Ganze fünfzehn -vilis und zehn -zes finden sich in Georgiens Kader, der heute gegen Tschechien antreten musste. Der Hintergrund ist so einfach wie auch altbekannt…im Prinzip ist die Namensgebung ähnlich den nordischen Ländern und zeigt die Herkunft (Sohn von, oder eine Region) an. Wobei sich die -vilis eher auf Ostgeorgien beschränken und die -dzes eher auf Westgeorgien. Und es ist auch keine fixe Regel (mehr), sondern die Namensgebung wird eher wie im Schwedischen oder Englischen gehandhabt wird. Hier gibt es ja inzwischen auch viele Christensens oder Fergusons, die nicht mehr dieser Logik folgen. Der österreichische Huanson ist aber weder verwandt noch verschwägert mit Georgiern oder Schweden. Jedenfalls liefern die Georgier ein beherztes Match ab, werden für eine gute Leistung mit einem sehr späten Elfmeter in der ersten Hälfte belohnt, den Mikautadse souverän verwandelt. Die Truppe von -vili Sagnol, die taktisch gut aufgestellt waren, stemmte sich mit aller Kraft gegen in der zweiten Halbzeit anrennende Tschechen, doch in der 59. Minute konnte Topstürmer Schick den verdienten Ausgleich erzielen. Dennoch – eine historische Leistung der Männer aus Georgien, die seit ihrem Beitritt zur UEFA 1992 noch keinen Punkt bei einer EM-Endrunde erzielen konnte. Dies ist nun Geschichte.
Im zweiten Spiel des Abends trafen die Türkei und Portugal aufeinander. Im stimmungstechnisch bombastischen Westfalenstadion war alles angerichtet für ein Fußballfest. Dies wurde auch geliefert…allerdings nur auf einer Seite. Denn Portugal überrannte die überfordert wirkenden Türken nahezu und spielte einen lockeren 3:0 Sieg nach Hause. Hervorzuheben sind vor allem die Altstars der Portugiesen. Ronaldo, der in einem Anfall von Altersweisheit (oder Senilität) auf dem Weg zum 3:0 allein vor dem Kasten quer legt (!!) und seinem mitgelaufenen Mitspieler das Tor schenkt. Oder Pepe, der mit 41 Jahren heute vermutlich alleine gereicht hätte, um den Türken keine Chance zu lassen. Was für eine taktisch brillante Leistung, Pepe war überall und immer einen Gedanken vor seinem Gegenspieler. Sechs Punkte bedeuten die souveräne Qualifikation für Portugal, während die Türkei im letzten Match auf Tschechien triff und somit zum Showdown bittet.
Im dritten Match des Abends konnte sich Belgien gegen Rumänien mit 2:0 durchsetzen. Nach bereits 70 Sekunden zappelt der Ball das erste Mal im Netz, Tielemanns schließt eine schöne Kombination vom Anstoß ab. Wow. Und das Spiel bleibt hochklassig – es wogt hin und her, Lukaku bekommt schon wieder ein Tor per VAR aberkannt (sein drittes) und es gibt Chancen da wie dort. Tolles Spiel! Das tollste daran ist aber definitiv, dass alle vier Mannschaften nach diesem zweiten Spieltag bei 3 Punkten halten – Spannung für die letzte Runde ist garantiert.
Bei unserem Tippspiel tut sich einiges. Stephanderl setzt sich mit 5 starken Punkte an die Spitze, sie wird aber scharf verfolgt von gleich fünf Spielerinnen und Spielern – Nici25, Peter F. Polennichtgestohlen, Simon Wheeldon und Tippfuchs. Tagessieger ist Walter72, der alle 6 Punkte macht und somit gleich 101 Ränge gut – Gratulation! Und wie jedes Mal gilt – wo es Licht gibt, gibt es Schatten. Die heutigen Nachtschattengewächse sind Lumbini, MoMo (der mit den 7:7 Tipps) und Lux, die heute nicht anschreiben können. Ihnen klebt das Pech an den Ferschen. Kleiner Fun-Fact zum Abschluss: Insgesamt 6 richtige Ergebnisse bedeuten die meisten exakt richtigen Tipps bei uns im Feld. Derzeit haben Aitana und Nini dieses Kunststück geschafft, und auch unser ChatGPT Tipp. Solide Leistung.