Die Metamorphose

Und da haben wir sie, die ersten beiden Halbfinalisten!

Die Schweiz nahm gegen die ballsicheren Spanier von Anfang an das Herz in die Hand und versuchte mitzuspielen. Gegen den Ballbesitz der Spanier kamen die Eidgenossen nicht an, aber immer wieder konnten sie Nadelstiche gegen die Iberer setzen und sich Chancen erspielen. Das spanische Ballstafetten-Spiel führte zwar glücklich zum 1:0 (abgefälschter Distanzschuss), in der 2. Hälfte schafften die Schweizer jedoch nach einer „Flipper-ähnlichen“ Aktion (Ball prallte von zwei Spaniern vor die Füße von Freuler) durch Xherdan Shaqiri den Ausgleich. Zwar schwächten sich unsere Nachbarn mit einem rüden Foul und einer roten Karte in der 77. Minute selber, sie schafften es jedoch mit viel Kampf trotzdem in die Verlängerung. Spanien dominierte und hatte einige Chancen, aber der Ball ging nicht in die Maschen – nach 120 Minuten war es wieder soweit: Elfmeterschießen!
Die Spanier mit Elfmeter-Traumata aus diversen Großereignissen und die Schweizer mit dem „Sommer-Effekt“ und dem positiven Erlebnis des Weiterkommens gegen Frankreich strotzen nun vor Selbstvertrauen. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Die Spanier überwanden ihren Fluch und konnten ein spannendes Elfmeterschießen schlussendlich für sich entscheiden. Spanien feierte, die „Leidgenossen“ weinten.

Im zweiten Viertelfinale standen sich die italienische Squadra Azzurra und die belgischen Roten Teufel gegenüber. Es war dies das Duell zweier Mannschaften, die in den letzten Jahren unglaubliche Siegesserien hingelegt hatten.
Von Anfang an war klar: das wird ein packendes Spiel!
Mit schnellen Angriffen kamen beide Mannschaften immer wieder vor das gegnerische Tor. Die Intensität im Spiel war enorm. Unglaublich beeindruckend ist jedoch die Metamorphose des italienischen Fußballs bei dieser EM, welche im heutigen Viertelfinale deutlich zu erkennen war. Nix mehr mit „Catenaccio“, defensivem Abwehrriegel, Tor schießen und hinten mauern. Der moderne italienische Fußball ist dynamisch, schnell, dribbelstark, direkt, beweglich.
Mit diesen Tugenden stellte Barella in der 31. Minute auch auf 1:0 und Insigne in der 44. Minute mit einem gewaltigen Schlenzer aus 20 Metern gar auf 2:0.
Ein fraglicher Elfer – begünstigt durch einen überforderten slowenischen Schiri – brachte den Belgiern jedoch noch knapp vor der Pause den Anschlusstreffer zum 1:2.
Die Belgier versuchten in der 2. Hälfte dann alles und kamen dem Ausgleich immer wieder nahe, die „schrecklichen Abwehrzwillinge“ Bonucci und Chiellini konnten jedoch mit dem bärenstarken Goalie Donnarumma das Tor vernageln und feierten sich bei jeder Abwehraktion selbst. Diese Emotion, der Siegeswille und die alte Tugend am Ende das Tor doch zu verriegeln brachte heute gegen die Belgier schlussendlich den Sieg – die Italiener dürfen weiter träumen und Belgien fährt nachhause.

Tipptoto
Es hat sich einiges getan in der Tabelle.
Die bisher Führenden Marto und Nette mussten das Feld an der Spitze räumen, da auch deren Europameister bereits ausgeschieden sind… und so geht es einigen TipperInnen, die bis dato in den vorderen Rängen verweilten. Im Falle von Marto haben sich alle Teams, die von ihm ins Halbfinale getippt wurden, bereits verabschiedet. Das ist bitter.

smi75 hat sich heute mit 2 richtigen Halbfinalisten auf den Platz an der Sonne vorgeschoben und führt nun mit 84 Punkten sogar 2 Zähler vor DonBertscho mit 82. Beide verzeichneten heute +8 Punkte.
Dahinter hält sich Nette noch auf Rang 3, allerdings kann ihr richtiger Tipp Italien keine weiteren Punkte abwerfen, da ihr getipptes Finale aus zwei bereits ausgeschiedenen Teams besteht. Fast hätte ihr Halbfinaltipp Schweiz noch Punkte eingebracht.

prima vera schiebt sich mit 8 frischen Punkten auf Rang 4 und Conchita Durst und Stoxinho dringen ebenso mit 8 Zuwachspunkten in die Top 10 (geteilter 6. Platz) vor.

Insgesamt konnten heute 48 TipperInnen 8 Punkte einstreifen und teilweise viele Plätze gut machen. Der größte Sprung nach vorne – nämlich 61 Ränge – gelang ADI, AS1982, Jaci, Schmidi23, doubleF, Kalle, Natascha from Russia, Rainbow und Subly.

In die andere Richtung ging es für Armin, Matze Mazzani, oleoleole und Peintov-Rossi-etc. Null Punkte bedeutete für sie 56 Ränge abwärts und somit heutiger Negativrekord.

Ganz hinten schüttelt sich Rotschopf mit 4 Punkten frei und wird von Evicka abgelöst.

Morgen folgen die beiden anderen Viertelfinali und werden das Tipptoto-Ranking wohl aufs Neue durcheinander wirbeln. Frei nach dem Motto: „Alles ist möglich, aber nix is‘ fix!“

2 Kommentare

  1. Somit verabschiede ich mich vom Spitzenfeld. Schade, es war schön da oben;-)

    Vielen Dank Flo & Josi für die tolle Berichterstattung – 11 Freunde-reif 👏

    CU in Qatar!

    1. Danke Cle! Dein Line-Up war tatsächlich heiß dieses Jahr… aber wer hätte mit so viel Überraschungen rechnen können 😆

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