USA USA USA

Die USA verfallen langsam, aber sicher ins Fußballfieber. Die Feierlichkeiten der New York Knickerbockers sind vorbei (erster NBA Titel seit 53 Jahren) und alle andren Sportarten sind erschöpft. Und so hat der gemeine sporthungrige Amerikaner, 300lbs schwer und Experte in BBQ, Innenpolitik und Abseitsstellung, endlich Zeit sich der Weltmeisterschaft im eigenen Land zu widmen. Und die „US Boys“ liefern bis jetzt eine erstaunlich solide Leistung ab. Im Auftaktspiel wurde Paraguay schneller kaltgestellt als Pam Bondi als Justizministerin abserviert wurde. Und jetzt also die Australier. Die „Sternle und Streifle“ überzeugen aufs Neue. Mit einem 2:0 geht die von Mauricio Pochettino betreuten US-Amerikaner in die Halbzeit, etwas glücklich durch ein Eigentor und ein Abstauber nach einem abgefälschten Schuss. Insgesamt jedoch verdient. Die zweite Halbzeit verläuft harmlos. Australien will, aber kann nicht. Die USA könnten, aber wollen nicht. Am Schluss gibt es noch die eine oder andere Rudelbildung von ein paar Alpha-Tierchen und eine etwas längere Behandlung eines Krampfes von Schiri Zwayer der dafür nicht den Platz verlassen muss. Die USA gewinnt, hat zwei Siege, sechs Punkte und somit steht auch der zweite Gastgeber im Sechzehntelfinale.

Und so fallen die amerikanischen Fans schön langsam in eine Extase und beglücken die Welt mit ihren berühmten Fußballschlachtrufen wie „I believe we will win“ und das bereits im Titel genannte ultraintelligente „USA USA USA“. Naja. Wir haben wenigstens Konni Laimer oder Stefan Posch.

Im Parallelspiel dazu verliert die Türkei gegen Paraguay mit 0:1 und ist somit offiziell raus aus dem Turnier. Die Südamerikaner gehen durch ein Blitztor in der 2. Minute in Führung und kassieren in der 45. Minute eine rote Karte…nämlich für das Sprechen mit einem Gegner hinter vorgehaltener Hand. Vermutlich hatte Miguel Almiron – der bereits gegen die USA eine gelbe Karte für eine Schwalbe gesehen hatte – Diskussionsbedarf zur Mutti eines Mitspielers. Richtige Entscheidung laut Regelwerk, rot. Was folgte war eine Abwehrschlacht erster Güte: Die Türkei rennt ein ums andere Mal an, doch Paraguay schwalbt, foult und zeitverzögert sich von Minute zu Minute. Beispiel gefällig? In der 70. Minute rollt der Ball ins aus und sofort sinken 3 Spieler aus Paraguay auf den Rasen und lassen sich nieder. Solche Szenen kennt man eigentlich nur vom Gänsehäufl an einem Wochenende. Paraguay bringt diese Schinderei ins Ziel und die Türkei ist raus.

Die zwei weiteren Abendspiele enden 3:0 für Brasilien (erwartbar) und 1:0 für Marokko (auch keine Überraschung).

Tipptoto: Insgesamt fünf Punkte waren heute die Höchstzahl, die von unserer Gesellschaft erreicht wurde. Gleich 24 Personen, darunter z.B. donlenzo, SlimReaper, Flo, LEILALALA (danke für den Gästebucheintrag), Jopinho, Matze Mazzani und Tippczeker. Gerade für die acht Personen auf Platz 120 hat sich das ur-rentiert, sie halbieren ihre Platzierung und liegen nun auf Rang 60. Und es gab niemand, der nicht zumindest einen Punkt gemacht hat (danke, Brasilien vs. Haiti).

In Führung bleibt bebene, der heute wieder fünf Punkte macht und bereits bei 30 Punkten hält. Das nenne ich diamond hands. Es folgen $owitasgoht, Hopp Schwiz, Ihr habt doch alle keine Ahung und Karlheinz Schürrle. Sie haben bereits drei Punkte Rückstand auf den Führenden. Dan Tan und lübi sowie Jopinho auch mit einem starken Spieltag, sie untermauern ihre Ambitionen auf eine Endplatzierung in den Top 10. Im Tabellenkeller hat SAKA aufgeschlossen zu Flexi, sie teilen sich den letzten Platz. Davor befindet sich das Triumvirat der Flühencobra, von Simon Wheeldon und den Prälatendamm Kickers, die auch dringenden Handlungsbedarf haben.

PS: Werbe-Einschaltung: Habt ihr übrigens den gestrigen Statistik-Teil von Tipptoto gesehen? Wenn nein – gerne hier nachlesen: https://tipptoto.at/2026/06/19/statistik-zahlen-und-unnuetzes-wissen-ueber-das-tipptoto-2026/

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