sich den inoffiziellen Titel „unangenehmster Gegner des Turniers“ mit nach Hause nehmen.

Die Punkteschraube wird im Tipptoto nun wieder ein wenig nach oben gedreht und so ergeben die richtig getippten Viertelfinalisten nun 3 Punkte (siehe Regeln).
31 TipperInnen haben mit den beiden Achtelfinalspielen von letzter Nacht 6 Punkte eingestreift. That’s beautiful.
Aus den Top10 sind das: Hopp Schwiz, Ivan Campo, $owitasgoht, Jenny&Riley, bebene und Norbert Nachtweih.

In den aktuellen Top20 haben übrigens nur 3 Leute nicht Spanien oder Frankreich als Weltmeistertipp: Der Langzeitführende Hopp Schwiz und Slotmachine haben ihre Karten auf Portugal gesetzt. Cafe Armin fiebert mit England mit.
Bereits morgen nach dem iberischen Gipfeltreffen zwischen Portugal – Spanien könnten die Karten an der Spitze unter Umständen neu gemischt werden.

32 Personen gingen gestern leer aus und ein paar davon hatten durchaus mutige Weltmeistertipps wie Österreich, Mexiko, Kanada, Japan oder Deutschland 😉

Im Süden nix Neues, daher wünschen wir viel Spaß bei den heutigen Achtelfinalkrachern: Brasilien – Norwegen und Mexiko – England.


Boarding completed for se Achtelfinale

Am letzten Spieltag des Sechzehntelfinales gibt es keine expliziten Überraschungen aber zumindest Anklänge davon. Korrekt: Wir sprechen (schon wieder) von den Kapverden. Denn der WM-Neuling, der die Herzen der Fußballwelt im Sturm eroberte, schrieb sein Märchen fast weiter. Der Inselstaat brachte den amtierenden Weltmeister Argentinien ins Straucheln und durfte bis kurz vor Schluss auf den „Coinflip“ Elfmeterschießen hoffen. Die Kapverden verteidigen aufopferungsvoll, alle Zementwerke des Landes wurden aktiviert um Beton für diese 90 Minuten anzurühren. Und die Taktik ging vorerst auf. Argentinien mit ca. 142% Ballbesitz, aber wenig Zwingendem. Erst in der 29. Minute führt ein Geniestreich von Messi zur Führung für den haushohen Favoriten. Die Kapverden verteidigten weiter mit aller Vehemenz und belohnte sich in der 53. Minute mit dem etwas überraschenden Ausgleich. Es folgte eine weitere Märchenstunde mit Onkel Vozinha. Gegen den „bösen Wolf“ Messi parierte der Keeper ein ums andere Mal und brachte den Superstar zur Verzweiflung. Ende der regulären Spielzeit, Verlängerung. Argentinien beginnt überfallartig bereits nach 2 Minuten schepperte es im Kasten des 40-jährigen kapverdischen Keepers. Doch wieder beißt sich der Außenseiter zurück, in der 103. Minute erzielt Sidney den sehenswerten Ausgleich. Doch am Ende triumphiert der Favorit, ein extrem unglückliches Eigentor von Diney in der 111. Minute besiegelt das Schicksal und die Kapverden fahren leider nach Hause. Was für ein schönes Märchen. Übrigens, nette Sidestory: Ein Reporter interviewt einen kapverdischen Fan zur Leistung von Vozinha, nur um herauszufinden, dass es sich um seinen Vater handelt. Herzerwärmend.

In der ersten Partie des Abends triumphiert Ägypten im Elfmeterschießen gegen Australien. In einer schwachen Partie behalten die Pyramidentantler aus dem Nildelta die Oberhand. Der Australier Suter, der eigentlich eine fantastische Partie ablieferte, wird (neben Harrington) zum tragischen Helden für die Socceroos und verschießt gleich den ersten Elfer 500-meilenweit. Es triumphiert Ägypten rund um Altstar Mo Salah.

Des Weiteren gewinnt Kolumbien gegen Ghana mit 1:0 und zieht ebenfalls ins Achtelfinale ein.

Wir biegen bei der WM und somit in unserem Tippspiel langsam in die Zielgerade. 85% der Spiele sind gespielt, alle Achtelfinalisten stehen fest. In einer „normalen“ WM würde jetzt die KO-Phase anfangen, aber wir haben bereits eine weitere Knockoutphase hinter uns. Wir dürfen gespannt sein, ob die FIFA diesen Modus weiter ausbauen wird und wir in Zukunft ein Zweiunddreißigstel- oder gar ein Vierundsechzigstelfinale erleben dürfen (z.B. Null Island gegen die Freie Republik Mühlebach bei der WM 2056 in Alabanien). Zwei Monate Fußball – wäre das nicht fantastisch?

Insgesamt 25 Tipperinnen und Tipper dürfen sich heute über „alle Sechse“ freuen. Unter anderem sind dies AS82 – der ganze 44 Ränge gut macht und in die Top 100 rutscht – aber auch Kermit, Chri o’Rö, Lux, estrella, Digolo, Samba, Digolo, Slotmachine p_ro, Potl und das heiße Tipphühnchen. Grandios vergeigt, wie die Deutschen, haben mit 0 Punkten am letzten Sechzehntelfinaltag Cafe Armin, Firefighter, Francisco Scaramanga, lübi, TISSI, emil123, Piotr, Tanja (Eisi), Die DAni, einfachnurjanno und SAKA. Gerade für Cafe Armin ist der Nuller bitter, verliert er doch den Anschluss an die Top 10.

Sehen wir uns die richtigen Achtelfinaltipps an. Nur wenig richtige Achtelfinalisten haben die ganz hinten platzierten SAKA (3 aus 16) und Momo2011 (6 aus 16). Norbert Nachtweih hingegen hat unglaubliche 15 von 16 Achtelfinalisten richtig getippt. Ein heißer Anwärter für den Gesamtsieg? Derzeit liegt „Nöre“ Nachtweih jedenfalls auf Platz 11 und ist auf Tuchfühlung mit den vorderen Plätzen.

Durchschnittlich wurden übrigens 10 der 15 Achtelfinalisten richtig getippt. Ihr habt also 22 oder mehr Punkte im Achtelfinale? Dann seit ihr besser als der Median. Ein weiterer Fun-Fact: Nehmen wir den Zwischenstand nach 33% der gespielten Spiele – also nach dem 34. Spieltag. Ivan Campo hielt nach 34 Spielen bei mageren 20 Punkten – Also 0,58 Punkte pro Spiel. Seither konnte er seinen Schnitt auf unglaubliche 1,80 Punkte pro Spiel erhöhen und hat 97 Punkte ertippt. Nicht zu Unrecht befindet er sich auf Platz 3, jedoch mit Respektabstand zum derzeit führenden Hopp Schwiz, der ebenfalls 92 Punkte machte (1,70 Punkte pro Spiel). Überhaupt bleiben seit der letzten Aktualisierung die Top 10 nahezu unverändert.

Heute geht es bereits weiter mit den ersten Achtelfinalspielen – Gastgeber Kanade gegen Marokko und Paraguay gegen Frankreich. Let’s go!

Es war sehr schön…

… es hat uns sehr gefreut. Mit den Worten von Kaiser Franz Joseph lässt sich die WM-Reise der österreichischen Fußballnationalmannschaft am treffendsten zusammenfassen. Seit 30 Jahren das erste Mal wieder für eine WM qualifiziert. Die erste Teilnahme an einer KO-Runde seit mehr als 70 Jahren. Und nun also der Kracher gegen Spanien, den amtierenden Europameister.

Die Vorfreude war riesengroß. Nach dem Algerienmatch gab es eine grosse Kabinenparty, wo «Strada del Sole» gesungen wurde. Ralf Rangnick konnte fast aus den Vollen schöpfen, einzig Philip Mwene war nicht fit und wurde durch Konrad Laimer auf der linken Seite ersetzt. Mit David Alaba stand dann doch noch ein Akteur von Real Madrid auf dem Platz, als 10er durfte Wanner ran und im Sturm wurde Gregoritsch den Herren Arnautovic und Kalajdzic vorgezogen. The chosen ones to make us happy.

Doch von Beginn wurde Spanien seiner Favoritenrolle gerecht. Die Elf von Alois von den Brunnen war drückend überlegen, passsicher, selbstbewusst, wie man es (abgesehen vom ersten WM-Spiel) von ihnen erwarten durfte. Das Motto des heutigen Abends war schnell klar, in Anlehnung an Marianne Mendt: «Ein Strafraum, der 24 Stunden brennt.». Bis zur 30. Minute konnte Österreich das 0:0 halten. Denn Alex Schlager packte eine Glanzparade nach der nächsten aus. Auch Lamine Yamal, die Rhapsodie in Halbstark, konnte gut in Schach gehalten werden. Er zauberte zwar das eine oder andere Mal, blieb aber insgesamt unglücklich. Nach 36. Minuten war aber der Bann für die Spanier gebrochen. Cucurella, der Mann mit dem Insektenhotel am Kopf, mit einer klugen Hereingabe auf Oyarzabal und der lässt Schlager keine Chance. Es folgten ein Lattentreffer und eine weitere Glanztat von Schlager gegen Yamal. Puh, brenna tuats guat. Aber: Nur mit einem 1:0 ging es in die Pause.  

In der zweiten Hälfte nahm Rangnick einige Veränderungen vor. Neben der Einwechselung von Chukwuemeka und Grillitsch zur Halbzeit wurden in der 60. Minute sowohl Arnautovic als auch Kalajdzic eingewechselt – ein klares Zeichen auf Angriff. Und der Held vom Algerienmatch hatte mit seiner ersten Ballberührung den Ausgleichstreffer auf seinem Goldköpfchen. Zwickt mi bitte jemand? Es war aber zugegebenermaßen die erste gute Chance Österreichs in diesem Spiel. Und während sich auf der Ehrentribüne Gianni Infantino mit Josef Pröll, dem Neffen von Onkel Erwin (aufgewachsen am gleichen Bauernhof in Radlbrunn!) vermutlich über Zuckerrübenanbau im Weinviertel unterhält, erhöht Porro auf 2:0. Damit ist die Messe gelesen, und die Ballade von ana hoatn Partie nimmt langsam ihr Ende. In der 89. Minute erfolgt das 3:0 durch Oyarzabal, es ist der endgültige Todesstoß. Österreich ist auschgeschieden.

Die Klakariadn werden sowieso immer sagen, daß wir chancenlos waren. Aber es war trotzdem eine aufopferungsvolle Partie aller Akteure und insgesamt eine unfassbar tolle Zeit. Man muss neidlos anerkennen, daß Spanien heute mindestens eine Klasse besser war. Und so sitzt man nun leider im Flieger von America nach Hause. Liebes Team, vielen Dank für eine einzigartige WM-Reise! Life is Life, wir sehen uns hoffentlich bei der Euro in England, Schottland, Wales und Irland im Jahr 2028.

PS: Im Nachgang folgt eine emotionale Ansprache von Marko Arnautovic, der voraussichtlich sein letztes Spiel in einem ÖFB-Dress bestritten hat. Ohne ihn wird das Team anders aussehen, und ohne sein Team wird Marko Arnautovic die nächsten Jahre bestreiten. Danke, Maggo, du Maschiiin.

Kroatien – Portugal: 1:2
Portugals Star-Ensemble schickt Kroatien in die Ferien und Modric in Pension. Dieser Sieg hat aber ein Gschmäckle, wurden doch insgesamt 3 Tore der Kroaten durch den VAR aberkannt…zumindest eines davon ist sehr fragwürdig, weil das linke Hühnerauge im Abseits war. Soll das die Zukunft sein? Ronaldo und Co treffen im «Finale Iberico» auf die Spanier. Was ein Kracher.

Schweiz-Algerien: 2:0

Unsere Nachbarn setzen sich verdient und gefahrlos mit 2:0 gegen unseren Gruppengegner Algerien durch. Die Nati siegte das erste Mal seit 88 Jahren in einem Ko-Spiel und trifft auf den Sieger der Partie Kolumbien gegen Ghana.

Tipptoto:

Insgesamt 162 Tipperinnen und Tipper haben heute die volle Punktzahl erreicht, darunter fast geschlossen die Führungsriege der Top 20. Dan Tan, Jay-Jay, Karlheinz Schürrle und bebene machen aus den Top-Rängen nur vier Punkte, und büssen einige Ränge ein. Pechvogel des Abends ist Deif, der heute als einziger 0 Punkte macht und ebenfalls abstürzt: Von Rang 6 geht es zurück auf Rang 39. Sein mutiger Tipp, Spanien im Achtelfinale ausscheiden zu lassen ist nicht aufgegangen. In Führung bleibt Hopp Schwiz. Heute Abend folgen dann die letzten drei Spiele der Sechzehntelfinale und wir freuen uns über einen weiteren Schub Punkte.

Mit einem Kanonschuss verabschieden wir uns übrigens von den Patrioten Lux, Oibaf.Senga und Köbi, deren Weltmeister Österreich gestern ausgeschieden ist.

PS: Eingebaute Austro-Klassiker

Skero – Kabinenparty
Fendrich – Strada del Sole
Marianne Mendt – A Glockn, die 24 Stunden läut
Falco – America
Blümchen Blau – Flieger
Attwenger – Ka Klakariada
Ambros – Zwickts mi
Opus – Life is life
Helmut Qualtinger – Rhapsodie in Halbstark
Bonez MC, Raf Camora – Ohne mein Team
Marque – One to make her happy
Hubert von Goisern – Brenna tuats guat
Bilderbuch – Maschin
Sigi Maron – Ballade von ana hoatn wochn – leckts mi aum oasch

Favoritensiege mit Umwegen

England – Kongo 2:1
Der Weg ins Achtelfinale war für England kurviger und steiniger als erwartet. Nach einem frühen Rückstand durch Cipenga in der 7. Minute (Torhüter Pickford sah dabei eher unglücklich aus und erinnerte an historische englische Torhüter-Pleiten) liefen die Three Lions gegen den Außenseiter aus dem Kongo lange vergeblich an. Erst ein später Doppelpack vom Captain Harry Kane (75. und 86.) brachte die Wende – der Favorit erreichte sein Ziel also erst über nervenaufreibende Umwege.

Belgien – Senegal 3:2
Auch Belgien machte einen ordentlichen Schlenker, um im Achtelfinale anzukommen und eigentlich verlor man zwischenzeitlich den Glauben an die Ankunft im Ziel. Die „Roten Teufel“ spielten zwar gefällig, aber Senegal war effektiver. Durch Treffer in der 25. und 51. Minute lagen die Afrikaner mit 2:0 in Führung und ehrlich gesagt, niemand glaubte mehr an eine Wende. Doch dann das Comeback aus dem viel zitierten „Nichts“: Lukaku (86.) und Tielemans (89.) glichen innerhalb weniger Minuten aus und plötzlich kippte das Spiel in Richtung Belgien.
Der dritte belgische Treffer fiel dann in der Overtime – sehr unglücklich für die Senegalesen – erst in der letzten Minute durch einen VAR- entschiedenen Elfer und machte den Favoritensieg perfekt. Bitter für tapfer und lang führende „Löwen der Teranga“.

USA – Bosnien-Herzegowina 2:0
Die USA wählten den direktesten Weg der drei Favoriten von gestern. Zwar mussten sie geduldig auf ihre Chancen warten und kontrollierten die Partie aber von Beginn an. So brachten die Gastgeber den 2:0-Erfolg trotz eines Ausschlusses des Torschützen zum 1 zu 0 (Balogun in der der 64. Minute) letztlich souverän ins Ziel.

Sage und schreibe 110 TipperInnen machten somit ALLE 6e.
Das bringt an der Spitze wenig Neues, obwohl der weiterhin Führende Hopp Schwiz Federn ließ und nur 4 Punkte einsackte. Das Führungsquintett bleibt aber dasselbe: 1. Hopp Schwiz, 2. Tipico, 3. Dan Tan und Ivan Campo, 5. Tombalabomba.

Die größte Veränderung nach oben war +17.
Am tiefsten gefallen ist gestern noah-öfb.fff, der mit 2 Punkten um 46 Plätz abstürzte.

Nach 10 gespielten 1/16-Finali gibt es 9 Genies, die bis dato 9 Achtelfinalisten richtig vorhergesagt haben: Cafe Armin (6.), Stonaldo (12.), MohrenSpezial (25.), Bufo Bufo (35.), leroy (35.), Männes (105.) und Pippi71 (145.).
Sie alle haben sich in eine tolle Ausgangssituation für weitere Punkte gebracht.

Am Tabellenende wenig News: Momo2011 geht leer aus und gesellt sich zu SAKA ganz nach unten.

Die WM der Stars

Am gestrigen Spieltag drückten die Stars der WM ihren Stempel auf. Im ersten Spiel des Abends besiegt Norwegen die Elfenbeinküste mit 2:1 und gewinnt damit erstmals ein Spiel in einer K.O-Runde. „Banens beste“, also der Man of the Match, war neben dem zweiten Torschützen Antonio Nusa ihr Superstar Erling Haaland. In der Wahnsinnsarena von Dallas, die Cowboys Besitzer Jerry Jones so bescheuert errichtete, dass im Herbst, wenn die NFL Spiele beginnen, die Sonne so tief steht dass alle Teams geblendet werden, erwischte Norwegen den besseren Start. Die Wikinger plünderten und brandschatzten den ivorischen Strafraum, konnten jedoch keine bedeutenden Landgewinne erzielen. Erst kurz vor der Pause gelang der erste Treffer, ein Kunstschuss wie wir sie sonst von Arjen Robben kennen. Mit dem Ball in den Strafraum gezogen, kurzer Haken nach innen und mit viel Effet über den Keeper im Kreuzeck platziert. Herrlich. In Durchgang zwei kämpften sich die Ivorer zurück. Sie fanden besser ins Spiel und hatten zahlreiche Chance, ehe Diallo den verdienten Ausgleich erzielte. Die letzten Minuten des Spiels kämpften beide Mannschaften mit offenem Visier, mit dem glücklicheren Ausgang für Norwegen. Haaland stand dort, wo ein Stürmer stehen muss, und bugsierte irgendwie den Ball ins Tor. Norwegen ist eine Runde weiter!

Im zweiten Spiel des Abends zerlegte Frankreich harmlose Schweden mit 3:0 – eine Machtdemonstration. Das Star-Ensemble rund um Mbappe, Dembele und Olise führte die Schweden förmlich vor und ließ der Elf von Graham Potter keine Schangse. Mit dieser Leistung zählt Frankreich zum Kreis der Titelfavoriten. Mbappe hält mit seinen „zarten“ 27 Jahren jetzt schon bei unglaublichen18 WM-Toren insgesamt, nur eines weniger als Lionel Messi.

Im letzten Spiel des Abends katapultierte sich Gastgeber Mexiko mit einem 2:0 über mehr oder weniger harmlose Ecuadorianer ins Achtelfinale. Das ganze Land versinkt im Freudentaumel wie man an diesem Video unten eindeutig erkennen kann – was für eine Euphorie bei El Tri! (Pumuckl wär stolz auf mich).

Nun zum Tipptoto. Gute Neuigkeiten – heute gab es keine Tränen, jeder und jede hat zumindest einen Achtelfinalisten richtig getippt. Fast exakt die Hälfte unserer Tippgemeinschaft, genau 107 von 215, hat sogar die vollen 6 Punkte ergattert. An der Spitze bleibt Hopp Schwiz, der heute „nur“ vier Punkte mach, dicht gefolgt von Dan-Tan und Ivan Campo, die heute voll anschreiben und den Abstand verringern können. In Lauerstellung bleiben bebene, Tombalabomba auf Platz fünf. Am unteren Ende freuen sich Katzki, Gerry, die Prälatendamm Kickerinnen und MaLe über sechs Punkte. Sie verschaffen sich somit etwas Luft nach hinten.

Los geht’s mit der K.o.-Phase

Gastbeitrag von „Toni Postler“ aka Reiner.

Hui, kann es sein, dass wir schlanke 72 Vorrundenspiele bereits hinter uns haben und es jetzt also tatsächlich ans Eingemachte geht? Oder wie es Rudi Völler so schön sagt: „Jetzt geht die WM richtig los.“

Somit starten wir mit neuem Schwung in die Phase der K.o.-Spiele, genauer gesagt in die Sechzehntelfinale. Wobei, ist es nicht ein wenig vermessen, bei noch 32 im Turnier befindlichen Mannschaften schon von einem Finale zu sprechen? Vielleicht wären die Begriffe „Sechzehntelvorausscheidung“ oder „Sechzehntelfinälchen“ passender.

Jedenfalls sind die ersten drei Partien geschlagen. Sie brachten eine faustdicke Überraschung und die Erkenntnis, dass große Teams Schwierigkeiten haben, den Sack zuzumachen und wir den kommenden Weltmeister in diesen drei Spielen wohl noch nicht gesehen haben.

Den Anfang machte Kanada, das sich mit reichlich Mühe aber letztlich doch verdient gegen Südafrika durchsetzt. Das Team von Jesse Marsch trifft durch Stephen Eustaquio erst in der Nachspielzeit (92. Minute) und erreicht erstmals bei einer WM das Achtelfinale. Dass der Ex-Salzburg-Trainer nicht nur überzeugende Motivational Speeches halten kann, sondern auch die ein oder andere Träne verdrückt, passt zu dieser sympathischen Erfolgsgeschichte der „Canadian Heroes“.

In Spiel zwei traf Japan auf Brasilien und damit die tänzelnde Seleção auf die wuselnden Hochgeschwindigkeitsfußballer aus dem Land der aufgehenden Sonne.

Der Rekordweltmeister kommt früh zu Chancen und hat viel Ballbesitz, macht daraus aber vorerst kein Tor. Ganz anders Kaishu Sano, der in der 29. Minute einen Fehlpass im Mittelfeld abfängt und dann mit einem absoluten Shinkansen-Zug zum Tor den Trionda in der Ecke versenkt. Es steht 0:1 für Japan.

In Hälfte zwei setzt sich Brasiliens Qualität letztendlich durch, Casemiro köpfelt bildschön zum Ausgleich in der 56. Minute. Und Gabriel Martinelli sorgt in der 95. Minute mit einem platzierten Treffer nach genialem Zuspiel von Bruno Guimarães für den Endstand von 2:1 und damit auch dafür, dass Brasilien Kräfte schonen kann und nicht in die Verlängerung muss.

Spiel drei bringt das Duell zwischen Deutschland und Paraguay. Die Kräfteverhältnisse sind von Beginn an klar, Deutschland hat erdrückend viel Ballbesitz, wenngleich nicht wirklich zählbares herausschaut. Die ungleiche Verteilung bemerkt auch ORF Co-Kommentator Roman Mählich, Paraguay kommt nach 34 Minuten auf gerade einmal 30 gespielte Pässe.

Ja gut, das ist überschaubar. Wobei zur paraguayischen Verteidigung gesagt werden muss, Passqualität geht eindeutig vor Quantität. Wie so ein Qualitätspass aussehen kann, zeigt Paraguay in Minute 42 mit einem Zuspiel auf Matías Galarza, der unbedrängt auf Julio Enciso flanken kann.

Der 1,73 Meter Mann kommt ungestört zum Kopfball und lässt Neuer keine Chance. Die Deutschen sind irritiert und versuchen zu drücken, aber bis zur Pause will da auch nichts mehr reingehen.

In Hälfte zwei tut sich erstmal nichts. Deutschland kommt dann aber durch einen genialen „Havertz-Hair-Moment“, bei dem er dem Ball sanft Richtung mitgibt zum verdienten Ausgleich in der 54. Minute. Deutschland dominiert weiter, aber ist viel zu selten zwingend und muss in die Verlängerung. Dort wird dann ein Tor von Jonathan Tah aberkannt und es bleibt beim 1:1. Und ja, Deutschland bringt ihn einfach nicht rein, köpfelt zu zentral und das Spiel wird zunehmend ruppiger.

Und dann kommts tatsächlich zum Elfmeterschießen.

Fahrlässig. Deutschland ist schon weg. Paraguay und Neuer bringt sie wieder zurück. Und dann verschießt Tah und Canale macht den Sack zu.

Deutschland ist raus, verliert 4:5 nach Elfmeter. Bitter. Aber auch selbstverschuldet. Wir schreiben die dritte Staffel von „Goodbye Deutschland! Die Auswanderer“.

EDIT von Florian zu den Punkten im Tipptoto…folgt in Kürze.

Über volle 6 Punkte und einer Erfolgsquote von 100% dürfen sich Susette, Bufo Bufo, lübi, the walking dad, LEILALALA, TISSI, Wurstbaron, pronsky beat, busy petting the cat und Pippi 71 freuen. Paraguay im Achtelfinale? Verdiente Punkte. LEILALA stürmt mit ihrem richtigen Tipp 52 Plätze nach vorne und findet sich auf einmal in den Top 100 wieder, in Schlagweite zu den Fuffzigern.

In Führung bleibt Hopp Schwiz, er hat bereits 100 Punkte auf dem Konto. Dahinter folgt der außer Konkurrenz agierende Tipico-Tipp und auf Platz 3 Dan Tan und Karlheinz Schürrle, das dynamische Duo aus einem Walserort am Tannberg.  Ihre Leistung (bis dato) ist besonders hervorzuheben, hat doch besagtes Dorf einen Fußballplatz der nur von Juli bis September (halbwegs) grün ist und somit verfügen die beiden über so viel Ahnung vom Fußball wie Schneckerl von der Grammatik.  Auf Platz fünf folgen jedenfalls Deif und Tombalabomba, auf Platz sieben lauern Tippczeker, Jay-Jay und Ivan Campo, der gefürchtete Quiz-Gott.  

Insgesamt 7 Unglücksraben und Unglücksräbinnen haben heute 0 Punkte gemacht. Fast schon standesgemäß ist SAKA in diesen Kreisen zu finden. Damit sie heute nicht so alleine ist, gesellen sich zur „Nullerpartie“ noch Momo2011, Schuschu, Titelfavorit, Köbi, Babu und Speedy2489 dazu. Gemeinsam statt einsam, das nenne ich Teamspirit. Babu möchten wir hier noch besonders hervorheben, er hat 46 Ränge eingebüsst und fliegt hochkant aus den Top 100 wie ein KPMG-Berater mit Schlips und ausgedruckter PowerPoint Präsentation vor der Tür vom Berghain in Berlin.

Somit bleibt SAKA ganz am Ende der Tabelle, vor ihr liegen Prälatendamm Kickers und Momo2011.

Wenn ein O-Ton zum Kult wird

96. Minute:
…Ich kann’s nicht fassen… Sabitzer. Noch geht was…, noch könnte was gehen… Gregoriiiitsch….. uuund TOOOORRR TOOOORRR Kalajdziiiiiiic Kalajdziiiiiiic …. DREI DREI…. B I S T   D U   D E P P A T !Video

… es hätte wohl niemand das Wechselbad der Gefühle besser beschreiben können als der Live-Kommentar des ORF-Moderators Daniel Warmuth!

Aber hier nochmals im Rückblick:
Österreichs Fans erlebten gegen Algerien eine emotionale Achterbahnfahrt, bei der selbst der TÜV vermutlich die Betriebserlaubnis entzogen hätte. Es war schon vor dem Spiel klar – verlieren verboten, ein Unentschieden reicht. Doch wer dachte, dass sich eine Neuauflage der berüchtigten „Schande von Gijón“ von 1982 wiederholt, der wurde eindeutig eines besseren belehrt.
Das Spiel begann etwas zerfahren ohne klar Linie, doch dann kam die erlösende Führung. Alaba spielte einen Wahnsinnspass in die Spitze und Marko Arnautovic netzte technisch anspruchsvoll ein. Nach der Führung herrschte Euphorie: „Jetzt san ma durch!“ Noch in der ersten Halbzeit bettelte man mit schwacher Abwehrleistung um den Ausgleich und dieser gelang den Algeriern in der 45. Minute – plötzlich wurde wieder am Fingernagel statt an der Stadionwurst geknabbert.
Zum Glück ging unsere Elf gleich in der 2. Hälfte durch Sabitzer erneut in Führung (55.) und ließ die Hoffnung zurückkehren, ehe Algerien in der 60. wieder zuschlug. Zwischen Freudensprüngen und Schnappatmung blieb kaum Zeit zum Durchatmen.

Dann die Nachspielzeit: Algeriens 3:2 durch Mahrez in der 93. Minute ließ die österreichische Fußball-Herzen kollektiv in die Fußballschuhe rutschen. Viele hatten sich innerlich kurzfristig bereits von der WM verabschiedet. Doch als Sasa Kalajdžić nach einer hohen Flanke in den Strafraum und einer Kopfballvorlage durch Gregoritsch in der 96. Minute zum 3:3 einköpfte, verwandelte sich jedes Wohnzimmer um 6 Uhr Früh schlagartig von einer Trauerfeier in ein Volksfest. Fernbedienungen flogen vor Freude statt vor Frust, Nachbarn wussten wieder einmal ganz genau, wann Österreich ein Tor geschossen hatte.

Am Ende blieb die Erkenntnis: Dieses Spiel war weniger ein Fußballmatch als ein kostenloser Belastungstest für Herz, Nerven und Blutdruck – mit Happy End für Österreich. B I S T D U D E P P A T !

Nun wartet durch den 2. Platz in der Gruppe Spanien im Sechzehntelfinale und die sehr durchwachsene Leistung unseres Teams (bis auf den Willen und den Kampfgeist) lässt aktuell wenig Hoffnung auf eine Überraschung gegen einen der Mitfavoriten. Aber wer weiß… vielleicht gibt es nochmals eine magische Nacht.

Die anderen 5 Spiele vom letzten Spieltag:
Panama – England (0:2): England erledigte die Pflichtaufgabe souverän, ließ Panama kaum Luft und marschierte mit einem ungefährdeten Sieg als Gruppensieger weiter.
Kroatien – Ghana (2:1): Kroatien rang Ghana in einem intensiven Duell dank eines späten Siegtreffers nieder und sicherte sich damit das Ticket für die K.-O.-Runde.
Kolumbien – Portugal (0:0): Trotz eines torlosen Remis lieferten sich beide Teams ein offensives Duell, wobei Kolumbien mit dem Punktgewinn den Gruppensieg verteidigte.
DR Kongo – Usbekistan (3:1): Der Kongo drehte im entscheidenden Gruppenspiel auf, gewann verdient mit 3:1 und sprang damit noch ins Sechzehntelfinale.
Jordanien – Argentinien (1:3): Argentinien ließ sich auch im bedeutungslosen Gruppenspiel nicht bitten, gewann souverän gegen Jordanien (Messi netzte wieder ein) und zog mit weißer Weste ins 1/16-Finale ein.

Gestern regnete es im Tipptoto auch nochmals fette Punkte, da nun auch die Gruppendritten alle feststehen:
Unfassbare 23 Punkte gab es daher für mayak, der um 65 Ränge nach oben geschwemmt wird und nun 26. ist.
22 Punkte holten sich Miguelito (57 Ränge nach oben) und Pippi Langstrumpf (72 Ränge nach oben) und mit 21 Punkten konnten Ivan Campo, Jay-Jay, Firefighter, Digolo, T & T, Aaaaalglatt, Dirty Sanchez, Make Simon Great Again, estrellla und jakobro anschreiben.

Auszug aus der Statistikabteilung:
Die 1-2-X-Tippkönige nach der Vorrunde sind Jay-Jay und Krischan2904 mit insgesamt 49 richtigen Tipps (von 72 Spielen).
Hopp Schwiz verdankt seine Zwischenführung vor allem dem goldenen Händchen bei den Torwetten: 16 Spiele genau richtig getippt. Mitch als Zweiter in dieser Wertung hat 13.
8 von 12 Ligen ganz korrekt haben Francisco Scaramanga und der Wettquoten-Tipp von Tipico (außer Konkurrenz).
Zudem haben ingesamt 23 TipperInnen 28 von 32 Sechzehntelfinalisten vorhergesaht. Bravo!

An der Spitze dreht weiter Hopp Schwiz einsam seine Runden auch da seine bisherigen Verfolger Federn ließen.
4 Punkte dahinter auf dem 2. Rang liegen nun neu Deif, Tipico und Tombalabomba.

Am wenigsten Punkte (11) machten gestern Fenja und MaLe. Sie stürzen stark ab.
Im Tabellenkeller sitzt SAKA weiterhin „fest im Sattel“. Hoch wird sie das Tipptoto 2026 nicht mehr gewinnen.

Dritter Punkteregen

Norwegen-Frankreich: 1:4
Senegal-Irak: 5:0
Uruguay-Spanien: 0:1
Kap Verde-Saudi Arabien: 0:0
Ägypten-Iran: 1:1
Neuseeland – Belgien: 1:5

Und nun zum Wetter: Auch heute ist mit weiter Niederschlägen in den Punkterängen zu rechnen. Diese können lokal groß ausfallen und zu Luftsprüngen sowie zu extremen Ausschlägen nach oben auf den Stimmungsbarometern führen.

Vor allem im Bereich Wels, rund um die Stadt Riccardo Ovilava, sowie in der Gemeinde Rudrygo hat das Tiefdruckgebiet für deutliche Punktemengen gesorgt. Insgesamt 10 pts.  wurden an den Stationen gemessen, was ein deutlich überdurchschnittlicher Wert bedeutet. Die beiden kletterten im Barometer ganze 52 bzw. 36 Ränge nach oben.

Trocken blieb es heute in der Region SAKA mit nur 1 Punkt Niederschlag sowie im Bezirk Loseringen und hier besonders in den Gemeinden Katzki, Sophphie, Degu26, J-Dawg, Anna Banana, LEILALALA und Samba mit 2 Punkten. Bemerkenswert ist hier die kleine, mittelalterliche Ortschaft LEILALALA, deren Barometer um 55 Ränge sank. Negativwert für heute.

Die Großwetterlage im Juni: Im Süden von Tipptotistan herrscht weiterhin eine große Trockenheit. SAKA bleibt weit unter dem Durchschnitt und hat im Juni erst 41 Punkteschauer erreicht. Doch auch in der Gemeinde Rainbow mit 42 und am Prälatendamm mit 43 sieht es nicht viel besser aus. Im Norden des Landes, an der Grenze zu Rangnicksreich und Alabastan sind die Punkteregen deutlich intensiver ausgefallen. Hopp Schwiz, die Exklave, ist aktueller Spitzenreiter mit 79 Punkten, dicht gefolgt von der Gemeinde Schwabenländle die man ja neuerdings „Karlheinz Schürrle“ nennen muss. Tombalabomba, der Hauptort der italienschien Diaspora auf zwei Brettln, folgt dahinter mit 74 Punkten. Dahinter teilen sich Dan-Tanau, bebeningen und Deifkirch den 4. Platz.

Die Prognose: Und während andere Regionen über die Hitze stöhnen, und vor so essentiellen Fragen stehen ob man 30° Wäsche bei 40° trocknen darf, ist in Tipptotistan auch morgen noch mit erheblichen Punkteregenschauern zu rechnen. Neben dem aktuell vorherrschenden Tiefdruckeinfluss, gesellt sich nämlich auch noch die Regenfront „Drittplatzierte“ dazu und wird für weiter Punkteschauer sorgen.

Aber keine Angst: Alles wird gut.

PS: Gibt es Tipperinnen und Tipper, die heute Abend in Kansas City sind? Wenn unsere Informationen stimmen sind zumindest Loddar MaTeo und die Flühencobra vor Ort. Sonst noch jemand? Lasst es uns gerne wissen in den Kommentaren. Gruppenfoto im Arrowhead!

Zweiter Punkteregen

Curacao – Elfenbeinküste: 0:2

Japan – Sweden: 1:1

Paraguay – Australien: 0:0

Ecuador – Deutschland: 2:1

Ein insgesamt enttäuschender Auftritt der DFB-Elf endet mit einem Sieg für den Außenseiter aus Ecuador. Am Ende ist es Manuel Neuer, der mit einem schweren Patzer den Weg der Südamerikaner in die KO-Phase ermöglicht. Jetzt geht sie wieder los, die Tormanndebatte. Vor der WM bereits umstritten (Nagelsmann: „Baumann ist die Nummer 1“) hat sich Manuel Neuer auch in den bisherigen Spielen nicht mit Ruhm bekleckert und sich etliche Eier erlaubt. Hat Manuel Neuer als eierlegende Eier-Legende ihr Eier-leg-Ende erreicht? Wann darf Baumann endlich mal ran? Fragen über Fragen, die der grundsympathische und bodenständige Bundestrainer Nagelsmann ganz sicher niemals beantworten wird. Wie dem auch sei, SAKA freut dieses Ergebnis ziemlich, ist sie doch die einzige die dieses Spiel richtig getippt hat!

Niederlande – Tunesien: 3:1

Tunesien gegen die Niederlande verläuft wie erwartet. Tunesien war bereits am Boden. Den Trainer nach dem ersten Spiel gefeuert. Nach dem zweiten Spiel eliminiert. Eine Negativaura, dass sogar Christian Stocker vor Neid erblasst. Und im dritten Spiel? Nach drei Minuten mit 0:1 Rückstand durch ein Eigentor. Nach acht Minuten steht es 0:2. Danach kämpft Tunesien zwar noch tapfer mit, am Ende gewinnt die Niederlande verdient mit 3:1.

USA – Türkei: 2:3

In einer extrem flotten Partie spielt die bereits ausgeschiedene Türkei gegen eine bereits qualifizierte USA, die insgesamt 9 Änderungen in der Startelf vornimmt. Im SoFi-Stadium von Los Angeles erwischen die US Boys einen Traumstart, und nach zwei Minuten steht es bereits 1:0. Doch die Türkei kämpft sich unter den Augen zahlreicher Stars, darunter Brad Pitt und Scottie Pippen und Katy Perry, zurück geht mit einem 2:1 in die Pause. Zurück auf dem Feld wiederholt sich (fast) die Geschiche. Die USA brauchen dieses Mal eine Minute länger fürs Tor (2:2) doch der Türkei gelingt mit dem letzten Angriff des Spiels noch der 3:2 Siegtreffer. Am Ende ändert sich nix…die Türkei fährt nach Hause, die USA spielt im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegovina.

Besonders freuen dürfen sich heute CRS07 und Maboss, die ganze 15 Punkte aus den heutigen Partien mitnehmen und sich deutlich verbessern. CRS07 verbessert sich damit um ganze 79 Ränge. Über 14 Punkte Zuwachs konnten sich hanns.sen, Bencö, Ellana und Rudrygo freuen, die auch teilweise über 60 Ränge gutmachen konnten.

Einen Abend zum Vergessen erwischten Gerry und Katzki mit vier bzw. Pippi71 und Killerbee mit fünf Punkten, was deutlich unter dem Durchschnitt liegt. Sowohl diese vier als auch die SPÖ brauchen beim nächsten Antreten eine deutliche Leistungssteigerung, um weiter konkurrenzfähig zu bleiben.

In Führung liegt derzeit Hopp Schwiz mit 68 Punkten, vor bebene mit 65 Punkten und Karlheinz Schürrle mit 64 Punkten. Morgen geht der Punktereigen weiter!