Es war alles angerichtet für die noch ausstehenden zwei Viertelfinalspiele heute.
Um 18 Uhr matchten sich die Schweiz und England um den Halbfinaleinzug. Das Wort „Match“ war anfänglich unverdient. Die Engländer legten zwar „flott“ los und man dachte, endlich kommt da was spielerisch wertvolles von den Three Lions. Doch nein: Eine Aktion war sinnbildlich als eine Ecke flach ausgeführt wurde und der Ball schlussendlich in einer Ballstafette bis zum Torhüter zurückgespielt wurde. WTF?
Nach einer mehr oder weniger ereignisreichen ersten Hälfte, schafften es die Teams sich in Durchgang zwei langsam dem gegnerischen Tor anzunähern. Das Tempo wurde ganz leicht verschärft. Und dann plötzlich in der 75. Minute: die Schweiz schlägt in Person von Breel Embolo zu und schockt die Kicker von der Insel – 1:0. Die Freude wehrte jedoch nicht lange, denn 5 Minuten später glich der Engländer Saka durch ein Traumtor mit Maßarbeit vom 16er via Innenstange aus.
Der Rest ist schnell zusammengefasst: Bis zum Ende der regulären Spielzeit passierte „nada – nothing – nüüt“, in der Verlängerung schoss einmal Declan Rice aufs Tor und Yann Sommer musste sich ordentlich strecken, Shaqiri packte in der 117. Minute noch den Zauberfuß aus und knallte eine direkte Ecke ans Lattenkreuz. Sonst war`s eher Flaute.
Das Elfmeterschießen stand an und alle dachten sich – auweh, England und Elferschießen… doch manchmal kommt es anders als man denkt. Während die Engländer durch die Bank souveräne Schüsse vom Elferpunkt abgaben, vergab Manuel Akanji für die Schweiz bereits den ersten Versuch. Das konnte nicht mehr aufgeholt werden und somit elferten die Three Lions die schweizer Nati aus dem Turnier.
Beim Abendspiel dann das Aufeinandertrefen der Niederlande gegen die Türkei. Und es war wieder unglaublich laut im Olympiastadion in Berlin. Im Gegensatz zu anderen Partien legten die beiden Mannschaften ziemlich wild, offensiv, attraktiv und mit viel Leidenschaft los. Ein tolles Spiel mit Chancen hüben wie drüben.
Nach knapp einer 1/2 Stunde hatten die Türken dann die Oberhand in dieser Begegnung und belohnten sich mit der Führung – wieder einmal nach einem ruhenden Ball. Hakan Calhanoglu (gegen Österreich noch gesperrt) flankte das runde Leder von der linken Seite, auf der rechten Seite übernahm Jungstar Arda Güler, brachte den Ball in den Strafraum auf den Kopf von Akaydin (gegen Österreich noch gesperrt) und so stand es in der 35. Minute 1:0 für die Türken und das Stadion beeeebte!
Die Elftal machte in der Pause ein paar taktische Anpassungen und brachte neues Personal – u.a. Wout Weghorst, der extrem viel Dampf machte und das zahlte sich in der Folge aus. Innerhalb von 6 Minuten drehten die Oranje das Spiel. Zuerst traf de Vrij mit einem wuchtigen Kopfball zum Ausgleich und später machte Gakpo bei einem Querpass so viel Druck auf Müldür, dass sie mehr oder weniger den Ball gemeinsam reinstolperten – 2:1.
Plötzlich hörte man auch mal, dass holländische Fans im Stadion waren. Und diese sahen eine turbultente Schlussphase, in der die Türkei nochmals alles nach vorne warf und dem Ausgleichstreffer sehr nahe kam, aber die Holländer schafften es alles wegzuverteidigen und stehen nach dem Schlusspfiff seit 2004 das erste Mal wieder in einem Halbfinale.
Im Tipptoto würfelte es das Ranking wieder deutlich durcheinander.
An der Spitze gab es einen Führungswechsel. Mit 8 Punkten setzte sich MohrenSpezial an die Spitze, der sich heute bestimmt noch „a Rote Patrona“ gönnte. Einen Punkt dahinter, ebenfalls mit 8 Punkten Zuwachs zog kolibri auf den 2. Platz. Loddar MaTeO büßte mit „nur“ 4 Punkten zwei Plätze ein und ist neuer 3.
El Sunito sammelte ebenso 8 Punkte ein und drang in die Top Ten vor (neuer 4.).
23 Glückliche haben heute beide Halbfinalisten richtig „erraten“ und klettern die Ranking-Leiter nach oben. Für Peda und Traudel ging es sogar 58 Plätz näher Richtung Sonne.
MohrenSpezial (1.), kolibri (2.), El Sunito (4.), Dr. Resignator (12.), Fritz Walter und Ihr habt doch alle keine Ahnung (19.), Sebi&Jakob (29.) und MahatjaGandi (59.) gelang das Kunststück alle 4 Semifinalisten richtig zu tippen und somit in der Viertelfinalphase 16 Punkte einzusacken. Großartig!
39 Personen hatten einen rabenschwarzen Tag und schrieben gar nicht an. Unter anderen Nici25, die nun derzeit aus den Preisgeld-Rängen flog.
Ganz hinten tat sich wenig, Kärin und MoMo bewachen den Keller der Tabelle eisern.
Am Dienstag geht es weiter und man darf gespannt sein, ob sich weiterhin der Fußballminimalismus oder schlussendlich doch der Drang zum Toreschießen durchsetzt.