Beim Teutates, wer hätte das gedacht. Kroatien steht im WM-Finale 2018 und trifft auf Frankreich! Eine Sensation!
Angetrieben vom kleinen, blonden Luca Modrix rennen die Kroaten einem frühen Rückstand hinterher. Die Angelsachsen gehen wie so oft durch eine Standardsituation in der 5. Minute in Führung und nehmen diese mit einer ansprechenden Leistung mit in die Kabine. Nach der Pause kommen die Kroaten aber besser ins Spiel und Perisix kann eine erste Schwäche der britannischen Abwehr nutzen und erzielt den Ausgleich. Direkt im Anschluss spitzelt der Torschütze einen Ball an die Stange, England taumelt wie Majestix auf seinem Schild, kann sich aber in die Verlängerung retten. Dies bedeutet übrigens die dritte Verlängerung für Kroatien: Zuerst Dänemark, dann Russland und nun England.
In der Verlängerung scheint es nur noch um Schadensbegrenzung zu gehen – Kroatien ist Flasche leer, England hat mehr Ballbesitz, kann aber nichts daraus generieren. Und dann kommt die 109. Minute: Perisix überrumpelt ein weiteres Mal mit einer gewollten (?) Kopfballverlängerung die Abwehr und Mandzukix riecht den Wildschweinbraten, löst sich von seinem Bewacher und netzt ein. Kollektiver Freudentaumel bei den Spielern vom Zentralbalkan, und ganz unten drin liegt irgendwo noch ein armer Fotograf, der sich mitfreuen muss. Was für ein Finish und schlussendlich stehen die Kroaten verdient im Finale.
Und die Engländer? Denen bleibt nur die Heimreise, zuvor wird aber (unabhängig wie das Spiel ausgegangen wäre) massenhaft lauwarme Cervisia des amerikanischen Biersponsors vernichtet. Bitter, also die Heimreise.
Und fernab im Westen, in Lutetia, hört man die Leute schon sagen: „Oh la la, gut dass es le Kroaten gewörden sind! Die müssen três müdé sein!“ Ob man sich da nicht zu früh freut…
Beim Tipptoto kann ich mich hingegen kurz fassen: Es hat sich nichts getan. Gar nichts. Niemand hat Kroatien im Finale, und so bleiben alle wo sie sind. Öde!
Und die Vorfreude steigt. Bald geht es um die letzte, die entscheidende Wurscht. Bleibt uns gewogen!